DEALMACHER Podcast # 
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Filip Dames, Founding Partner Cherry Ventures – Europa muss jetzt abliefern!

October 13, 2026

Inhalt der Episode

Europa ist on fire, sagt Filip Dames. Aber nur, wenn hier in den nächsten 10 bis 20 Jahren die Firmen für AI, Energie, Defense und Space entstehen. Sonst zahlen wir Miete an die USA und China, um deren Firmen zu nutzen.

Filip hat Cherry Ventures 2012 mit Christian Meermann gegründet. Er erklärt, warum Deep Tech in Europa heute finanziert wird, was vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Ein Beispiel ist die Finanzierungsrunde von 450 Millionen für The Exploration Company. Wie tief er selbst einsteigt, zeigt Proxima Fusion: Vor dem Investment sprach er mit fast allen Fusion-Teams. Inzwischen programmiert er selbst.

Es geht außerdem um Cherrys Bewertungsdisziplin und die Ausnahmen, die sich gelohnt haben. Es geht darum, was AI in der Due Diligence verändert und was sie nicht ersetzt. Und darum, warum Filip LP-Fundraising Spaß macht, während die meisten GPs es hassen. Dazu: warum AI-Gründer nach San Francisco gehören statt nach New York, wann eine Runde wirklich preempted ist und warum Fonds ohne klares Produkt verschwinden.

Und Filip erzählt, warum er als Junge fast Opernsänger geworden wäre und warum es anders kam.

💰 Iskender ist CEO-Advisor für Fundraising, Exit und Executive Branding.
Mehr unter id.vc.

DEALMACHER entsteht in Partnerschaft mit PXR – der Kanzlei hinter vielen der größten Tech Deals in DACH. Intro zum Gründer Peter Möllmann über Iskender.

Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.

Über den DEALMACHER Podcast

Der Podcast über den Fluss von Kapital – wer es bekommt, bewegt und vermehrt.  



CEO-Advisor und Venture-Capital-Investor Iskender Dirik trifft die Menschen hinter den großen Deals im deutschsprachigen Raum – die Dealmacher.  



Zu Gast sind Investoren aus Venture Capital und Private Equity, Gründer, CEOs und Aufsichtsräte – und die Berater an ihrer Seite. Alle saßen am Tisch, als es um viel Kapital ging.  



Es geht um Fundraising, M&A, Exits und die Strukturierung komplexer Transaktionen. Und um das, was vor der Pressemitteilung passiert.  



Für alle, die selbst Deals machen und wissen wollen, wie andere Dealmacher entscheiden.

Transkript der Episode

Iskender Dirik: Ich bin Iskender Dirik, CEO-Berater und Investor. DEALMACHER ist für Gründer, Investoren und Entscheider, die verstehen wollen, wie die großen Deals wirklich funktionieren – Fundraising, M&A, Private Equity und die Menschen dahinter. Filip, unsere vorherigen Gäste haben immer ein Privileg. Die können nämlich Fragen stellen an zukünftige Gäste. Okay. Und ich habe da einen vergangenen Gast, der eine Frage hat für dich. Wer es ist, erzähle ich gleich. Wenn wir jetzt deinen Cherry-Mitgründer Christian Meermann fragen würden, wofür könntest du den damals so richtig an die Wand nageln? So sehr nervt dich das. Was wird der wahrscheinlich sagen?

Filip Dames: Also, ich würde mal auf Attention Span und Handynutzung tippen, weil ich glaube, damit treibe ich ihn ab und zu im Meeting zur Weißglut. Wenn irgendwie ich merke, er ist nicht mehr so interessant und dann geht der Blick runter und ich mache meine E-Mails. War es das?

Iskender Dirik: Nee, wir haben ihn nicht gefragt. Also ihr habt ihn nicht gefragt?

Filip Dames: Nein, genau,

Iskender Dirik: wir haben ihn nicht gefragt, aber den Double-Check mache ich gerne. Ja, mach mal,

Filip Dames: vielleicht kommt er ja irgendwie die nächsten Wochen.

Iskender Dirik: Die Frage kommt von unserem Freund Schreze tatsächlich, Michael Schrezenmaier. Und es ist nicht die einzige.

Filip Dames: Okay.

Iskender Dirik: Die anderen sind teilweise tiefer und teilweise heikler. Let's go. Kommen wir vielleicht hin. Let's go. Filip, herzlich willkommen. Ich sage mal ein paar Worte zu dir. Unser Gast heute, unser DEALMACHER heute ist Filip Dames, Founding Partner von Cherry Ventures, einem der führenden Early Stage VCs in Europa. Filip war Teil des Gründungsteams von Zalando. Das Business Development, die Internationalisierung verantwortet, hat die Lounge, die Zalando Lounge mit aufgebaut und geleitet. Und 2012, so lange ist das schon her, da war ich überrascht, als ich das nochmal nachgeschlagen habe, Cherry Ventures mit Christian Meermann gegründet. Wann ist es her? Mit Büros heute in Berlin, London und Stockholm. Und über 130 Portfolio-Unternehmen, darunter Flixbus, Dash Zero, haben wir eben kurz drüber gesprochen, Moss. Auto1, Proxima, Fusion und viele weitere. Anfang 2025 hat Cherry zwei neue Fonds mit einem Volumen von über 500 Millionen Dollar geraced, mit dem erklärten Ziel, das erste Billion Dollar Unternehmen Europas zu finanzieren. heute auch mit dir sprechen. Filip, herzlich willkommen.

Filip Dames: Danke dir, schön hier zu sein in Hamburg.

Iskender Dirik: In Hamburg, genau. Danke, dass du gekommen bist. Sehr gerne. Was dich vielleicht auch nach Hamburg treibt, können wir neben mir natürlich, können wir vielleicht auch noch kurz später darüber sprechen. Ich möchte heute darüber sprechen, kurz über deinen Werdegang. Ich möchte aber vor allem ganz viel über die Zukunft sprechen, wohin sich Europa entwickelt, die VC-Landschaft, die Startup-Tech-Landschaft, Europa als Ganzes, wo das hingeht. Ich möchte mehr über Filip Dames erfahren und ich möchte auch darüber mehr erfahren, wie man gut Fundraised, weil ich habe gehört, dass du das ganz gut kannst. Hast du uns was mitgebracht?

Filip Dames: Ja, habe ich. Ich habe zwei Sachen mit.

Iskender Dirik: Erzähl mal.

Filip Dames: Und zwar habe ich eine CD mit.

Iskender Dirik: Die kann man auch noch für die zugucken. Eine CD. Du wolltest ja was Persönliches. Ja, absolut. Weihnachtsmusik vom Göttinger Knabenchor.

Filip Dames: Okay. Und ich habe einen Vertrag mit, der über 20 Jahre, nicht ganz, 20 Jahre alt ist. Dazu erzähle ich dann.

Iskender Dirik: Und da steht The Boston Consulting Group drauf. Das finde ich mal spannend. Okay, packen wir das mal. Filip. Dein erstes Start-up war ein Marktplatz für Kunst, Gemälde und hast du mit deinen eigenen Aussagen ziemlich zielstrebig gegen die Wand gefahren. Erzähl mal.

Filip Dames: Ja, also die Firma hieß Tamundo, gibt es leider heute nicht mehr. Und wir haben damals gegründet, direkt aus der Uni raus, haben uns ein paar Angels... gesucht. Das waren damals ein sehr nettes Team, die teilweise eBay-Background hatten und die Idee damals war so, okay, let's bring it back to the roots. E-Mail war so damals zur Plattform für irgendwie Handyschalen und industrielle Produkte geworden und wir wollten eigentlich diesen Charakter dieser Live-Auktion wieder zurückbringen. War aber klassischer Fall von kein Product Market wird gefunden. Wir haben es versucht. Wir hatten ein paar coole Sachen auf der Plattform. Wir hatten mal Steffi Grafs Tennisschläger, mit dem sie Wimbledon gewonnen hat. Wir hatten mal ein Auto für Michael Schumacher. Wir hatten mal wirklich tolle, auch Kunstobjekte, Gemälde. Zu den Tagen, wo die waren, hatten wir auch entsprechend irgendwo auch Traffic auf der Seite, aber ansonsten haben wir einfach gemerkt, es ist so schwer zu skalieren. Und am Ende gehen die Käufer und Verkäufer dann doch dahin, wo das meiste Volumen ist. Selbst wenn es nicht so persönlich ist oder als Plattform nicht so spannend, am Ende sind sie dann doch bei Ebay, weil sie da den größten Umsatz machen. Und das haben wir leider erst nach eineinhalb Jahren rausgefunden. naja auch ein anderer deutlich länger für stimmt ja und es war für mich dann auch eigentlich natürlich klar so eine phase ist immer doof und wir waren damals auch gewachsen vom team glaube ich so über 20 leute hat ein bisschen geld gerast was natürlich dann auch irgendwann aufgebraucht war und man sagt ja auch so and every and new beginning und für mich war das dann der schritt quasi der Schritt dann zu Zalando rein und dann ging es ja genau andersrum. Also dann war es ja sozusagen nicht oh, wir müssen Product Market Fit erkämpfen, sondern da war es eher so, wir haben zu viel davon und wir wissen gar nicht, wie wir das alles hier handeln sollen in dieser Skalierungsphase dann.

Iskender Dirik: Das erste Startup, das ich so richtig gegen die Wand gefahren habe, hieß MyNessos, war auch ein Marktplatz, war für Interior. Da habe ich mir auch wahrscheinlich ähnlich wie du irgendwie so mein Fable, für das ich eine Passion habe, rausgesucht. Das heißt, da ging es um Möbel, Stichwort Möbel, gehört von einer orangenen Plastikcouch.

Filip Dames: Ja, die stand tatsächlich bei uns im Zalando-Büro, so eine klassische Ikea, die hat auch so einen Kunstleder-Bezug, war wirklich, also wenn man sich das heute, also wirklich, wirklich hässlich, aber die stand quasi unter der Treppe, wenn wir ins Büro reingingen und das ein oder andere Mal hat man da auch übernachtet.

Iskender Dirik: Da hast du geschlafen? Ja. Ja, okay. Wie ging es weiter bei Zalando? Du hast gesagt, da ging es eher in die andere Richtung, schnell, groß.

Filip Dames: Wenn man jetzt zurückblickt, das ist natürlich irgendwie der Wahnsinn. Damals, als wir angefangen haben, mit ein paar Hanseln, dann zum IPO 2014, waren es glaube ich über 10.000 Mitarbeiter. Also teilweise auch Monate, wo man hunderte von neuen Mitarbeitern eingestellt hat und das irgendwie im Alter, wo man ja auch eigentlich überhaupt gar keine Erfahrung hatte. Also wir waren ja alle mehr oder weniger fresh off the boat, alles irgendwie Freunde und wir kannten uns aus der Uni, was glaube ich Vor- und Nachteile hat. Das ist einfach ein Riesenvorteil, dass wir uns total vertraut haben und einfach alle zusammen Vollgas gegeben haben. Und natürlich den Nachteil, dass du auch so ein bisschen Groupthink reinkriegst, logisch. Und das haben wir dann, glaube ich, erst etwas später erfolgreich aufgebrochen, dass man auch mal Leute reingeholt hat, die so wirklich auch mal komplett anderes Background haben und anders denken. Ich glaube, das hat der Firma vielleicht hier und da am Anfang auch gefehlt. Aber ja, in Summe war es ein crazy Ride. Dann haben wir gesagt, das Paypal von Ebay wird die Lounge von Zalando, da habe ich die Lounge gegründet, habe das geführt, das war dieser Shopping-Club für Off-Price, auch mittlerweile echt ein... Super erfolgreiches Unternehmen, der Martin Rost war damals dann CMO, kam dann von Rocket, ist ja mittlerweile jetzt bei Stark Defense und so dieses ganze Core-Team, viele sind ja auch noch da, Robert David sind ja auch noch da und auch ein David Schröder, Rubin Ritter ist dann zwischenzeitlich raus, war aber auch lange da, also diese Kerntruppe von Zalando. Wir sind heute immer noch extrem gut befreundet und machen Business auf unterschiedlichen Ebenen, investieren zusammen, verreisen zusammen. Diese Zeit war extrem, extrem intensiv. Da ging es um nichts anderes als Vollgas, Arbeiten und gucken.

Iskender Dirik: Das Schweiß zusammen machen.

Filip Dames: Das Schweiß zusammen machen.

Iskender Dirik: Nämlich zusammen. Das war beim Robert Gentz auf dem Geburtstag, war es gestern.

Filip Dames: Ja, ja, genau. Da waren wir noch.

Iskender Dirik: Eine fest eingeschweißte Community.

Filip Dames: Sehr, sehr, sehr enger Freund, ja.

Iskender Dirik: 2014 kam der Börsengang. Geil, Ziel erreicht, großes Cash-Event.

Filip Dames: Ja, also für mich war das, da fielen so ein paar Sachen zusammen. Mein 30. Geburtstag war auch 2014 und dann war ich so zum Ende hin auch, ja also, ist jetzt vielleicht ein bisschen persönlich, aber ich war auch ein bisschen durch. Ich habe irgendwie knapp 300 Kilo gewogen, ich war ziemlich oft krank auch. Ich habe irgendwie so gemerkt, ich wollte irgendwie was Neues machen und du hast vorhin 2012 mit Cherry gesagt, wie passt das zusammen zu dem IPO in 2014. Wir hatten damals schon angefangen, wir haben während Zalando angefangen Angel zu investieren und wir haben das mit eigenem Geld gemacht, wir konnten vor dem Börsengang so ein bisschen was verkaufen. in Secondaries und haben dann super klein angefangen, so mit Flixbus, Auto1, hast du erwähnt, Amorelie, Quandu, Kitchen Stories, Atheist Medical, das waren alles so Dinge aus diesem ersten kleinen Fonds, waren natürlich auch eine totale Rakete, aber es war im Grunde eigentlich ein Friends-and-Family-Pool. Side-Project. Genau, wir haben uns damals, da gab es diese Pumpe, also so eine Kneipe an der Kopenhagener Straße, da haben wir uns dann getroffen, irgendwie abends haben wir mit den Gründern irgendwie gequatscht und gesagt, ja, das macht irgendwie Sinn, investieren wir und daraus ist dann so irgendwie sukzessive, dann hatten wir irgendwann kein Geld mehr, dann haben wir noch ein paar Freunde gefragt, ob sie mit investieren. Das war dieser erste kleine Cherry-Fonds. Und der war aber für uns dann irgendwann total wichtig und eine total gute Grundlage, weil als wir es dann entschieden haben, weiter zu machen, also dazwischen liegt auf jeden Fall auch nach Zalando noch bei mir eine ziemliche Findungsphase. Ich war dann im Silicon Valley für ein paar Monate, hatte ursprünglich vor, auch nochmal eine neue Firma zu gründen. Hab gesagt, okay, wenn du es jetzt nochmal machst, dann musst du irgendwie in die USA und so. Und da spielt die Musik. Tatsächlich schon so nach Büros geguckt auch und war eigentlich schon so mit einem Bein dann drüben. Wir kamen dann aber immer wieder auf dieses Investieren zurück und wie viel uns das auch Spaß gemacht hat und auch diese Idee vom Zurückgeben und zu sagen, jetzt die nächste Generation und da waren so gute Teams auch dabei, die wollen wir unterstützen und daraus kam im Grunde dann auch irgendwann so die Idee, vielleicht wird das einfach unsere nächste Firma. den vor den wir irgendwie gerne an unserer seite gehabt hätten als wir operator waren und und das ist auch am ende natürlich arbeiten wir mit anderen zahlen heute und jerry geht jetzt dann auch auf irgendwie 1,5 jahren am zu und wir machen nix jahren und neuen fonds du hast die zahl gesagt vom vom letzten aber die dna ist immer noch genau gleiche das ist immer noch jeder vom team jeder ist ex operator alle haben entweder gegründet oder irgendwie lange im start-up gearbeitet sie haben keinen einzigen investor bei cherry der nicht irgendwie selber meine firma von innen gesehen hat und gemerkt hat wie effing hart es ist, auch eine Firma zu skalieren und wie es eben auch manchmal laufen kann, wenn es nicht funktioniert und ich glaube, das wollen wir uns auf jeden Fall als DNA behalten.

Iskender Dirik: Die Findungsphase, von der du eben gesprochen hast, ist ja auch so ein typisches Ding bei vielen Gründern, die dann auf den Exit hinarbeiten und dann kommt auf einmal das schwarze Loch. Hat sich das damals für dich schon eher als schwarzes Loch angefühlt oder eher als inspirierende Neufindungsphase?

Filip Dames: Also ich wusste, ich wollte irgendwie was anderes machen. Die Entscheidung hatte ich getroffen und gleichzeitig... gleichzeitig wusste ich überhaupt noch nicht was und im nachhinein war das glaube ich gut und und man lässt ja auch relativ viel auf dem tisch dann kommt dann irgendwie eine neue phase neue neue vertrag und und so weiter und man rechnet sich das dann so aus und so kann es auch bleiben Und ich glaube, diesen Sprung dann zu machen, ohne es zu wissen, war für mich irgendwie Gold wert, weil ich daraus eine Phase dann auch mir selber genommen habe, um da auch nochmal sauber drüber nachzudenken. Und das ging auch ziemlich hin und her. Ich habe dann irgendwann wieder mit Christian viel Kontakt gehabt, der war ja damals, der war dann... Der war ja CMO bei Zalando und hat das Marketing verantwortet, ist dann aber rausgegangen und war schon vor mir auch raus und hatte dann bei Peek & Cloppenburg das Online-Marketing, das gesamte Online-Geschäft verantwortet. Und saß dann in Düsseldorf und wir sprachen dann und wir hatten ja, wie gesagt, dieses kleine Investment GmbH zusammen und dann war so ein bisschen die Frage, komm, komm doch wieder nach Berlin und ihm taugte das da sowieso, glaube ich, jetzt nicht so wahnsinnig und es ist natürlich auch eine ganz andere. Nummer, sehr viel mehr Corporate und ganz anders als jetzt irgendwie Startup und Zalando und dann war das eigentlich dann irgendwann eine relativ einfache Entscheidung. Dann waren wir wieder in Berlin, haben uns dann so ein Coworking genommen im Haus des Reisens am Alexanderplatz irgendwie. damals wahrscheinlich der hässlichste also vor WeWork das komplette Gegenteil von wie es heute aussieht Gegenteil, ja ja bei uns ist es im Moment schon sieht schon sehr anders aus damals, aber das war so der Start. Und da saßen wir dann, hatten so ein kleines Zimmer zusammen und haben dann irgendwie gebrütet. Natürlich auch über ein paar Startup-Ideen, aber letzten Endes hatten wir recht schnell dann die Idee mit Cherry und haben das dann ziemlich intensiv weiterverfolgt und haben dann auch irgendwann angefangen mit Investoren zu sprechen. Dann haben wir irgendwann losgelegt. Aber das hat gedauert. Also ich war, wann war ich raus? 2014? war der Börsengang und dann war das fast ein Jahr dieses zwischen den Themen.

Iskender Dirik: War das ja dein erstes großes Cash-Event im Leben, oder? Der Börsengang, vielleicht immer auch das größte? Also,

Filip Dames: das war schon für mich natürlich eine totale zäsur und ich also ich kam aus der uni mit irgendwie 40.000 euro schulden weil ich einen kredit aufgenommen habe für die studiengebühren ich glaube mein erstes termonogehalt 36.000 euro für 3.000 euro im monat und dann ging es los und Gut, Berlin war damals noch anders und es ist auch klar, dass die Gehälter heute andere sind, aber wir haben einfach sehr basic angefangen und haben einfach Gas gegeben. Und klar, das war dann natürlich Zalando, da war dann zum ersten Mal, als ich gemerkt habe, oh krass, da ist ein bisschen was da.

Iskender Dirik: Wie hat das das persönliche Glücksempfinden verändert? Hat es etwas verändert?

Filip Dames: Ich glaube, dass es dir vielleicht so ein gewisses Gefühl der Sicherheit gibt, wenn das Sinn macht. Ich glaube, dass du grundsätzlich nicht anders über dein Leben nachdenkst. Und ich bin, natürlich hat man irgendwann auch mal so diesen Gedanken, ah, könnte ich jetzt auch eine Surfschule aufmachen und irgendwie am Strand chillen. Aber ich hatte null der Typ für. Also ich habe das natürlich dann auch ein bisschen Urlaub gemacht, aber ich hatte dann einfach auch Bock, weiterzumachen. Und ich hatte irgendwie Lust, neue Sachen zu bauen. Ich hatte total viele Ideen, auch für unterschiedliche Firmen, die es dann am Ende nicht geworden sind. Und für mich spielt das, natürlich ist das einfacher zu sagen, wenn man so ein Event mal hatte in seinem Leben. Leben. Für mich spielt es wirklich eigentlich keine Rolle. Ich mache das, was ich mache, weil es mir mega viel Spaß macht, weil ich das Gefühl habe, wir haben irgendwie einen großen Impact auf Europa oder können den haben und das ist der Grund. In dem Moment, wo es mir keinen Spaß mehr macht, dann höre ich auf und dann ist auch egal, wie viel Geld ich dann liegen lasse.

Iskender Dirik: Das ist wahrscheinlich so ein bisschen das, also einer der Faktoren, wo Geld hilft, dass du, wenn du es dir nicht mehr Spaß macht, aufhören kannst. Das ist für mich Freiheit, wichtige Freiheit, die vielen fehlt, die dann festsitzen in Jobs, die vielleicht nicht so inspirierend sind.

Filip Dames: Ja, wobei auch da ist, glaube ich, dann Ich habe ja viele solche Gespräche. Ich habe ganz oft, weil wir natürlich auch viel einstellen für das Portfolio und wir haben über 100 Firmen und einer unserer wichtigsten Aufgaben auch als Investor ist, dass wir denen gute Leute finden. Das heißt, ich habe sehr, sehr häufig einfach mal, hey, kannst du die Person mal treffen, die überlegt gerade was Neues zu machen und mein Rat ist eigentlich immer, wenn du irgendwo nicht happy bist, dann hör auf und dann warte auch nicht, bis du dann den nächsten Vertrag auf dem Tisch hast, sondern... das kommt dann eh, wenn du dann irgendwie auch ein bisschen diese Sense of Urgency hast und dann das nächste auch suchen musst und finden musst, weil sonst gibt es so oft, dass du dann einfach jahrelang da rumhängst und nicht happy bist und es dich immer weiter runter zieht und dann wird es dann auch irgendwann schwierig, was Neues zu finden, weil du dann irgendwie nur noch in diesem Tunnel wohnst. Aber klar, das ist natürlich eine mutige Entscheidung irgendwo, weil man natürlich auch ein gewisses Risiko eingeht.

Iskender Dirik: Den Rat verteile ich heute auch öfter, vor allem deshalb, weil es bei mir immer ein großes Problem war, einen Großteil meines Lebens, vielleicht geprägt durch Kindheit, wie man aufgewachsen ist, dieses Risiko zu gehen. etwas zu verlassen, bevor man weiß, wohin es geht. Und ich habe immer großen Respekt vor Menschen, die das mit hoher Konsequenz machen, auch gerade die, die vielleicht nicht so viel auf der hohen Kante haben. Es wird schon, it's gonna be fine. Braucht ein bisschen Lebenserfahrung einmal, zumindest bei mir, um da hinzukommen. Jetzt hast du vorhin gesagt, ihr Und das ist auch das, was ihr ins Ökosystem reintragt. Ihr seid sehr gründerfreundlich, ihr seid Operator, ihr habt ein sehr starkes Startup-DNA. Und ich glaube, du hast mal gesagt, du siehst Cherry auch eher als Startup als klassischen Fonds. wie merkt man das, wenn man euch auf dem Cap-Table hat, im Vergleich mit anderen Investoren?

Filip Dames: Also ich bin immer so ein bisschen vorsichtig mit dem Wort gründerfreundlich, weil jeder sagt irgendwie, er ist gründerfreundlich. Natürlich sind wir gründerfreundlich, weil wir können sozusagen nachvollziehen, was bedeutet, Gründer oder Gründerin zu sein.

Iskender Dirik: Du kannst es die Orange. Plastik-Couch. So,

Filip Dames: genau, ich habe da mal geschlafen. Aber ich glaube, als VC, manchmal ist der größte Mehrwert, den du auch haben kannst, ist tough zu sein und zu sagen, it's not working, lass mal hinsetzen und wir haben jetzt hier noch x auf dem Konto und entweder machen wir etwas anderes oder machen zu und machen was Neues. Und diese Art von auch Härte, in Anführungsstrichen, finde ich, gehört eben auch zum Geschäft dazu. Es geht nicht immer nur darum, irgendwie nett zu sein und sich mit den Teams irgendwie gut zu verstehen. Das tun wir in der Regel. Ich glaube, das, was wir versuchen, anders zu machen, ist das, was du gesagt hast. Für mich ist Cherry kein Fonds. Cherry, sondern eine Firma und eine Firma hat ein Produkt und genauso denke ich auch über Cherry nach. Was ist unser Produkt und wie baue ich das bestmögliche Produkt für die absolut ambitioniertesten Gründerinnen und Gründer in Europa. Und da gehört für mich eine ganze Sache dazu. Da gehört auch eine Prozessgeschwindigkeit dazu. Better fast, no, than slow, maybe. Da gehört ein sehr hohes Authentizitätslevel mit dazu. Da gehört auch eine gewisse Härte mit dazu und dann gibt es aber natürlich auch viele Dinge, die wir einfach in unsere Portfolio-Firmen reinbringen, wie zum Beispiel eben Hilfe beim Recruiting, Hilfe im Fundraising, wenn es darauf ankommt, auch Hilfe in der Kommunikation, eine sehr gute Mitarbeiterin, die wir von Amazon geholt haben, eine Amerikanerin, die den Firmen dann auch hilft, wenn man mal eine schwierige Kommunikation hat oder auch eine positive, wenn man seine Runde annoncet. Auch das, was du machst. Wenn du deine Firmen berätst, how do you tell a great story? Das gehört irgendwo auch dazu. Das können wir sehr gut. Da unterstützen wir. Das heißt, Wir sehen es irgendwie so, wir sind Sparring-Partner, wir drängen uns auch nicht auf, wir sagen auch nicht, wir bauen eure Firma. Das ist ja immer so ein bisschen, wenn du selber das mal gemacht hast, vielleicht auch so die intuitive Reaktion, dass du sagst, ah, lass mich mal, das glaube ich ist total falsch, sondern eben dieses Verhältnis zu wahren auf, okay, wir sind da. wenn ihr uns braucht, und zwar immer, egal ob es 23 Uhr am Sonntag ist oder 6 Uhr morgens am Dienstag und we listen and we care und wir bauen das zusammen und wir versuchen euch einfach mit allem, was wir können ein bisschen besser zu machen, das ist das Produkt

Iskender Dirik: Super, dass du das mit der Härte gesagt hast. Das wird viel zu wenig gesagt. Ich glaube, viele trauen sich auch nicht. Aber es ist eine Diskussion, die ich öfter habe mit Gründern, wo dann irgendwie ein guter VC gleichgesetzt wird mit einem VC, der mich nicht... nervt. Aber Nerven gibt es ein negatives, toxisches Nerven. Es gibt ein Nerven, scheiße, ich werde jetzt hier gechallenged und meine Hypothesen werden in Frage gestellt aus vielleicht gutem Grund. Aber das macht mich am Ende zu einem besseren Unternehmer und hilft mir, bestimmte Fehlentscheidungen nicht zu machen.

Filip Dames: Ja, das Nerven ist das eine. Ich glaube, was gar nicht hilft, ist so eine Grundnervisität. Ich glaube, das sehe ich auch oft an Bord. Es wird immer irgendwas schief gehen und es läuft auch immer anders als geplant. Und ich glaube, du brauchst schon als Investor, denke ich, so eine... Grundgelassenheit, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Also ich glaube, wenn man nicht im Kern totaler Optimist ist, dann ist man wahrscheinlich auch kein so guter Sparring-Partner. Aber trotzdem dann im richtigen Moment zu sagen, okay, guys, so, das funktioniert nicht. Oder ich glaube nicht dran, weil. Das ist, glaube ich, auch wichtig.

Iskender Dirik: Agreed. Was zeichnet dich als Dealmaker aus, als Dealmacher? Wie würdest du dich selbst als Dealmacher bezeichnen oder kennzeichnen?

Filip Dames: Also warum ich auch das mache, was wir machen, nämlich Early Stages, weil mich einfach Menschen interessieren. Und ich glaube, ich bin relativ gut darin zu vermitteln, dass ich mich nicht nur als Dealmaker bezeichne, verstehen, was Menschen motiviert, was sie für Ambitionen haben und ich kann mich sehr, sehr gut begeistern auch für Menschen und das ist was, was ich brauche. Ich brauche diesen Spark, um zu sagen, okay, da will ich investieren. Und das würde ich sagen, ist immer, wenn ich das gemacht habe, im Portfolio in meinem Portfolio, in meinem persönlichen auch immer der Fall gewesen. Natürlich erlischt der auch manchmal. Also ich sage nicht, dass ich sozusagen immer von vorne bis hinten immer total

Iskender Dirik: Dauerverliebt bin.

Filip Dames: für mich ist das eigentlich das Wichtigste. Und am Ende ist das fast auch unabhängig von der Stage. Ich würde sagen, auch wenn du ein Late-Stage-Investment machst, es geht am Ende nur ums Team. Du musst da die meiste Zeit verbringen und verstehen, wer sitzt da dir gegenüber und was wollen die erreichen und ist das was, wovon du überzeugt bist und glaubst du, dass sie es schaffen. Und so mache ich Investments.

Iskender Dirik: Ich bin, also eigentlich vielleicht für viele offensichtlich, aber ich bin da erst so, in den letzten Jahren habe ich das so realisiert, wie wichtig mir Energie ist, also die Energie, die einen Gründer überträgt und ich habe gemerkt, die geilsten sind eigentlich, also die besten, die Gründer, mit denen ich am liebsten zweimal, sind einfach die, wo ich aus einem Meeting rausgehe und ich bin more energized, das klingt jetzt so selbstverständlich.

Filip Dames: Ja, aber das gilt für dich, wenn du denen zuhörst und das gilt ja auch für alle deren Mitarbeiter. Das gilt für alle Leute, von denen die irgendwann mal Geld raisen. Das gilt für deren Kunden. Das gilt für alle dieses, die Leute anstecken mit deiner eigenen Energie. Das ist so, so wichtig und wenn du das nicht fühlst, dann, ja, dann you pass.

Iskender Dirik: Bist du preissensitiv als Investor?

Filip Dames: Ja, also das ist eine super spannende Frage, weil im Moment sind wir natürlich im Markt, wo teilweise auch absurde Preise gezahlt werden.

Iskender Dirik: Ich habe vorhin, bevor wir uns getroffen haben, einen Reel von Harry Stebbings, 20VC, der in meiner Wahrnehmung immer alles andere war als preissensitiv. in seiner öffentlichen Kommunikation, der jetzt sagt, Alter, was ist los in den Märkten? Ich habe jetzt in den letzten zwei Tagen mit drei Companies gesprochen, die raisen mehr als 100 Millionen, erste oder zweite Runde, Bewertung bei 3,5 Milliarden aufwärts, das ist geisteskrank und wir sprechen gerade darüber, was machen wir daraus? Spielen wir mit? überlassen wir es, dann was bleibt da noch übrig?

Filip Dames: Ja, und das von Harry, ne? Ja, genau. 100%, ja. Also wir sehen irgendwie Teams, die irgendwie das Gefühl, jeder Deep-Mind-Manager geht irgendwie raus und raced irgendwie 100 Millionen vom Staat weg und Ich glaube, es ist eine Mischung. Wir sind in einem Markt, wo sich das Spiel im Grunde genommen sehr stark fokussiert auf einige wenige Firmen, die eigentlich alles Geld kriegen. Es ist total schwer, Fund zu raisen im aktuellen Markt und auf der anderen Seite total einfach, wenn du in diesem Pack bist. von den Companies, um die es im Moment gerade geht.

Iskender Dirik: Dann reitest du die Welle.

Filip Dames: Dann reitest du die Welle und dann kannst du eigentlich von Runde zu Runde und dann am Ende ist der Preis fast unwichtig. Sondern die Investoren wollen einfach bei diesen Firmen dabei sein. Das ist auch Bad News für die anderen, weil die haben teilweise super gute Firmen und kriegen aber auch nicht so viel. aber im Moment kein Geld. Das ist brutal. Das ist brutal. Und ich glaube, dass wir so, unser Ansatz da ist, wir versuchen sehr, sehr diszipliniert zu sein, was Bewertung angeht. Wir versuchen, unser Target Ownership zu bekommen, wenn wir investieren, also im Aroundabout so 15%, gerne auch mehr, wir haben auch gerne mal 20, 25% an der Firma, wenn das irgendwie geht. wir haben aber auch oft weniger. Weil wir einfach sagen, okay, wir wollen einfach dabei sein und das ist fein. Und wir glauben, das kann so groß werden, dass wir, wenn ich 3%, das machen wir sehr, sehr selten, aber sagen wir, wenn ich 8% an der Firma habe und die geht irgendwie durch die Decke, dann sind wir auch happy. Und dann habe ich lieber ein kleineres Stück an einem großen Kuchen, als irgendwie keinen. Stück. Und gleichzeitig gibt es die Unternehmen, wo du halt Ausnahmen machen musst. Und die machen auch wir und das sind meistens wirklich außergewöhnliche Teams, wo wir uns dann, dann strecken wir uns und gucken uns an und dann sagen wir so Viel zu teuer, aber da ist was, was wir irgendwie fühlen und da wollen wir unbedingt dabei sein. Und interessanterweise, die Male, die wir das gemacht haben, war es meistens die richtige Entscheidung. Ja? Ja. Also die Runden, die damals viel zu teuer waren, sind heute eigentlich alle viel zu günstig.

Iskender Dirik: Also dann doch den Hype mitmachen.

Filip Dames: Zum Teil. Also ich glaube, du musst auch ganz klar sagen, wo du nicht mitmachst. Und da sind ganz viele App im Moment, wo wir sagen, das passt einfach nicht zusammen. Aber wenn du Greatness oder wenn du Exceptionalism siehst und alles hat... Es gibt einen Grund für jeden Preis und manche Gründer können eben eine andere Bewertung auch einfordern, aufgrund dem, was sie eben gebaut haben, aufgrund von dem, wer sie sind. Und da muss man sich dann halt entscheiden, passt das zu uns, passt das zu uns in die Strategie, will ich da dabei sein? Oder sage ich mir, nee, das ist dann vielleicht irgendwie der Notch drüber, da mache ich irgendwie nicht mal mit.

Iskender Dirik: Ich berate viele Gründer, die in diesem zweiten Pack drin sind. Die sagen, ich kenne die, die wollen alle die VCs, die wollen lovable Wachstumsraten, die wollen von 0 auf 20 Millionen ERA in einem Jahr. Wir bauen einfach eine solide, gute Firma auf, brauchen aber trotzdem Capital. Und die Antwort ist bei denen oft, sagen wir jetzt, Family Offices, Strategen. Was würdest du denen raten? Ihr habt ja bestimmt auch ein paar im Portfolio, auch ein paar Legacy.

Filip Dames: Ja, natürlich, also natürlich, diese in Anführungsstrichen alte Software-Welt, ne, und das ist eine gute Firma, ich glaube, es gibt eigentlich zwei Wege im Moment, entweder den Weg, einfach profitabel zu werden mit der Firma oder so weit wie möglich zu kommen mit dem Geld oder so weit wie möglich Richtung Profitabilität, um einfach dich unabhängig zu machen von externem Geld. Das ist auch eine valide Strategie, das machen auch einige und dann Und ich sage jetzt nicht, just paint the car in a different color, aber die andere Strategie ist zu sagen, wie komme ich eigentlich in dieses andere Pack rein? Und das, muss ich sagen, haben auch viele Firmen echt mega gut geschafft. Also ich bringe so ein Beispiel, Moss, bei uns im Portfolio, schon echt lange im Portfolio, Fund 3, muss ich überlegen, so Roundabout, 220 wahrscheinlich so, investiert, richtig gutes Team, tolles Softwareprodukt, die machen Expense, also haben angefangen mit so Expense-Management. Firmenkreditkarten und dann scannst du die Receipt, das wird automatisch angelegt, in der Software wird dann verbucht, dann die Buchhaltung überspielt. Und die haben eigentlich das Produkt über die Zeit immer weiter verbreitert, sind jetzt eigentlich eine Suite für den CFO, also machen deutlich mehr als nur Expenses und sind jetzt voll in das AI-Thema reingegangen. Und die haben zum Beispiel jetzt auch gerade wieder eine Finanzierung bekommen. Also du kannst auch auf den Markt reagieren, kannst dich anpassen und kannst natürlich dadurch auch wieder irgendwo in diesen, du kannst das Camp auch wechseln. Aber es ist natürlich schwer. Und dein Modell muss es hergeben und das Team muss es auch hergeben.

Iskender Dirik: 100 Prozent. Da kann Storytelling natürlich ganz stark helfen. Also auch da nicht Artificial. Also wenn das, wie du schon sagst, die Substanz nicht da ist, dann ist es Bullshit. Ja,

Filip Dames: und das sieht ja jeder auch.

Iskender Dirik: Das sieht jeder relativ schnell, ja. Also wenn du da dann auf einmal die AI-Story spielst und null-legendig bist oder mal einen Agenten laufen hast. Aber ja, man kann das Lager wechseln. Eine Frage bekomme ich von Gründern konstant: Welchen Anwalt für VC und M&A? Meine Antwort seit über zehn Jahren: Peter Möllmann, PXR. Erfahrungen, High-Stakes-Transaktionen, Steuer-Know-how, echte Tech-DNA. Kaum jemand vereint das so. Was Michael Schrezenmaier über ihn sagt:

Der Peter ist der rundeste im Sinne von, nicht körperlich, sondern der war bei McKinsey, der ist Steuerberater und der ist Anwalt. Der kann alles. Der fliegt über Wasser. Und ich persönlich mag ihn. Es gibt eine Menge andere Superanwälte, aber zumindest aus vielen Angelzeiten und sonst was. Und auch sehr kollegial, mal auch per WhatsApp kurz geholfen, also ist schon sehr gut.

Kann ich bestätigen. Du kennst ihn auch gut, oder?

Ja, der ist einfach sehr gut. Der ist schon rund. Also da kommt immer zurück, das würde ich so machen. Okay, dann weißt du eigentlich, dann musst du das so machen.

Iskender Dirik: Wenn ihr eine Intro zu Peter wollt, meldet euch bei mir. Jetzt kommt nochmal Schreze, der hat ein paar Fragen beigetragen, jetzt kommen die interessanten. Wenn der Filip sich entscheiden müsste zwischen zwei Skills, entweder er hat second to none tiefes technisches Verständnis, AI-Verständnis, voll in die Tiefe rein, oder er ist ein super Fundraiser, in Klammern ist er jetzt. Also was wählt er? Alles andere ist schlecht.

Filip Dames: Ja, also ich wäre sehr klar bei ersteren. Also das ist auch was, was ich, also ich programmiere mittlerweile selber, ich lese extrem viel, ich versuche da wirklich einfach das so in der Tiefe zu verstehen, solche Sachen. Wir machen ja mittlerweile auch sehr viel Deep Tech und das funktioniert ja nicht, wenn du irgendwie das so aus dem Bauch machst. Also du musst ja schon genau verstehen, was passiert in diesen Firmen selbst. wenn du frühphasig investierst und ich glaube, das Fundraising ist bei uns einfach so eine Funktion von Zahlen, also wir sind deswegen gute Fundraiser, weil die Fundperformance gut ist und gut, das glaube ich ist auch für den Job, was ist wichtig für den Job, ist am Ende ja, dass wir eine gute Performance machen und dafür eins finde ich deutlich weniger als zwei.

Iskender Dirik: Das ist spannend. Man könnte sich auch hinschauen und sagen, ey, ich will es gar nicht in der Tiefe verstehen, weil mir geht es darum, dass ich ein Gefühl dafür bekomme, ob die Menschen das hinbekommen, ob das gute Gründer sind. Ja,

Filip Dames: für mich ist es eine Kombination.

Iskender Dirik: Okay,

Filip Dames: du brauchst beides. Ja, also wenn ich das People-Thema, über das wir vorhin sprachen, wenn ich das nicht habe, dann mache ich es nicht. Das ist für mich ein Lockout, aber es muss schon auch in einem Bereich sein, den ich verstehe und wo ich begreife, warum kann hier eine große Firma entstehen.

Iskender Dirik: Was heißt dann zum Beispiel das, wenn man sich... Proxima Fusion anschaut. Vielleicht kannst du es wahrscheinlich besser als ich mal in zwei Sätzen, was die machen. Weil das ist ja schon nicht etwas, dass man mal eben kurz mal Chatty fragt und nach zwei Antworten weiß, wie es läuft.

Filip Dames: Ja, das ist spannend, weil das haben wir auch relativ spät gemacht, also für unsere Verhältnisse. Ich habe tatsächlich damals einfach mich für das Thema begeistert und wahnsinnig viel dazu gelesen ich wollte eigentlich gerne ein fusion investment machen mit dem fonds und habe dann eigentlich mit mit fast allen teams gesprochen und proxima hat mich mit abstand am stärksten überzeugt dass es ja absolut und und aufgrund der art und weise wie sie auch die diesen Fusionsreaktor bauen. Also es gibt unterschiedliche Art und Weise, wie man Fusionen machen kann. Es gibt also Laseransätze, es gibt unterschiedliche Designs in der Magnetic Fusion. Das Traditionelle ist das Tokamak-Design. Und was recht, oder relativ einfach zu bauen ist, aber die Stabilität des Plasmas ist recht recht kurzlebig. Also es ist recht schwer, diese Maschinen lang am Laufen zu halten. Das Problem hast du im Proxima-Ansatz nicht. Die bauen einen sogenannten Stellarator. Aber es ist viel, viel schwieriger zu bauen. Und da war meine These, okay, jetzt mit AI kann ich einfach diese ganzen Construction Simulations, die machen tausende von Simulationen jeden Tag und schauen genau die Curvature der Magneten an, schauen genau, wie exakt dieses Ding zu bauen ist. Und ich habe gesagt, das ist wahrscheinlich der einfache Teil zu lösen, der Construction-Teil als der Stability-Teil. Und deswegen habe ich dann gesehen, okay, ich will so eins machen. Und dann war ich eigentlich schon so bei zwei, drei Firmen. Und dann habe ich das Team getroffen und dann war es für mich irgendwie total klar.

Iskender Dirik: Da musst du dich als Investor aber auch neu und auch als Person ein bisschen neu erfinden. Ja,

Filip Dames: aber das ist das Geile an einem Job. Also sorry, das liebe ich ja, dass du den Luxus hast, neue Sachen zu lernen die ganze Zeit. Und du kannst es dir ausrufen. Du kannst sagen, so, ich mache jetzt ein Agentic ERP Investment und ich deep dive mich zwei Wochen in dieses Thema rein und lerne irgendwie alles, was ich lernen kann. Und das geht ja mittlerweile auch so einfach. Du kannst ja mit Leuten sprechen, oder auch das ganze Thema Space. Ich finde, das ist so faszinierend, diese Industrie, was da entsteht. Wir sind lucky und happy Seed-Investor in der Exploration Company. Aus meiner Sicht eine der wichtigsten Firmen, die in den... zehn Jahren in Europa entstehen wird und es gibt auch andere supergute, ISI ist eine tolle Firma, ISA ist eine tolle Firma, also dieser ganze Bereich, auch gerade in Europa wird so wichtig, aber du kannst ja nicht da investieren, ohne den Markt zu verstehen. Was wird da eigentlich gebraucht? Wer hat eigentlich welche Marktanteile im Moment? Wohin wird sich das entwickeln? Wo gibt es überhaupt Budgets? Ja, dann kannst du natürlich, die Alternative ist, du machst einfach zehn Tickets in irgendwelche Firmen, guckst, aber das ist überhaupt nicht unser Ansatz.

Iskender Dirik: Für diejenigen, die nicht zugucken, ich habe gerade ganz viel Glänzen in Flips Augen gesehen, die Energie habt ihr sicherlich auch gehört. Das ist glaube ich auch insofern spannend als... Deep Tech ist jetzt das neue Ding. Das ist das neue Ding und jetzt machen alle Deep Tech. Und gerade wenn man vielleicht auch so eine Consumer-Vergangenheit hat, wie ihr, wenn man von außen drauf schaut, denkt man ja schon relativ schnell, das ist super, super for show. So, jetzt machen die das halt mit. Ja,

Filip Dames: gucken wir unser Deep Tech-Profil an. Wie geil ist unser Deep Tech-Profil? Wir haben so... unfassbar gute Deep-Tech-Investments, also von Exploration über Robotee, über Proxima Fusion, über Quant, Photonics, Chip Company. Wir machen das mit sehr, sehr viel Conviction. Und unser Modell ist ja auch nicht 100 Investors. Du hast ja einen Philipp, den ich unheimlich schätze, Philipp Möhring, gerade im Podcast gehabt. Der hat eine ganz andere Strategie. Der macht ja einfach ganz, ganz viele kleine Investments. Und wir machen zwölf pro Jahr, vielleicht machen wir auch mal 15. Aber das bedeutet, jeder von uns Partnern macht drei, vier Investments pro Jahr. Und das bedeutet auch, dass wir uns damit dann sehr, sehr tief auch beschäftigen können. Das bedeutet auch, dass wir dann eben auch in der Arbeit mit den Portfoliofirmen auch entsprechend uns involvieren können.

Iskender Dirik: Das erfordert ein sich Neuerfinden im Sinne von, ich darf mir jetzt neues Wissen aneignen. Was ändert sich am... einer Investmentstrategie. Also wenn wir über Deep Tech sprechen, heißt das ja sehr viel Forschung und Entwicklung, sehr viel Geld vorab mit wenig Traction. So muss man da umdenken, schaut man da dann auch tatsächlich anders drauf auf die KPIs und auf das Thema Traction.

Filip Dames: Ja, natürlich. Und ich glaube, man darf auch immer nicht den Kontext vergessen. Wenn man sagt, okay, ihr kommt irgendwie aus Consumer, aus E-Commerce. Was war denn Technologie 2008 oder 2010? Das war E-Commerce und Marketplaces. Das war Delivery Hero, das war Zalando, das war HelloFresh, das war Home24 und Co. in Berlin. That's it. Und das hat sich entwickelt. Die Teams nehmen höhere Risiken, arbeiten an größeren Themen, an wichtigeren Themen. Du kriegst die Themen jetzt auch finanziert, das war ja auch nicht so. Du konntest ja am Ende in den Proxima-Fusion vor fünf Jahren, forget it, du hattest nie so eine Serious Aggress, jetzt 450 Millionen für die Exploration. Company. Absolut undenkbar vor zehn Jahren in Europa. Es wäre nie im Leben passiert. Das heißt, du hast jetzt so ein bisschen diese, den Perfect Storm auf Europa hat jetzt mal Sense of Urgency. Wir müssen diese großen Themen angehen. Wir können nicht weiter irgendwie Mobile Apps bauen und denken, das ist Technologie. Du musst für diese Firmen sehr, sehr viel Kapital bereit haben. Auch das haben wir vielleicht noch nicht in allen Phasen. Vielleicht Late Stage gibt es noch einen Ergab, aber wir haben es grundsätzlich gelöst. Und du hast die Gründer dazu, die das können, weil sie eben die Ausbildung haben, die Expertise haben und weil es auch genügend Role Models gibt. gibt mittlerweile, dass die Leute sagen, okay, now I swing big. Oder guck dir den Torsten an von Helsing. Ich meine, was ist das für eine Firma? Der hat ja auch am Ende nie in seinem Leben vorher Defense gemacht. Du kannst ja auch sagen, wenn du aus dem Gaming-Bereich kommst, wie kannst du denn eine Defense-Firma gründen? Und der hat wahrscheinlich eine der wichtigsten Firmen in Europa der letzten Jahre gegründet. Und glaub mir, der hat inhaltliche Tiefe. Der ist jetzt nicht ein Gaming-Dude, der in einer Defense-Bürger rumhängt, sondern der weiß hundertprozentig, was in seiner Firma passiert. In jedes Detail.

Iskender Dirik: Wohin geht denn die Reise in Europa? Ich glaube, wir haben eine Chance.

Filip Dames: Wir haben, glaube ich, eine riesige Chance. Aber wir müssen auch aufpassen, dass wir es nicht verkacken.

Iskender Dirik: Was muss geschehen, damit wir es nicht verkacken?

Filip Dames: Wir müssen weiter auf genau diese Themen setzen, die für Europa zentral sein werden in den nächsten 10, 20 Jahren. Das ist AI, das ist Energie, das ist Defense, das ist Space. Das sind die ganzen Infrastrukturthemen, die natürlich auch wieder mit Energie zusammen haben, wenn du das ganze Thema Data Centers und so angeht. Und wenn diese Firmen in Europa nicht passieren, dann werden wir einfach an die Amerikaner und an die Chinesen Miete zahlen, um deren Firmen zu nutzen. Und da sitzen wir in jedem Fall am kürzeren Ende. Das heißt, wir müssen in der nächsten Phase in der europäischen Technologie... Welt auf diese Art von Firmen setzen und schauen, dass wir die groß kriegen und wir brauchen viele davon.

Iskender Dirik: Heißt das auch, wir brauchen unsere eigenen LLMs oder siehst du eine Zukunft, die gesund funktionieren kann, trotz Abhängigkeit von Anthropic?

Filip Dames: Also man muss glaube ich sagen, dass wir da sehr weit hinten sind. Natürlich haben wir irgendwie ein Misstrauen. Es gibt ja auch andere Modelle aus Europa. Wir nehmen Black Forest Labs, ein solches Unternehmen. Eleven Labs, auch Mati, europäischer Gründer. Das heißt, Europa hat schon führende Modelle, aber bei den großen Modellen ist Amerika und auch China sehr, sehr weit weg. und der Gap wird schwierig sein zu schließen. Ich glaube aber, dass es neue Ansätze auch gibt, auch gerade kleinere Modelle, fokussiertere Modelle. Das siehst du ja auch zum Beispiel mit einer Firma wie Legora, auch eine Portfoliofirma von uns, die ja auch dann spezialisierte Modelle für den Bereich Legal bauen. Das heißt, es wird auch nicht alles Business irgendwie an... Anthropic und dann OpenAI gehen. Aber natürlich in dem Bereich, wenn ich sagen würde, Enterprise AI, haben wir keine Abhängigkeit von den USA, dann stimmt das einfach nicht. Die ist einfach da und die wird auch auf die nächsten Jahre bestehen bleiben.

Iskender Dirik: Ihr seht, glaube ich, hast du erwähnt, in London, in eurem Londoner Büro hat viel Traction. Ähm, was ist mit Berlin? Standalone betrachtet als auch im Vergleich zu London.

Filip Dames: Also du wirst, was du hier nicht finden wirst, Iskender ist jemand, der jetzt in dieses allgemeine Berlin-Bashing mit einsteigt, weil ich liebe Berlin, ich bin da gerne zu Hause. Wir haben das wahrscheinlich kulturell beste Angebot der Welt in dieser Stadt. Ich mag auch die Quirkiness, ich mag auch, wenn es manchmal dreckig ist. Ich bin bekennender Berlin-Fan, aber es ist einfach auch mehr Konkurrenz, das muss man auch sagen. München hat einen extrem guten Job gemacht. Wir sind viel in München, wir haben viel Portfolio in München. Abtracto, Exploration, Proxima, ganz, ganz viel auch Aktivität von unserem Team, wenn wir auf Deutschland schauen, sehr, sehr viel. Und man muss sagen, London is killing it. London ist Nummer zwei im Moment der Welt in AI, die durch natürlich auch Firmen wie DeepMind, die da unheimlich viel Talent reingebracht haben und die jetzt rausgehen und ihre eigenen Sachen machen. Und bei denen muss schon weiter Gas geben. Und dann hilft natürlich so eine Wahl jetzt wie am Sonntag auch nicht.

Iskender Dirik: Wozu wird die dann führen?

Filip Dames: Oh, jetzt sind wir irgendwie bei Politik. Wollten wir das nicht auslassen.

Iskender Dirik: Das wollte ich eigentlich immer auslassen.

Filip Dames: Das ist jetzt, sorry, das ist jetzt zu. Wir machen nicht lange Politik, versprochen. Aber man muss halt eben gucken, was bedeutet sowas für die Attraktivität eines Standorts und inwieweit Vertrauen Investoren, aber auch Gründer, wenn ich als Gründer mir die Frage stelle, wo fange ich jetzt neu an und wo bin ich auch willkommen? In welcher Stadt? Und das ist natürlich eine Frage, die Berlin in den nächsten fünf Jahren beantworten muss, positiv. Und im Moment sieht es leider nicht so aus.

Iskender Dirik: Ich hatte diese Woche ein Gespräch mit einem befreundeten VC, ein sehr erfolgreicher VC, der ein Berliner Büro hat. Der hat gesagt, ich überlege es dich zu machen. Das war jetzt kein... Das war jetzt keine spontane Reaktion. Da war Tiefe dahinter. Anderer Unternehmer, erfolgreich, sehr bekannter Fond drin, Scale Up, sagt, ich überlege hier umzuziehen tatsächlich. Ich fühle mich hier nicht mehr willkommen. Und ich glaube auch nicht, dass es für das Business gut ist. Der hat in dem Fall auch noch dazu gesagt, dass er überhaupt nicht zufrieden ist mit dem Talent.

Filip Dames: Ja, das teile ich. Ich glaube, es kommt sehr auf die Firma an. Ich finde, man kriegt immer noch sehr viel Leute nach Berlin, weil die Stadt hat schon noch eine starke Anziehungskraft. Natürlich gibt es in Berlin kein Deep Mind, das muss man ganz klar sagen. Und das hat London, Berlin ganz klar voraus. Aber ich glaube, ich finde die Talentsituation, wenn ich durch unsere Firmen schaue, die ist gut, also der Zugang zu gutem Talent auch auf globaler Ebene ist da, ganz klar, ja, aber am Ende ist halt eben so ein bisschen die Frage, wenn mir in München der rote Teppich ausgerollt wird und in Berlin sitzt eine die sagt wir wollen hier keine startup millionäre dann macht das natürlich vielleicht auch dann im kopf was mit einem ohne dass jetzt vielleicht unmittelbar wirklich eine ausführung habe ich glaube nicht dass das am ende so viel ändern wird in berlin ja weil wir haben schon immer irgendwie eine relativ links regierte stadt trotz cdu und ich sage mal die startups in berlin waren erfolgreich nicht nicht wegen der politik sondern trotz der politik Aber ich glaube, die erste Reaktion ist so und da nehme ich mich auch nicht aus, da denkt man schon mal drüber nach, so ist das ja eigentlich noch so der richtige Ort. Meine Antwort ist im Moment ja und ich bin auch eher ein Typ, der sagt, I'd rather fix it than leave und so ist der Stand.

Iskender Dirik: Jetzt nehmen wir mal an. Jetzt darf die Frage mal von jemand anderem kommen. Simon Schmincke, GP bei Creandum, fragt, wie sieht Venture in Europa in drei Jahren aus? Wer lebt noch, wer ist weg und wer macht dann die Deals? Und als Folgefrage kommt auch, haben europäische Tier-2-Fonds heute überhaupt noch eine Daseinsberechtigung?

Filip Dames: Ja, das ist, glaube ich, eine super wichtige Frage und die klare Antwort ist, es wird sich konsolidieren, auch müssen. Wir haben so viele Fonds und ich komme wieder sozusagen zurück auf meine Produktanalogie. Wenn du kein gutes Produkt hast, verschwindest du vom Markt und der Anspruch an Produkte aus Gründersicht ist viel, viel höher als noch für ein paar Jahre. Also du konntest mit relativ viel irgendwo so durchkommen und hast trotzdem irgendwie vernünftige Deals gemacht. Und der Markt ist so kompetitiv. Es gibt so gute Investoren. im Markt und die besten Gründer können sich aussuchen, von wem sie raisen. Du hast ja auch viele deiner Firmen, die du berätst, die dann für eine Series A und eine Series B 15 Termsheets auf dem Tisch haben und die sagen, ja, wer hat denn hier das beste Produkt? Und ich glaube, darüber machen sich viele Fonds viel zu wenig Gedanken. Also was ist sozusagen what's my right to play in diesem Markt? Und das glaube ich, es gibt ja diesen Trend zu immer größeren Fonds, also die Amerikaner werden ja auch immer größer, diese Plattformen und dann gibt es auf der anderen Seite des Spektrums ganz viele neue Solo-Fonds, wo es auch super Fonds gibt, Philipp hat so da auch eine Gloria mit Puzzle, ganz, ganz auch international gibt es tolle, tolle Fonds, die einen sehr, sehr guten Job machen in diesem Pre-Seed-Bereich. Und ich glaube, was dazwischen ist, zwischen Mega-Plattformen und Solo-GP, die im Grunde mal für eigene Rechnungen kleine Checks schreiben, da, glaube ich, brauchst du eine brutale Differenzierung. Und wenn du die nicht hast, dann...

Iskender Dirik: Das heißt, eine Spezialisierung auf ein Thema, wo du der Monster-Experte bist.

Filip Dames: Genau, was ist dein Produkt? Warum soll ich von dir Geld nehmen, wenn ich 14 andere Optionen auf dem Tisch liegen habe?

Iskender Dirik: Am Ende die gleiche Positionierungsfrage, die jedes Unternehmen hat. Ja,

Filip Dames: das ist nicht anders. Okay,

Iskender Dirik: das heißt, da wird sehr viel verschwinden, die Mitte, die nicht klar profilierte Mitte vor allen Dingen. Okay, Thema Fundraising, du hast es eben auch schon angesprochen, die Besten haben 10, 15 Termsheets heute, ihr helft da viel, ich weiß, du bist da auch sehr aktiv und kannst das ganz gut und hast glaube ich auch ein bisschen Fable für, wie verhandelt man gut. Ich lieb's, ja. Ja, okay, was sind also die zwei, drei Tipps, die du deinen Gründern am meisten mitgibst, gerne so ein bisschen mal abseits der Klassiker.

Filip Dames: Ja, gut, also ich finde, mir macht das total Spaß.

Iskender Dirik: Erinnerst du dich noch an den Workshop, den ich damals bei Microsoft veranstaltet hatte? Da hatten wir einen Workshop, das ist jetzt zehn Jahre her. Da kam ein Verhandlungsexperte, der im Nahostkonflikt damals verhandelt hat. Da haben wir einen Verhandlungsworkshop ganztags gemacht bei Microsoft. Da warst du dabei und da warst du auch schon sehr engagiert dabei. Also das Thema hatte ich schon damals gecatcht.

Filip Dames: Ja, ich finde, das ist ein sehr guter Job. ist spannend, weil ich einfach, wie gesagt, es ist ja auch, kommt zurück zu dem Thema, Menschen interessieren mich und ich glaube, diese Interaktion in der Verhandlung ist ja auch genau das. Du musst ja irgendwo auch verstehen, wer sitzt dir gegenüber. Klar gibt es dann die Fachbild, was ist dein Partner und wo ist dein Interest und so haben wir ja alles mal irgendwie gelernt in unseren Verhandlungswirtschafts Workshops, aber Und darum geht es ja eigentlich nicht. Es geht darum, eine Position zu verstehen, deines Gegenübers, Unternehmen zu schauen, wie komme ich auf ein Ergebnis, was nicht nur für mich am besten ist, sondern nach Möglichkeit für beide sich richtig gut anfällt, weil dann machst du auch den nächsten Deal zusammen. Und ich sage, also... Ich glaube, eine Sache, die du ja auch total unterschreibst, das weiß ich, ist das ganze Thema Storytelling. Und da sind, finde ich, immer noch europäischer Gründe viel, viel schlechter als die Amerikaner. Teilweise wirklich super Unternehmen, super Produkte, die kriegen es einfach nicht verkauft. Also ich setze mich da wirklich auch mit den Teams hin und sage, nee, nee, das funktioniert nicht, das ist langweilig. Mach nochmal. Und ich glaube, das ist das Erste. You need to get the story right. Und dann, wenn du die hast und du hast ein gutes Produkt, also ich rede nicht davon, dass man Paint am Auto ist, nicht das, was ich meine, sondern okay, du hast eine gute Firma und du kannst sie gut erzählen, du kannst die Geschichte gut erzählen, dann it's a numbers game. Und dann musst du eben gucken, wer sind die Leute, von denen ich raisen will, sehr spezifisch die ansprechen, auch nicht nur, ich will den Fund, sondern ich will den Partner und die Partnerin in dem Fund konkret gucken, wie habe ich die beste Route in, wer kann mir ein Intro machen, wie komme ich warm rein versus kalt, was kann ich nicht machen, um aus diesen Hunderten von Pitches irgendwie rauszustechen, die jeden Tag bei jedem VC in der Inbox landen. How do I get noticed? Und dann von da ist es, wie kreiere ich dann auch irgendwie das Gefühl von Scarcity? Wie halte ich Momentum? Ich glaube, viele unterschätzen total Momentum, weil wir am Ende so viele Sachen... Jeder Deal, jede Runde braucht Momentum, damit die Leute das machen wollen.

Iskender Dirik: Auch eine Form von Energie.

Filip Dames: Ist auch eine Form von Energie und eben auch von einem erzeugten Handlungsdruck, der die Leute dann auch irgendwie auf die Ziellinie, über die Ziellinie treibt. Wie viele Gründer erzählen mir, ja, wir hatten ein super Gespräch mit dem Fund, they might preempt our next round. Ich so, dude. You have not been preempted until you have been preempted. Also in dem Moment, wo die einen Termsheet schicken, dann kannst du referieren. Ansonsten, es gibt so viele Fonds, die einfach... nur Coffee-Chats machen, um ein bisschen Infos zu kriegen. Vielleicht sind sie sogar beim Competitor investiert und wollen einfach mal hören, wie es läuft. Und ich glaube, da müssen die, das ist einfach Training, Training, Training. Ich glaube, das ist wirklich was, was man auch lernen kann. Das machst du ja auch mit deinen Teams. Das ist gerade in,

Iskender Dirik: sorry, gerade in Deutschland teilweise der Wahnsinn, wenn ich, gerade im Deep-Tech-Bereich, ich habe da so einige Deep-Tech-Gründer, die ich gerade berate. die sind sehr unaufgeregt, die haben Energie-Thema, also die haben vielleicht... Inhaltlich,

Filip Dames: ne?

Iskender Dirik: Genau. Also die Energie, erstmal, das ist das Erste, die übertragen keine Energie, sozusagen. Also sie sind sehr fachlich, sehr ruhig, ruhig ist an sich kein Problem, aber es ist so sehr monoton in der Kommunikation, aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist... die droppen da mal so einen Nebensatz, so Dinge, wo ich sage, stopp, halt, warte mal, was? Ihr seid die Schnellsten, ihr seid die Einzigen, die das machen, das ist irgendwie patentiert or whatever, ich sage, Moment, dann hauen die das in so einen Nebensatz raus, was der US-Armee ganz vorne aufs Leitdeck tun würde und dann kommen so Dinger 10, so eine Dinger, ich sage, du verschwendest Assets, die du hast, das ist genau das, was du sagst, da ist Substanz da, das ist geile Technologie. aber es checkt keiner, wie geil das ist.

Filip Dames: Ja, und dann, das ist ja auch so dieses typische, sag ich mal, wissenschaftliche Verhalten, ich will mich bloß nicht über Wert verkaufen, ich will bloß nicht irgendwie aufschneiden und natürlich wollen wir nicht die Schaumschläger da vorne stehen haben, die irgendein Zeug erzählen, das gar nicht stimmt, aber es gibt eben eine Balance zwischen die Geschichte groß erzählen Und zu denken, ja ja, wir sind ja eigentlich gar nicht so gut. Wir machen zwar hier so ein bisschen Technologie, aber eigentlich haben wir auch noch ganz schön viel Themen zu lösen, bevor das hier irgendwie richtig groß wird. Was ja immer so ist, also sozusagen kein Startup ist ja fertig, wenn sie eine A-Raisen oder eine B-Runde und das manchmal dann so rauszukitzeln aus dem, dass es funktioniert. habe ich zum Beispiel auch ganz intensiv gemacht mit Francesco von Proxima. Dieses ganze Team ist am Ende ein sehr research oriented Team und auch da war wenig Fundraising-Erfahrung da. Und jetzt guckt ihr den an, was der da auf der Bühne steht und wie der über dieses Thema erzählt. Das finde ich auch dann an dem Job dann das, was auch so viel Spaß macht. Genauso auch die Flixbus-Jungs. Als sie damals, das ist schon ewig her, ich packe die alten Kameraden aus, aber so als sie da vom BCG dieses Flixbus-Ding da gepitcht Da hieß es auch noch anders und dann gesagt haben, hier haben wir 100 PowerPoint Slides und dieser Busmarkt wird sich irgendwie liberalisieren und wir wollen hier irgendwie ein Startup machen und das war also trocken, da kannst du dir den Pitch gar nicht vorstellen und jetzt siehst du irgendwie die Jungs auf der Bühne und die pitchen das. es dann auch total schön zu sehen, wie sich das auch entwickeln kann und wie Teams das auch lernen können. Ich finde das magisch.

Iskender Dirik: Ich liebe das, wenn du eine geile Substanz hast und dann den, ich nenne es mal den Marketing-Storytelling-Brand-Layer drauf tust. Die Kombination, mega. Und dann sind wir bei einem anderen Thema, das ich interessant finde. Ich finde, ihr seid eine sehr ästhetische, eine sehr ästhetische Erfahrung. Und der Fisch stinkt Es geht bei dir schon mal los. Du bist ja jemand, der Ästhetik auch verkörpert, finde ich. Aber auch wenn man sich eure Website anschaut, alles anschaut, schon immer wart ihr für mich ein sehr ästhetischer Fond und ich weiß, da müsste man mal Research drauf machen, aber meine Hypothese wäre, wenn man bei euch mal ins Portfolio reinschaut, was die Logos, die Brands angeht, wäre meine Hypothese, dass das schon überdurchschnittlich gut ist im Vergleich zu anderen.

Filip Dames: Vielleicht liegt es auch daran, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben, kann ja auch sein. Ich weiß es gar nicht. Ich glaube, wir sind schon auch in der Partnerschaft sehr unterschiedlich. Ich habe auch mal so einen Hogan-Test gemacht, den haben wir insgesamt im Team gemacht. Da gibt es ja auch einen Aesthetics-Score. Da sage ich jetzt nicht, wie hoch der bei mir war.

Iskender Dirik: Doch, sag mal. Der war hoch.

Filip Dames: Der war fast 100. Also von 100 fast 100. Ich glaube, der war irgendwie 97, also völlig eigentlich. hat natürlich auch dann nachteile und die musst du auch wissen ja ja und und sozusagen ich ein like things das ich finde eine firma muss nicht gut aussehen um in sie zu investieren also es muss irgendwo es muss was da sein von der substanz gesagt da okay da ist was da ja aber das ist für mich nicht unbedingt was mit ästhetik ich bin einfach jemand der gerne in einem Büro sitzt, in dem ich irgendwo eine angenehme Atmosphäre habe und ich bin auch jemand, der, ich interessiere mich sehr viel für Kultur. für Kunst, für Musik, das kommt auch so ein bisschen aus meiner Vergangenheit. Das sind alles Sachen, die ich sehr wertschätze, mit denen ich auch aufgewachsen bin und die heute immer noch auch wichtig sind in meinem Leben. Aber ich wüsste jetzt nicht, also wenn ich jetzt mal das ein oder andere Logo von uns, da würde ich sagen, da würde ich aber eigentlich gerne nochmal ran. Vom Design.

Iskender Dirik: Jetzt hast du vorhin ja auch so ein bisschen über Decks gesprochen, dass die teilweise immer austauschbarer werden. Und AI ist da ja ein kleiner Multiplikator geworden. Schrecklich. Oder?

Filip Dames: Ich finde es furchtbar. Aber das sind nicht nur Decks. Schau mal heute auf LinkedIn, alles klingt irgendwie gleich. Jede E-Mail, die du bekommst, ist irgendwie gepolished. Und dann hast du immer diese typischen AI-Formulierungen. It is not that, it is this. Ja, natürlich. Und es gibt ja diesen guten Spruch, if I had more time, I would have written you a shorter letter. Und ich finde, das ist alles, was Kommunikation heute angeht. Hoffe ich, dass diese aktuelle AI-Phase dir im... Grunde genommen Content maximal multipliziert, dass es eine Gegenbewegung geben wird, die sich wieder dann voll aufs Wesentliche reduziert, diesen ganzen Fluff wieder rauskattet und auf Präzision geht. Das ist eigentlich das, was ich mir wünsche.

Iskender Dirik: Das ist ja nicht dramatisch. Meine Hypothese ist, da draußen werden jeden Tag Millionen Dokumente erstellt, die die Autorität nicht mehr selbst nicht lesen. Keiner liest,

Filip Dames: keiner liest. Und ich habe das auch zu meinem Team gesagt, wir schreiben natürlich auch Investment-Memos und die wurden immer länger. Und wir haben früher so acht Seiten oder so, gab auch mal länger, aber so, wenn du das nicht rüberbringen kannst auf... fünf, sechs, sieben Seiten, warum du ein Investment machen willst, dann wahrscheinlich willst du es doch nicht machen. Und dann wurden diese Mimos dann irgendwie 40 Seiten lang, 50 Seiten lang gesagt, okay, natürlich nutzt ihr AI für eure Diligence, wäre ja dumm, das nicht zu machen. Das sind ja so viele Möglichkeiten und dieser Intelligence-Lehrer, der commoditized. Das sehen wir überall. Aber was commoditized denn nicht? in dieser AI-Welt. Es ist Judgment, es ist Foresight, es ist Empathy. Es sind eben Dinge, die auch Meinung bedeuten und eine gewisse Einzigartigkeit, weil AI macht ja nichts anderes als bestehende Sprache wiedergeben, die es schon gibt. Und meistens kommt halt Einheitsbrei raus und ich finde, das siehst du im Moment in so vielen Decks, du siehst es in so vielen E-Mails, du siehst es in so vielen LinkedIn-Posts, dass ich manchmal denke, ach komm, warte, einfach irgendwie eine Scrappy-E-Mail mit fünf Rechtschreibfiltern, fünfmal lieber, wenn ich weiß, die kamen von euch, dann lese ich die im Zweifel eher als jetzt, Dear Mr. Dames, I have seen your past at Cherry. Come on, you didn't write that.

Iskender Dirik: Das ist ja das Übliche. Also früher, wenn sowas kam früher, war das Zeichen dafür, dass jemand sich Mühe gegeben hat. Da hat jemand recherchiert, geschaut und jetzt ist halt... Wie gesagt,

Filip Dames: meine These ist ja, dass das komplett kippt, dass wir in so eine... Radical Precision Error dann auch wieder reinkommen, weil das ist auch das, wo die Leute dann nachdenken müssen, bevor sie einen Satz sagen oder einen Satz schreiben.

Iskender Dirik: Stimmt, es fehlt jetzt, genau, du hast recht, das sehe ich gerade, es fehlt so bei LLMs können ja Sprache eigentlich schon ganz gut, aber was wir noch nicht kennen ist, das so zu verdichten, dass das Maximum rausgeholt ist an minimaler Text, maximal viel, was hängen bleibt. Ich hab den Kampf täglich mit Claude, wenn er zurückreportet, was er gemacht hat. Wo dann so ein langer Bericht kommt und ich sag, ey, ich will nur wissen, hat's geklappt oder nicht? Wo brauchst du eine Antwort? That's all I want to know. Und nicht erstmal zwei Seiten lesen, was du alles getan hast. So ein Mitarbeiter, der dann immer kommt und erstmal die zwei Seiten vorliest.

Filip Dames: in Geofixes von früher. Ich habe letzte Woche Folgendes gemacht. Ja, ist ja super, dass du gearbeitet hast. Aber was waren denn die Resultate? Dass du im Büro warst, habe ich ja gesehen. Das wirst du mir jetzt nicht nachher erzählen. Ja, genau.

Iskender Dirik: So, du hast zwei Objekte mitgebracht. Deswegen, da brauchen wir ein bisschen Zeit für. Bevor wir da hinkommen, habe ich doch noch eine Sache, die mir aber schon wichtig ist, da noch einmal kurz reinzugehen mit dir, weil es gibt glaube ich wenige Early-Stage-Investoren in Deutschland, die so gut vertratet sind in den USA. Ich würde gerne wissen, was du deinen Start-Ups so rätst, weil die sind ja oft auch, wenn ihr investiert, kommen die ja dann auch oft kurz danach oder sind schon dabei in dieses Thema US-Expansion. Was sind so deine Do's und Don'ts?

Filip Dames: Ja, also es ist einfach so, dass du im Moment wieder, und das war nicht immer so, das war ein paar Jahre auch wirklich mal ganz, ganz anders, extreme Konzentration hast auf die USA und im Speziellen auf San Francisco. Also San Francisco war ja so irgendwie natürlich immer schon historisch die Tech-Hub, aber eine Zeit lang hat es nicht so einen Unterschied gemacht, warst du in San Francisco oder nicht. Und jetzt macht es wieder einen Unterschied. Und ich glaube fester daran, dass unsere Gründer in San Francisco Zeit verbringen müssen, gerade wenn sie in der AI sind. Ob sie den Go-To-Market dann da haben, ist abhängig vom Geschäftsmodell, aber im Zweifel eher ja. Aber ich glaube, ganz wichtig ist da, nah dran zu sein. Und das sage ich auch unserem Team. Also wir sind selber sehr, sehr regelmäßig drüben, jeder von uns. Und ich glaube, das ist was, was du im aktuellen Markt unbedingt machen musst. Das überwiegt,

Iskender Dirik: sagst du, den Zeitzonenvorteil der East Coast.

Filip Dames: Ja, das ist ja so, das ist ja leider so. Alle Europäer sagen immer, New York ist ja auch irgendwie die coolere Stadt und das ist ja auch irgendwie europäischer irgendwie und sechs Stunden Zeitverschiebung versus neun macht einen riesen Unterschied im Day-to-Day. Aber it's the easy choice. It's the comfortable choice. It's not the right choice. San Francisco und da gibt es Ausnahmen. In New York gibt es dann, wenn du Fintech machst oder wenn du irgendwie Retail machst oder so, dann kannst du in New York sein. Aber wenn du AI machst, dann, oder deine Kunden jetzt wie in Legora, die ganzen Anwaltskanzleien, die dann in New York sind. Aber in der Regel ist die Antwort San Francisco und nicht New York.

Iskender Dirik: Okay, also geh nach San Francisco, wenn du es ernst meinst.

Filip Dames: Ich finde nach wie vor auch, dass YC einen guten Job macht. Natürlich ist das irgendwo auch so ein Stück weit eine Massenveranstaltung geworden. Sie haben es jetzt wieder ein bisschen reduziert, aber das Netzwerk, was man sich da reinholt, ist super. Das machen auch nach wie vor einige unserer Firmen. Und Go-to-Market einfach testen. Nicht auf einer Arschbacke, das ist auch ganz klar. Meistens muss ein Teil des Gründerteams auch rüber. Ja, also dieses aus Deutschland und ich hole mir dann einen Countrymanager, habe ich noch nie gesehen. Funktioniert übrigens in die andere Richtung auch nicht so gut. Also die Amerikaner, die dann irgendwie den Europäer im Team rüberschicken oder den Amerikaner, der irgendwie in London eine Freundin hat, funktioniert meistens auch nicht, aber es ist am Ende Founderjob. Und die Frage ist so ein bisschen, wann man es macht, auch abhängig vom Geschäftsmodell, abhängig von dem, was du auch in deinem Heimatmarkt machst. machen kannst, aber man muss ganz klar sagen, Sales Targets sind kürzer, ACVs sind höher, Willingness to pay is higher. Insofern für die meisten dieser Firmen kommt die USA irgendwann ins Spiel und sie kommen nicht hoch.

Iskender Dirik: Wir sprechen jetzt sehr generell, aber ist der Wettbewerb nicht gleichzeitig viel zu groß? Also wo hast du eine Darstellung? Ja,

Filip Dames: du meinst jetzt als Gründer. Weil als Fonds wäre ja auch nochmal eine interessante Frage. Naja, es kommt wieder aufs Produkt an. Und ich meine, wenn ihr euch den Legora anguckt, gibt es einen direkten Competitor in den USA, Harvey. Die gehen immer so der eine Race in der Runde. All die,

Iskender Dirik: die jetzt... in so einer Bubble sind. Ja,

Filip Dames: also die machen beide AI für Legal Teams, verkaufen also an Anwaltskanzleien oder auch an große Inhouse-Legal Teams und bauen im Grunde auch modelle die für diese ganze liga welt eine sehr hohe aussagekraft haben und jetzt hat da ist jetzt keiner unbedingt das ist nicht unbedingt dass die amerikaner besser sind die europäer also was er unser vorteil wenn wir darüber gehen gegenüber den amerikanern Naja, ich glaube, es gibt, und du kannst dir ja mal anschauen, wie viele, also angefangen von Dario von Anthropic, wie viele Europäer in USA erfolgreiche Firmen gebaut haben und die da sind. Und diese Communities zu nutzen, ist auch extrem hilfreich, ist auch das, was wir auch viel raten, dass wir sagen, vernetzt euch mit den Europäern, die da sind, die wissen, wie dieser Markt funktioniert. Wir machen relativ viele Events in San Francisco, wir haben jemanden in Stanford an der Uni und wir haben auch einen Venture-Partner, der AI-Researcher ist. Diese Communities zu nutzen, das ist ja in den USA auch nochmal durchlässiger als in Europa. Man kommt ja viel schneller ins Gespräch, man hat schnell auch... mal ein Deal zusammen oder hey, ich gebe dir mal einen Benefit of the doubt, okay, wir probieren hier mal das Produkt aus, wir machen hier mal einen POC oder sowas und man muss sich da so ein bisschen von diesen europäischen Gedanken, it needs to be perfect lösen, was ja viele europäische Kunden auch so ein bisschen haben. ist noch nicht gut genug, ich traue mir das noch nicht. Die verkaufen einfach und im Zweifel bauen das Produkt nachher und ein bisschen die Mentalität, ein bisschen das Cool-Aid da mittrinken und dann glaube ich, sind europäische Gründer nicht einen Cent schlechter als Amerikaner.

Iskender Dirik: Gehen tendenziell die meisten zu spät rüber oder zu früh?

Filip Dames: Ich glaube, zu spät wäre meine Antwort.

Iskender Dirik: Was ist so ein, ich weiß, es kommt sehr aufs Modell an, aber jetzt mal so ein AI-Starter, was würdest du sagen, wo würdest du anfangen, ernsthaft drüber nachzudenken?

Filip Dames: Ne, ich habe ein Produkt und ich fange es an zu verkaufen und dann habe ich ja im Grunde genommen eine Entscheidung zu treffen, wo ist eigentlich mein ROI höher, ob du jetzt dafür Marketing bezahlst oder Sales-Leute hast oder ob... Founder-Sales machst, ist ja am Ende egal. Wo verbringst du deine Zeit oder wo gibst du dein Geld aus? Und dann musst du einfach testen. Wo funktioniert das eigentlich? Wo siehst du eigentlich die bessere Traction? Wo gibt es mehr deines ICPs, also deines Ideal Customer Profiles? Und das ist dann manchmal USA und manchmal Europa. Ja, das heißt, ich bin aber auch gar nicht so dogmatisch. Du musst jetzt dann unbedingt sofort in die USA, wenn du deine Seed-Runde geracet hast. Das kann ja sein, dass du einen riesen Markt vor dir hast, gerade wenn du so Robotics machst, Industrials an große, sag ich mal, traditionelle Firmen. Da hat ja Europa auch einen riesen Vorteil, weil es viel, viel mehr dieser Kunden gibt. Natürlich sind die hervorragend. umzuschießen. Aber es kann ja auch die Strategie sein, die ersten zwei Jahre machen wir erstmal nur Europa. Und wir werden hier Market Leader und vielleicht haben wir dann ein paar internationale Kunden, mit denen gehen wir dann rüber, mit denen internationalisieren wir dann zusammen. Also aus meiner Sicht gibt es da ja nicht ein one fits all.

Iskender Dirik: Okay Filip, ich würde mal mit grün anfangen.

Filip Dames: Ja, ich habe ja gesagt, es ist ein Vertrag.

Iskender Dirik: Ein Vertrag von BZ. Darf ich da reingucken? Ja,

Filip Dames: kannst reingehen. Vielleicht lese ich keine Zahlen vor oder so.

Iskender Dirik: Nee, um Gottes Willen. Aber ja, das ist Personal Confidential, steht da drauf. Und Filip Dames in Gleichen.

Filip Dames: Ja, das ist ein Dorf bei Göttingen, das ist mein Heimatort.

Iskender Dirik: Was sagt dieser Vertreter? Reinehausen,

Filip Dames: also Gleichen ist die Gemeinde.

Iskender Dirik: Und der ist wann datiert? Wann war der? 2008. Ja.

Filip Dames: Also der ist fast 20 Jahre alt. Ich habe den aufgehoben. Gut gealtert. Ja, der liegt in so einer Box. Und du hast mir ja gefragt, bring was mit, was irgendwie wichtig war in deinem Leben, was ist irgendwie persönlich. Und ich glaube, eine der wichtigsten Entscheidungen, die ich jemals in meinem Leben getroffen habe, war, den nicht anzunehmen. Ah. Ja. Weil ich irgendwie alles Logische, jeder Rat aus dem Freundeskreis, teilweise von meinen Eltern auch, war, den zu nehmen. Weil ich hatte keine Kohle, ich hatte irgendwie Schulden nach der Uni, das war ein super Angebot. Ich fand die Firma auch total cool. Ich hatte ein Praktikum gemacht, hat mir total Spaß gemacht.

Iskender Dirik: Bei BCG, ja.

Filip Dames: Und dann habe ich mit meinem Kommilitonen Sebastian irgendwie so einen weirden Online-Marktplatz in Berlin gegründet.

Iskender Dirik: Okay, es war der Marktplatz statt BCG.

Filip Dames: Ja, und dann gab es nochmal eine Phase, dann gab es noch eine zweite Phase, wo ich dann damit durch war. Und dann war nochmal die Möglichkeit. Und dann habe ich mich nochmal dagegen entschieden und habe dann Zalando gemacht. Und damit will ich auch gar nichts gegen BCG sagen. Das ist eine super Firma, aber ich wäre ja nicht da, wo ich heute wäre, hätte ich das gemacht. Und die Entscheidung... damals zu sagen ich habe das jetzt einfach und dann noch mal zu sagen ich probiere es einfach noch mal Auch wenn es dann irgendwie echt knapp wurde und dann die Sparkasse Koblenz, dann hat er gesagt, wie sieht es eigentlich aus mit Tilgen? Das war glaube ich am Ende für mich ein ganz entscheidender Zeitpunkt.

Iskender Dirik: Ich weiß gar nicht, was bemerkenswerter ist, die erste Absage oder die zweite, nachdem du gegen die Wand gefahren bist und dann den sicheren Hafen.

Filip Dames: Das war dann wirklich so mit mir selbst auch eine ziemlich intensive Phase, weil ich genau das eben gerade erlebt hatte. Wir haben die Firma zugespielt. Wir standen irgendwie mit Null da. Wir konnten uns keine Gehälter mehr. Und dann war ja jetzt auch, das war jetzt nicht Zalando. Robert und David hatten gerade angefangen. Das war jetzt auch nicht gerade der sichere Hafen. Und dann war das halt irgendwie so eine Schuhbude. Ja, stimmt.

Iskender Dirik: Muss sich irgendjemand an Ed Bundy denken. Ja,

Filip Dames: hat mich hier ein sehr enger Freund, Benedikt, der hat mich mal irgendwie Internet-Ed Bundy getauft, der hier auch in Hamburg lebt. Muss ich immer dran denken, wenn jemand Ed Bundy sagt. Und das war natürlich so auch dann im Freundeskreis so, hä, was machst du denn da? Mach doch BCG. Ist doch total logisch. Und ich bin sehr froh, dass ich es nicht gemacht habe. Und deswegen habe ich den Vertrag aufgehoben. Und dann habe ich irgendwie drüber gedacht, als wir unser Gespräch hatten im Vorfeld.

Iskender Dirik: Und nochmal ein Beispiel dafür, dass es ums Long Game geht. Also währenddessen vielleicht gescheitert, könnte man draufschauen und sagen, scheiße, das war eine dumme Entscheidung. Wenn man jetzt retrospektiv draufschaut.

Filip Dames: Ja, ich hatte so ein bisschen dann aber den Bug, ich war dann irgendwann auch angesteckt, ich wollte dann auch weiterbauen, also das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, auch trotz des Misserfolgs wusste ich irgendwie so, das ist schon so mein Ding.

Iskender Dirik: Schönes Feiertag. Ich habe leider den Ort schon wieder vergessen, das Dorf. Gleichen. Willst du mal kurz erzählen, wie du in Gleichen aufgewachsen bist?

Filip Dames: Also in einer großen Familie mit vielen Geschwistern. Mein Vater hatte zwei Kinder aus erster Ehre, dann mit meiner Mutter fünf Kinder. Also mit den fünf Kindern bin ich aufgewachsen, war der Älteste. Und ich bin in Göttingen geboren. Mein Vater ist in Berlin geboren. Und dann sind wir irgendwann, als das Haus so klein wurde, aufs Dorf gezogen, wie man das halt so machte. Und ich bin da sehr, sehr glücklich eigentlich aufgewachsen. Und meine Geschwister machen auch, also bis auf meinen Bruder, der ist so ein bisschen in der Startup-Welt, der hat Foodora gemacht, der ist jetzt CEO von Flink, also hat auch eine mega Karriere gemacht und ist sehr erfolgreich als Gründer, aber meine Geschwister machen alle was anderes. Also ich habe eine Opernsängerin, eine Lehrerin, eine Ärztin, das ist eigentlich sehr, sehr schön und wir sind auch als Geschwister total eng.

Iskender Dirik: Und mir wurde gesteckt von Jan Hildebrandt, von dem ich schön grüßen soll, dass du auch in der Schule nicht so schlecht warst.

Filip Dames: Ja, ich war in der Schule nicht so schlecht.

Iskender Dirik: Du warst schon eher Streber. Ich war einfach gut in der Schule. Du warst nicht viel dafür tun müssen.

Filip Dames: Nee, ich hatte ein super Abi. Ja, ich war dann in Amerika auch, hab da auch ziemlich intensiv ein Jahr gehabt, weil das war im Internat, das war auch echt schwer. eigentlich noch ein Jahr zu jung, um da zu sein. Ich habe also die zwölfte dann in meiner Elften gemacht, in so einem amerikanischen Internat und habe mich damals für ein Champignon beworben, habe das gekriegt, bin dann dahin, habe da auch viel Musik gemacht und Schule war jetzt für mich nie so sowas, was ist mir nie so schwer gefallen.

Iskender Dirik: Deine Schwester ist Opernsängerin. Das führt uns, glaube ich, so ein bisschen zumindest zu dem zweiten Objekt, das du mitgebracht hast. Ja,

Filip Dames: weil das so ein bisschen auch dafür steht, wo ich herkomme. Und dann kann ich sagen, okay, was ist das denn?

Iskender Dirik: Also wir haben eine CD, eine Kompaktdisk für diejenigen, die es nicht kennen. So was hatte man früher. Der Göttinger Knabenchor singt seine Weihnachtsmusik. Leitung Stefan Kaden.

Filip Dames: Wir können auch aufmachen, dann siehst du sozusagen die... Also das war sozusagen ich. Oh!

Iskender Dirik: Darf ich das später fotografieren? Ja, kannst du machen. Öffentliches Gut hier. Okay, das sieht cool aus. Ein cooler Filip. Mit Kopfhörern.

Filip Dames: Also ich bin mit Musik aufgewachsen und das war für mich immer und ist bis heute auch ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens und hab früher viel gesungen, war auch ganz lange an der Oper, hab einen der... Drei Knaben in der Zauberflöte gesungen ganz lange und da haben wir auch CDs aufgenommen und hatte dann auch eine Band später und habe eigentlich lange immer gedacht, das ist so mein Weg und mein Pfad und hatte dann eine kleine OP an meinem Stimmband, weil ich so eine Zyste hatte, weil ich zu viel gesungen habe. Irgendwie Cortison gesprayt und dann war das für mich auch so ein Zeitpunkt, wo ich gesagt habe, ah, wenn ich das irgendwie, nur das mein ganzes Leben machen und Habe dann auch irgendwie gemerkt, dass mich auch ganz viele andere Sachen noch interessiert haben und habe es dann am Ende nicht gemacht und habe es am Ende nicht studiert. Bin heute sehr froh drüber, weil sich dadurch einfach viele andere Sachen ergeben haben und ich sehr glücklich bin mit dem, was ich mache. Aber ich bin auch sehr glücklich, dass ich diesen Hintergrund irgendwo noch habe und aus dem auch heute immer noch sehr viel schöpfe.

Iskender Dirik: Singst du noch? Ja.

Filip Dames: mache ich schon. Ich mache ab und zu Hochzeiten. Ich habe hier von Tao, dem Get Your Guide Gründer, habe ich die Hochzeit gesungen. Also so ab und an. Ja, also natürlich, ich sage immer, am besten meine Schwester buchen, die kann das so viel besser und macht das so großartig, aber macht mir noch Spaß, sage ich mal so. Und unter der Dusche natürlich auch. Zum Leidwesen meiner Frau. Was muss ich tun,

Iskender Dirik: dass du im Podcast singst?

Filip Dames: Viel Tequila, keine Ahnung.

Iskender Dirik: Ah, okay. Nächstes Mal steht kein Wasser auf dem Tisch. Jetzt bist du ja kulturell sehr engagiert. Magst du mal ein bisschen erzählen, was das bedeutet?

Filip Dames: Ja, wie gesagt, ich liebe Musik und habe daraus dann auch so ein bisschen für mich rausgezogen, dass ich das auch ein Stück weit fördern möchte, in meiner Stadt vor allen Dingen. Ich bin im Vorstand vom Freundeskreis der Staatsoper und habe ein bisschen engagiert in Bayreuth auch beim Bayreuther Festspielen und ich bin in erster Linie natürlich auch Konsument, also ich gehe einfach unheimlich gerne in die Oper, ich gehe in die Philharmonie, aber auch in ganz andere Sachen, in Jazzbar, in Konzerte, also für mich ist das irgendwie so. großer teil meines lebens und ich finde auch dass wir sind ja ohnehin in so einer verrückten welt du ja auch alles ist so fast pace und es geht um unternehmensaufbau und wie können wir irgendwie noch schneller wachsen und unsere ziele erreichen und für mich ist das halt so die balance dazu

Iskender Dirik: Du bist ja ein sehr kreativer Mensch. Holst du dir vielleicht dadurch auch so ein bisschen etwas, dass du einen VC-Job an Kreativität nicht hast?

Filip Dames: Also ich finde grundsätzlich, VC ist schon sehr kreativ. Und man kann natürlich auch unterschiedlich an die Dinge rangehen, aber für mich ist Kreativität ehrlich gesagt ein sehr großes Plus. job und ich glaube er dass da der vorteil kommt dass ich halt dann eben auch vielleicht manche dinge ein bisschen anders sehe oder eben durch eine andere brille sehen kann oder vielleicht mich in andere dinge besser reinversetzen kann und das da hilft mir die musik auf jeden fall glaube ich was hat ihr im leben die meisten schlaflosen nächte bereitet Ja, sicherlich in der Zalando-Zeit zwischenzeitliche Phasen, wenn es mal richtig geknallt hat oder wenn nicht klar war, kriegen wir die Finanzierung. Auch die Zalando Lounge, die ja heute ein sehr erfolgreiches Unternehmen ist, muss man sagen, mit über zwei mehr Jahren Umsatz. Die war auch ein paar Mal total auf der Kippe. Das war ja dann auch irgendwie teuer. Man musste dann beides parallel machen und dann wollte man es auch zwischenzeitlich wieder zumachen. Da haben wir natürlich dann für gekämpft, dass wir weitermachen konnten. Und da gab es also viele ziemlich existenzielle Momente im Laufe der Jahre, würde ich sagen.

Iskender Dirik: Erzählt ja fast jeder dann am Ende erfolgreicher Unternehmer, oder? Ja.

Filip Dames: Ja, das sieht ja auch dann von außen immer so aus, wie so eine gerade Linie oben rechts in die Ecke. Das ist es ja nie. Das geht ja immer so. Immer. Egal, was du machst.

Iskender Dirik: Es ist ein knüppeldicker Job. Also ich sehe es ja eben auch an den Gründern, die ich berate. Und bei mir lassen sie dann die Hose ganz runter, weil mich müssen sie nicht überzeugen als Investor. Das ist schon heftig. Also ob es jetzt irgendwie der eine ist, der gesagt hat, meine Ehe geht gerade zugrunde wegen meines Businesses, also ob es dann wirklich der Grund war oder nicht, aber es ist ein beschleunigender Grund anscheinend. Andere, die sich so wenig Gehalt rausziehen, dass sie gerade so überleben können und dann ein Kind bekommen, habe ich gerade einen. Ich habe jetzt keine Ahnung, wie es hier weitergehen soll und ich habe eigentlich überhaupt keine Energie mehr, muss aber jetzt meinen Investoren oder neuen Investoren gegenüber verkaufen, dass ich Energie habe.

Filip Dames: Naja, es ist super hart. Und wie gesagt, die Founder, ich würde jetzt die VCs da mal so ein bisschen ausklammern. So wichtig sollten wir uns dann doch nicht nehmen. Aber als Gründer ist es fucking lonely. Und es ist super, super hart. Und jeder, der das schon mal gemacht hat, der weiß auch, wie hart das manchmal sein kann. Und oft genug klappt es ja auch nicht. Und dann musst du halt wieder aufstehen und neu. Und deswegen, ich glaube, ich wüsste jetzt keinen Job, wo es härter ist.

Iskender Dirik: Das ist, glaube ich, eine realistische Einschätzung. Jetzt hast du von einem Stipendium. Hast du gesprochen von einem Stipendium oder was? Du hast es gerade gesagt, hast du erzählt, dass du ein Stipendium hattest, dass das wichtig war für dich. Und ich habe jetzt im 2hearts-Umfeld, das ist ein Thema, ich bin Gründer von 2hearts, einer Community für Menschen mit Migrationshintergrund, versuche ich immer aufzuklären, was es da an Möglichkeiten gibt, weil ich wusste es damals nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Ich wusste es auch nicht. Es gibt wahnsinnig viele Möglichkeiten. Manchmal ist es nur der eine Tipp, der ein Leben verändern kann. Und ich habe dann eine kleine Stiftung ins Leben gerufen.

Filip Dames: Okay, hast du entdeckt. Wir haben eine sehr schlechte Internetpräsenz dafür, dass ich wie Sie bin. Aber ja, genau, wir haben damals angefangen, meine Freundin, die auch Unternehmerin ist, die hat ein super Unternehmen in Berlin. Das war's. kurze werbung hier für männer nicht relevant aber wunderschöne schuhe für frauen und wir haben das damals sie haben damals gesagt auch wir wollen keine geschenke zur hochzeit wir wollen das irgendwie wollen damit loslegen und haben das über die jahre so ein bisschen aufgebaut Und beispielsweise Ashoka unterstützen wir. Also im Grunde genommen auch die Förderung von sozialem Unternehmertum, also Unternehmertum, wo jetzt nicht die Steigerung des... market cap das ziel ist sondern die maximierung des gesellschaftlichen nutzens und viele kleinere projekte in all fairness wir haben dafür viel zu wenig zeit es ist aber es macht wundervoll

Iskender Dirik: Kommt doch nochmal Schreze. Und danach eine zweite Zuschauerfrage.

Filip Dames: Er begleitet uns hier.

Iskender Dirik: Er ist quasi mit am Tisch. Michael Schrezenmaier fragt, wer sind deine drei Telefon-Joker? Die Leute, die du immer wieder anrufst für Rat zum Dampf ablassen oder für Trash-Talk, um den Kopf freizubekommen. Deine Frau ist nicht erlaubt als Antwort.

Filip Dames: Ah ja, witzig, ich hätte jetzt tatsächlich auch meine Frau gesagt, weil der zählt es nicht. Der ist ja Mist.

Iskender Dirik: Also wenn es jetzt kritisch ist, musst du auch keinen Namen nennen, hat er gesagt. War er gnädig?

Filip Dames: Ne, ne, also mir fallen schon ein paar Leute ein. Ich würde schon sagen, Robert Gentz, Zalando, sehr eng befreundet. Ich glaube, es geht auch in beide Richtungen. Vielleicht für ihn auch manchmal ganz spannend, so eine Outside-In-Perspektive zu bekommen und gleichzeitig einfach sehr eng befreundet über viele, viele Jahre. Also der Zalando-Gründer. sehr engen Front in den USA, der auch VC ist, ganz viel irgendwie mit Elon Musk auch arbeitet und einen Fonds, der heißt WeY Capital in John Herring, den würde ich nennen, weil auch gerade wenn ich mich so ein bisschen auch unwohl fühle, wo geht hier irgendwie gerade alles hin und was passiert hier im Markt. ist jemand, der immer ein extrem gutes Sounding-Board ist und dann würde ich als drittes auf jeden Fall Christian nennen. Christian Meermann, weil Christian und ich telefonieren ja jeden Tag mehrmals und wir sind auch sehr gut im gegenseitig Dampf ablassen und wir sind sehr unterschiedlich, aber wir machen das seit so vielen Jahren zusammen und es ist einfach Die Person, ich vertraue ihm zu 1000%. Ich glaube, er weiß alle meine Schwächen und nicht seine. Und der ist definitiv in den Top 3, wenn nicht sogar Top 1.

Iskender Dirik: Samuel Mengistu fragt, welche Asset-Klassen findet Filip noch spannend?

Filip Dames: Ich bin ja so ein relativ konzentrierter Typ, das heißt, ich mache wirklich eigentlich, ich bin völlig overexposed in Venture.

Iskender Dirik: Hast du auch Tech-ETFs on top?

Filip Dames: Ja, ein bisschen, klar, ein bisschen habe ich, aber... viele Fondsinvestments, muss man sagen. Also jetzt nicht nur Cherry, aber natürlich vor allen Dingen Cherry. Wir haben damals auch einen Großteil unserer Scales in Cherry reingesteckt. Das war auch der Grund, warum wir fundraisen konnten, weil die Leute gesagt haben, okay, wenn die selber da investieren, dann machen wir da mit. Also haben Skin in the Game. Und ansonsten... Ich bin jetzt nicht so der Immobilientyp. Ich bin nicht so der Aktientyp, weil ich irgendwie so dieses tägliche nicht so mag. Also ich habe natürlich Aktien, aber das sehe ich sehr long term, wo ich einfach einzelne Sachen habe, an die ich glaube und wo ich dann irgendwie eigentlich dabei bleibe. Also long only, wenn man sagt. würde und ja ich sammle sehr aktiv kunst aber das würde ich nicht als erste klasse beschreiben also natürlich kann man mit kunst auch geld verdienen wenn man auf die sicheren richtigen sachen setzt Aber das steht bei mir überhaupt nicht im Vordergrund. Das ist einfach etwas, mit dem ich mich irgendwie gerne umgebe. Und da habe ich jetzt über die letzten 15 Jahre irgendwie mehr gesammelt, als ich mir hinhängen kann. Aber es macht mir Spaß.

Iskender Dirik: Okay, dann kriegt der Streetser noch eine letzte Erwähnung. Okay. Und darauf musst du wirklich nicht antworten. Also ich würde nicht darauf antworten. All right. Danach sprechen wir über LP-Fundraising. Dann sagt er, und jetzt mal ehrlich, wie schwer ist es, als einziger Mann in der VC-Welt ständig auf sein Aussehen reduziert zu werden? Ja,

Filip Dames: wirklich. Das gibt mir die Frage.

Iskender Dirik: Da musst du gar nichts zu sagen. aber was ich, ich meine, ich habe es ja mal in einem LinkedIn-Post kundgetan Ja,

Filip Dames: darüber bin ich natürlich sehr gefreut Ich finde es erfrischend,

Iskender Dirik: dass du einen so stylisch, also zumindest nach meinem Empfinden war ich jetzt auch nicht hier, die Gesetze Wie gesagt, vielleicht ist es auch der Geschmack Einer der wenigen Menschen aus meiner Sicht in der deutschen Venture-Szene, die wirklich Style und Geschmack haben. So, jetzt wollen wir mal noch wissen

Filip Dames: Geht natürlich runter wie Öl, ganz klar. Von dir.

Iskender Dirik: Stichwort geht runter wie Öl. Viele Fondsmanager da draußen, wenn man die mal fragt, sagen, dieser Filip, das ist ein begnadeter Fundraiser. Oder die sagen, ich glaube, es ist ein begnadeter Fundraiser. Was macht dich zu einem guten Fundraiser? Wir lassen das jetzt einfach mal so stehen. Was macht dich zu einem guten Fundraiser?

Filip Dames: Mir macht Spaß.

Iskender Dirik: Und das ist schon mal ein großer Unterschied, weil das höre ich selten.

Filip Dames: Ja, die meisten hassen es. Ich finde es gar nicht so schlimm. Ich finde, es gehört zu unserem Job. Ich finde so, alle drei Jahre in den Markt zu gehen und zu sagen, so, wie waren wir? Haben wir performt? Haben wir nicht performt? Kriegen wir nochmal Geld? Haben wir es uns verdient? Haben wir es uns nicht verdient? Und dann zu verkaufen und zu sagen, wir haben es verdient. Und deswegen solltet ihr bei uns investieren. Ich finde das... irgendwie ein guter prozess und ich finde auch wichtig dass man das irgendwie alle paar jahre machen muss weil ansonsten bist du ja auch niemandem so richtig accountable und ich war schon immer jemand der irgendwie sales irgendwie auch gerne mochte es ist ja am ende ein bisschen sales genauso wie ein gründer der fundraiser muss auch sales machen und Wir haben das auch, muss man sagen, über die Jahre extrem professionalisiert. Wir haben mit Alex einen super CFO, Grieche, trotzdem super. Und wir haben die ersten Fonds, das war viel Kleingraben, da haben wir wirklich Klinken geputzt, 100 Meetings.

Iskender Dirik: Wie groß war der erste?

Filip Dames: Also der erste institutionelle, der war 150 Millionen Euro.

Iskender Dirik: War für damals auch schon sehr ordentlich. Ja,

Filip Dames: war groß, war der größte, also für Seeds, war es damals echt eine große Zahl. Und den haben wir uns einfach zusammen gehasselt mit irgendwie, weiß nicht wie viel, Meetings und Flügen und No's, also wie viele Leute da abgesagt haben. Denn mit jedem Fonds haben wir professionalisiert und mit jedem Fonds sind wir besser geworden, haben bessere Namen, institutionellere Investoren, Endowments, Stiftungen, Pensionskassen. Wir haben einfach jedes Mal, wenn wir Fundraiser waren, gesagt, so, how can we upgrade?

Iskender Dirik: Ihr habt einen signifikanten Anteil an US-LPs. Was muss man, wenn man als Fonds heute an US-VCs herantreten möchte, was muss man wissen? Wie ticken die anders? Wenn ja, was ist anders?

Filip Dames: Also ich glaube, dass sie in jedem Fall mehr Erfahrung haben in der Asset-Tasse. Das hilft in der Diskussion. Und ich rede viel, viel lieber mit... einem AP, der erfahren ist und weiß, wie Venture funktioniert, als jemand, dem ich Venture als erste Klasse erklären muss. Auch wenn vielleicht beides zum Ziel führt und beide investieren, aber das Feedback, was man von den amerikanischen Investoren hat, ist, muss man sagen, im Schnitt viel, viel besser, als das, was wir von den Europäern bekommen, weil die natürlich auch mehr Auswahl haben. viele, viele mehr gute Firmen, in die sie investieren können, auch in Amerika. Alle sind an Europa interessiert, also sind nicht alle total bullish auf Europa, aber es ist ja auch am Ende nicht zu übersehen, wenn man sich Europa anschaut, von den Firmen, die hier rauskommen, jetzt in Revolut, in Eleven Labs. Legora, Lovable, also es gibt so viele europäische Firmen, die auf der Weltbühne abräumen, dass auch klar ist, als LP, Wenn ich Venture mache, dann will ich wahrscheinlich auch eine gewisse Exposure zu Europa. Und dann ist es am Ende natürlich auch so, dass nicht jedes Produkt für jeden ist. Die einen wollen Late Stage, die anderen wollen lieber wieder an Amerikanern investieren, die dann nach Europa gehen. Die anderen wollen kleine Fonds, die anderen wollen große Fonds. Also es gibt ja auch sozusagen einen... LP-Product-Fit oder LP-Fit und den muss man auch kennen und ich muss schon sagen, dass so unsere ja eigentlich schon die smartesten Investoren von uns die besten Gespräche, wenn man so über Fund-Strategie und Allokation und Fund-Modelle und solche Sachen spricht, auch über Exits. die ja bei uns gerne auch mal in der Branche nicht so thematisiert werden, da kriegt man schon das beste Feedback dort.

Iskender Dirik: Macht das mehr Spaß?

Filip Dames: Ja, mir schon. Mir schon, weil es einfach ein höheres Niveau ist allgemein. Wir haben auch gute LPs in Europa, will ich jetzt hier gar nicht kleinreden, aber ja, die Erfahrung ist einfach größer. Es gibt einfach mehrere Dekaden Erfahrung mit der Asset-Klasse Venture Capital, das ist in Europa einfach nicht so.

Iskender Dirik: Dann ist ja der richtige Zeitpunkt für ein Fonds oder anders gefragt, wann ist es noch zu früh?

Filip Dames: Ich würde sagen nie. Ich glaube, probieren und es ist am Ende ja auch, wann ist es für ein Start-up zu früh von US-Amerikanern. zu raisen, kommt ja auch total drauf an. Für den einen oder anderen geht es von Anfang an. Für die anderen ist es wenn sie ein bisschen mehr Proof haben. Was grundsätzlich schon schwer ist, glaube ich, ist bei diesen ganz etablierten LPs so ein Fund One zu raisen. Die wollen eigentlich in der Regel erstmal ein, zwei Fonds sehen mit guten Zahlen und dann kommen sie vielleicht dann in deinen Fonds drei. Wir haben auch Investoren, mit denen haben wir zu V2, also 2016 gesprochen und die haben dann in V4 2022 das erste Mal investiert oder in V5, das gibt es auch.

Iskender Dirik: Pflegst du den Kontakt bei solchen Investoren dann, wenn du nicht fundraist? Versuchst du das aktiv zu machen oder rufst du dann schon eher an, wenn es so langsam losgeht?

Filip Dames: Das kommt drauf an. Also wir machen zum Beispiel auch viele Co-Investments mit einigen unserer LPs, die dann... Gerne nochmal mehr Exposure haben wollen zu manchen Firmen. Wir haben natürlich auch unsere Board-Meetings. Alle zwei Jahre machen wir großen Saisons. Das ist für uns echt ein wichtiger Tag, weil wir das gesamte Ökosystem einladen, was wir jetzt in London gemacht haben, über 500 Leute, unsere APs, unsere Gründer, andere VCs, auch andere Gründer. Und da hat man dann irgendwie natürliche Touchpoints und dann natürlich im Fundraise. Aber wir machen jetzt nicht so klassischerweise so ein CRM. Jeder muss irgendwie mit jedem einmal im Monat gesprochen haben.

Iskender Dirik: haben. Das machen wir nicht. Wie teilt ihr euch auf intern? Also machst du schon Schwerpunkt-mäßig Fundraising? Alle.

Filip Dames: Also wir haben nie, es gibt ja viele Fonds, die mit so Fundraising-Teams arbeiten oder so Placement Angels oder Investor Relations Teams, das haben wir nicht.

Iskender Dirik: Core-Kompetenzen, die bauten. Okay. Du sitzt hier im Beirat von KfW-Capital, richtig? Das heißt auch auf der anderen Seite, auf LP-Seite. Was kriegst du da so für Insights, wenn man auf der anderen Seite sitzt?

Filip Dames: Also warum habe ich das gemacht? Ich fand es spannend, als Möglichkeit auch die Voraussetzungen für Venture Capital in Deutschland ein Stück weit zu verändern. weit irgendwo mit mit zu beeinflussen und die kaffee muss man schon sagen haben sehr gut job gemacht die haben große vehikel reisen jetzt gerade den zweiten vor sind glaube ich sehr wichtig auch in der art und weise wie sie das ökosystem hier unterstützen sowohl auf der als auch mittlerweile auf der Direktebene. Also die sind in viele der großen deutsch-europäischen, auch gerade Deep-Tech-Firmen mit investiert. Die sind jetzt bei uns im Fonds kein großer Investor. Aber ich fand das wichtig, das mit zu unterstützen, auch als Beitrag zum Ökosystem.

Iskender Dirik: Mit all den Insights, die du jetzt hast vom eigenen Fundraising, von allem, was du so da draußen siehst am Markt, wenn du heute einen Fonds gründen würdest. Was würdest du in der heutigen Situation machen?

Filip Dames: Ich glaube, dieses Modell des Klein- und Agilsein, das hat natürlich schon einen Vorteil, weil wir irgendwo, wir haben ein Produkt, das Produkt hat irgendwo auch gewisse Features und je mehr du im Singleplayer-Mode bist, desto weniger macht das einen Unterschied. Also du kannst einfach sagen, ist es ein guter Deal oder ein schlechter Deal? Nicht, ist es ein C-Deal oder ein Series B-Deal oder ist der jetzt in Amerika oder ist er in Europa? If you see greatness, you can invest und das mit maximaler Flexibilität. Die versuchen wir zu gut es geht zu erhalten, da nicht zu sehr in irgendwelche Raster und Schubladen zu denken. Aber natürlich ist die Flexibilität höher, wenn du alleine bist und im Grunde genommen, you only report to you. Wahrscheinlich würde ich sowas machen.

Iskender Dirik: Ist das für euch, wenn du sagst Flexibilität, da sehen wir ja in den USA, ob es General Catalyst ist, Andreessen, andere, die immer flexibler werden im Dealmaking. weggehen von standardstrukturen und das heißt manchmal auch company building auf einmal games die er an p machen würde wo companies gekauft werden jetzt hätte das das ein thema für euch perspektiv ja ja und nein also ich flexibilität ja und da gibt es glaube ich neben den großen plattformen auch super fonds wie zum beispiel conviction und also es gibt sehr gute investoren

Filip Dames: die auch großes Kapital managen und trotzdem dabei sehr flexibel sind. Und ich glaube, da ist auch die Zukunft in VC, also vielleicht nochmal auf Simons Frage zurückzukommen. und dann gibt es natürlich diesen Plattform-Approach, der im Grunde genommen ja heißt, wir wollen ein großer Asset-Manager werden und wir machen auch, wir kaufen auch Firmen, wir machen Private Equity, wir machen noch Debt und das ist nicht unsere Strategie. Also, aber das ist so, ich glaube, wenn man das Ziel hat, möglichst groß zu werden und vielleicht dann General Catalyst wird vielleicht irgendwann mal die Firma auch an die Börse bringen und ist eher sozusagen in dem Mindset of how can we become a very, very large Asset-Plattform. Dann machst du das und das machen sie auch sehr gut.

Iskender Dirik: Das seid ihr auch als Gründer nicht, oder? Nee. Und der Fit ist ja auch wichtig.

Filip Dames: Super wichtig, ja. Das ist auch ein Product-Fit, den du haben musst.

Iskender Dirik: Okay, Filip, bereit für eine Schnellfeuerrunde?

Filip Dames: Let's do it. Wie lange sprechen wir eigentlich schon? Achso, ich durfte nicht auf die Uhr gucken.

Iskender Dirik: Eine Stunde. 34.

Filip Dames: Jetzt habe ich doch auf die Uhr geguckt.

Iskender Dirik: Was ist dein aktueller Hot-Take? Eine Überzeugung, die die meisten vielleicht nicht teilen würden.

Filip Dames: Europa ist on fire.

Iskender Dirik: Nice.

Filip Dames: Und Berlin ist on fire. Naja, Feuerchen.

Iskender Dirik: Das ist geil. Ich habe ein Tablet dabei zur Unterstützung und ich habe mir für die Frage hier so ein Feuer, so eine Flamme, da habe ich mir als Emoji-Marker gesetzt. Sehr gut. So, jetzt kommen wir mal zu einer ähnlichen Frage wie vorhin mit dem Fonds. Du gründest nochmal das große Ding. Du sagst jetzt, okay, ich habe ausgesorgt, ich muss es niemandem mehr beweisen. Ich mache jetzt nur, weil ich nochmal was richtig Großes, eine Company gründen möchte. Kommen zwei Fragen. Die erste ist, was machst du? Du musst dich jetzt entscheiden.

Filip Dames: Ich würde wahrscheinlich was machen im Bereich Energy, weil ich da einfach so einen riesen Gap sehe. Wir haben natürlich eine sehr Long-Term-Bet auf Proxima Fusion. Wir haben aber auch mit Beo in München ein Investment, die sich super entwickeln. Die bauen Infrastruktur für Unternehmen, bauen Batterien, machen dann eine Software, die Energieverbrauch optimiert. Also einfach die Sachen, die vielleicht jetzt auch schon in den nächsten Jahren ziehen können, bis wir hier den großen Wurf haben mit Fusion. Aber ich glaube, dass es nach wie vor, auch wenn du überlegst, wo auch Energie vom Demand her in den nächsten Jahren hingeht mit AI und Data Centers, dann ist es für mich so offensichtlich, dass es da sehr viele, auch neue, riesige Lösungen geben muss, wenn wir das Thema lösen wollen.

Iskender Dirik: Da kommt schon der WHU-Business-Filip hervor. Der sagt, hey, zwar irgendwie was im Deep Tech bezeichnen mag oder nicht, aber ich würde schon etwas machen, wo du jetzt nicht zehn Jahre R&D machen musst, sondern wenn ich jetzt was gründe, dann schon eher was, was die nächsten Jahre... Naja,

Filip Dames: ich glaube, es kann ja auch beides sein. Also ich glaube jetzt zum Beispiel die Firma von der... gerade sprach, die hat auch beides. Also du hattest schon ein R&D-Produkt, weil du halt eben gucken musst, okay, was kann ich machen auf der Optimierungsebene, wie kann ich so peak shaving machen, also wenn die Preise hoch sind, ziehe ich aus der Batterie, wenn sie niedrig sind, speise ich ein, bzw. wenn ich niedrig bin, verbrauche ich sie. Und ja, ich würde jetzt auch nicht behaupten, dass ich einen Fusion Reactor baue. könnte.

Iskender Dirik: Vorhin klang das so, fand ich. Also sehr glaubhaft. Ja,

Filip Dames: da sind noch ein paar Details,

Iskender Dirik: die du noch nicht ausgelotet hast. So, jetzt brauchst du ja ein Team. Nehmen wir mal an, die sind alle frei. Du musst niemanden nirgendwo abwerben. Du bist der CEO. Ja. Jetzt brauchst du ein COO.

Filip Dames: COO.

Iskender Dirik: Ja. Okay.

Filip Dames: Christian.

Iskender Dirik: Ja, okay, das war jetzt einfach, aber okay. Ah, nee, niemand aus dem aktuellen Fonds. Ah, niemand aus dem aktuellen Fonds. Das wäre zu einfach.

Filip Dames: Dann würde ich nehmen... Hélène Huby von Exploration Company. Wobei, die ist eigentlich ein CEO. Da würde ich wahrscheinlich den CEO-Posten an sie geben.

Iskender Dirik: Okay, smarter Move vielleicht. CFO?

Filip Dames: Alex. Ach, ich darf nicht aus dem Vorhinein. Ah, schade. Sebastian Bourmer, mein alter Freund, ehemaliger Statista hier aus dem Haus.

Iskender Dirik: Unter uns wurde hier, da wo wir aufnehmen, habe ich eben Filip erzählt, wurde Statista geboren, der Ex-CFO von Statista.

Filip Dames: Mit dem habe ich früher meine Arbeiten in der Uni zusammengeschrieben.

Iskender Dirik: Zwei Smarter, die sich da gegenseitig befruchtet haben.

Filip Dames: Er hat die Exits gemacht.

Iskender Dirik: CRO, also Revenue.

Filip Dames: Hakan, Auto 1,

Iskender Dirik: 100%. Oh, wir haben gar nicht über Auto 1 gesprochen.

Filip Dames: Also ich habe vielleicht eine, haben wir Zeit für eine kleine Anekdote? Ja, ja, komm, natürlich. Hakan war kurz bei Zalando, das wüssten wir nicht, er war bei Rocket und bei Rocket konnte man ja damals die Leute so rausziehen, projektweise und dann haben die Projekte gemacht. Das Projekt, wofür Hakan kam, das hatte sich relativ schnell erledigt, aber er war extrem gut und wir haben damals ein Offline-Sale veranstaltet, auch im Rahmen dieser Lounge, die wir gemacht haben und wir haben in Berlin am Gleisdreieck mehrere tausend Quadratmeter Fläche gemietet und haben quasi da die Reste aus dem Lager vermarktet, kann man wirklich so sagen. Und das war also wirklich ein Halligalli-Event, richtig mit Marketing und so. Und wir haben irgendwie am Abend vorgemerkt, fuck, wir haben keine Kasse. Und dann haben wir über die Nacht, also wir haben kein Kassensystem, und dann haben wir über Nacht wir hatten natürlich die ERNs von den Produkten und über die Nacht hat unser CTO, der Stefano Langenbacher, hat damals das Kassensystem noch fertig programmiert. Wir sind in den Baumarkt gefahren, Scanner gekauft und dann sechs Kassen in dieser Halle. Und an einer dieser Kassen saß Hakan. Und am Ende des ersten Tages hatte Hakans Kasse fast den doppelten Umsatz von allen anderen Kassen. Von allen anderen Kassen. Nee, nicht von allen Kassen, weil er die Leute da so durchgedrückt hat. Er hat gesagt, hier komm, nimmst du das noch mit, los. Für Chief Revenue Officer gibt es wahrscheinlich keinen besseren Kasse.

Iskender Dirik: Dass es nicht das anatolische Blut ist. Ja. Wenn wir schon dabei sind, gibt es da nicht diese Story, dass bei Auto1 am Anfang, dass ihr da am Stealth agiert habt und sogar, also mehr als Stealth, Leuten erzählt habt, dass es was ganz anderes ist? Ja, ja.

Filip Dames: Und an Marketingagentur, glaube ich, offiziell, während die Jungs was gebaut haben, Hakan und Christian. Und keiner durfte darüber reden, weil es natürlich auch die Phase war, wenn die Sambas irgendwas mitbekommen haben, haben die es sofort kopiert. Wenn irgendwas funktionierte, dann waren die sofort da dran. Und das wollten wir natürlich vermeiden. Und das haben wir auch ziemlich lange durchgezogen.

Iskender Dirik: Findest du das gut, wenn das AI-Startups heute machen in der Early Stage?

Filip Dames: Ich glaube, wir sind in einer anderen Zeit irgendwie, ja. Es sind andere Art von Firmen und ich glaube, dieser zeitliche Vorteil, dann drei Monate später zu sein oder früher zu sein, ist nicht mehr so groß. Im Gegenteil, es gibt ja im AI-Bereich, wenn du die Modelle anschaust, schon fast wie so ein Second-Mover-Advantage. Ja, teilweise ja auch. auf Sachen aufgesetzt wird, die in der Vergangenheit entwickelt wurden, dass ich glaube, der Vorteil wäre wahrscheinlich heute nicht mehr so groß.

Iskender Dirik: Ja, ja. Also ich sage heute oft auch, wenn das ein Problem ist aus deiner Sicht, dann hast du ein grundlegendes Problem.

Filip Dames: Ja, kann man genau so sagen, denke ich auch.

Iskender Dirik: Okay, jetzt sind wir kurz davor, das Dream Team zu vervollständigen. Ja. Bauen uns CTO.

Filip Dames: CTO. Da könnte ich mehrere aus dem Portfolio nehmen.

Iskender Dirik: Also wir haben echt eine Reihe von sehr starken... Aber du musst dich jetzt leider für einen entscheiden. Das tut mir leid. Keine politischen Antworten erlaubt. Das hast du bisher auch ganz gut gemacht.

Filip Dames: Ja, bin, würde ich... Kommt natürlich auch sehr darauf an, was du brauchst.

Iskender Dirik: Jetzt brauchen wir AI natürlich, das zieht dir gleichzeitig auch... Ach nee, sorry. Du brauchst keine AI, du brauchst Energie. Du brauchst Energie.

Filip Dames: Dann würde ich... Dann würde ich, denke ich...

Iskender Dirik: Ja, die muss schon gut wundwert sein.

Filip Dames: Ja, wahrscheinlich Proxima. Aus dem Team.

Iskender Dirik: Aus dem Team?

Filip Dames: Ja, da würde ich mir ein CTO suchen.

Iskender Dirik: Okay. Und CHRO.

Filip Dames: C-H-R-O, das ist extrem schwer, so eine schwere Rolle und so wichtig.

Iskender Dirik: Ich finde es völlig unterschätzt, können wir jetzt auch länger zusprechen, aber ich finde, das ist so eine Rolle, die wird so als Nebenrolle oft betrachtet, die aber extreme Bedeutung hat.

Filip Dames: Ich glaube, ich würde als CHRO wahrscheinlich keinen HR-Experten nehmen, sondern ich würde einfach ein sehr, sehr starkes Business Development Profil, weil ich glaube Recruiting funktioniert sehr anders heute als vor zehn Jahren und ich würde wahrscheinlich ein ähnliches Profil. viel wie Hakan nehmen. Also jemand, der sehr gut in Sales auch ist, der aber gleichzeitig sehr strukturiert ist und weil es geht ja auch viel um, es ist auch ein Numbers Game, Recruiting ist auch ein Numbers Game. Und da würde ich jemanden picken. Da wäre mir Erfahrung, ehrlich gesagt.

Iskender Dirik: Das wäre eine geile Antwort. Ich habe auch die These, dass viel zu wenig verkauft, viel zu schlecht verkauft wird. wird in Recruiting oder von Recruitern. Ich schaue mir manchmal so, bei CEOs, die ich berate, schaue ich mir manchmal die Recruiting-Prozesse an und sage jetzt, das mal simulieren, so zeig mal, wie du die, nicht du, sondern der, der es dann am Ende macht. Das ist teilweise nicht gut. Ja,

Filip Dames: ich habe zum Beispiel gerade ein Wort gehabt, deswegen komme ich auch drauf. macht das in Anführungsstrichen noch der Chief of Staff von dem Gründer und der hat da durchgeführt, wie er das macht und wo er AI nutzt und wie die den Funnel bauen, wie er dann die Conversion misst von den Leuten, die er anschreibt und wer dann am Ende dabei rumkommt. Das ist eine kleine Firma, die haben noch nicht viel Geld geracet. und und die kriegen unglaublich gute leute dadurch weil es einfach sehr zahlengetrieben sehr prozessorientiert aber eben auch mit einer sehr starken dann sales und persönlichen komponenten habe ich dir keinen namen gesagt

Iskender Dirik: Dafür warst du am Anfang sehr konkret, das lasse ich jetzt mal durchgehen. Tatsächlich, vielleicht noch ein letzter Satz dazu, dass wir oft anfangen, wenn ich mit Gründern arbeite, eine Equity-Story zu bauen, dass dann aber das die Grundlage wird für Sales auf der einen Seite, aber eben auch, daraus entstehen auch Präsentationen für Talent, für den Recruiting-Prozess. Und das ist irgendwie so ein Afterthought für viele, dass du genauso pitchen musst, wenn du gutes Talent gewinnen möchtest, deine Company-Story genauso compelling erzählen musst, wie du es gegenüber dem Investor tust.

Filip Dames: Ja, was ich vorhin gesagt habe, die besten Teams können sich aussuchen, von wem sie Geld nehmen und von wem sie fundraisen und die besten Leute im Markt können sich aussuchen, für wen sie arbeiten. Und deswegen brauchst du ein gutes Produkt. Und wenn du das Produkt nicht gut verkaufst, dann kriegst du sie nicht.

Iskender Dirik: So, ein Executive Coach darfst du dir als letztes noch dazunehmen. Wer coacht dich von außen?

Filip Dames: Ich habe immer einen sehr guten, zusammen mit Christian, ein Engländer, der war mal also er hat beruflich, war dann lange beim Militär und hat Bomben entschärft. Also ziemlich hardcore. Und hat dann irgendwie so die UK- Streitkräfte zum Thema atomare Gefahren beraten. Also der ist richtig gut. Richtig, richtig gut.

Iskender Dirik: Vielleicht auch bei der Defense-Strategie. Ja,

Filip Dames: ja, auch. Kann man auch mal fragen. Wobei vor allen Dingen ist der einfach brutal präzise und das mag ich total in dem Sinn. Der sieht sofort, okay, da bohre ich jetzt und das war jetzt eine oberflächliche Antwort und da will die jetzt nochmal richtig wissen, was da eigentlich dahinter steckt. Ich bin in Summe sehr offen für Coaches, weil ich schon finde dass das das viel bringen kann wenn man wenn man diese offenheit hat finde ich ist genauso im sport wird sie auch nicht fußball profi werden ohne coach und wenn du auf dem level firmen bauen willst oder investieren willst dann das ohne kurs zu machen ist fast ein bisschen

Iskender Dirik: Ja, die Analogie, die nutze ich auch öfter, weil immer noch ich zu viele Gründer gerade sehe, die das als Schwäche sehen. Ich habe eine Schwäche, deswegen brauche ich, ob es jetzt Fundraising ist oder sonst was, zu sagen, hey, die besten Sportler, die wollen die besten Coaches haben zum Beispiel, die besten Athleten wollen die besten Personal Trainer haben.

Filip Dames: Jetzt bin ich nochmal am Nachdenken, weil wenn du sagst, ich kann mir wirklich weltweit irgendjemanden ein... Also du brauchst ein Stream-Team, du brauchst das große Ding. Würde ich Elon Musk sagen.

Iskender Dirik: Schon. Ja,

Filip Dames: und zwar eher so Challenging. Und ja, weil das ist einfach... Also ich check's nicht. Ich hab so ein bisschen Insights in die Firmen durch... das ein oder andere Investment, was ich gemacht habe und er ist ein generational Entrepreneur. Also man kann über viele Sachen streiten, die er sagt und so und wir müssen jetzt nicht in dieses ganze Mager-Thema rein, aber

Iskender Dirik: Ne, Politik machen wir ja nicht. Ja,

Filip Dames: machen wir nicht. Haben wir aber kurz. Das schneiden wir noch raus.

Iskender Dirik: Das war Unternehmertum. Okay, Dream Team. Dann wird Hakan ab jetzt Energie verkaufen. Kriegt er auch.

Filip Dames: Ich mache ja noch Cherry, das ist schon der Plan. Auch auf die nächsten Jahre.

Iskender Dirik: Sehr gut.

Filip Dames: Okay,

Iskender Dirik: Thema Cherry oder nicht. Cherry, Cherry ist als Antwort nicht erlaubt. In welche zwei Early-Stage- und Later-Stage-Fonds investierst du? Also würdest du investieren, ob du es jetzt schon getan hast oder nicht, das ist mir egal.

Filip Dames: Also ich denke, ich würde irgendwie in Conviction gerne investieren in den USA. Ich glaube, die machen einen extrem guten Job. Hier von den Solo, ich bin schon lange bei Philipp auch investiert, Tiny, super, cooler Ansatz, macht auch keine andere, muss man sagen. Und funktioniert, muss man auch sagen. Ich habe sie erwähnt, Gloria mit Puzzle. Eine sehr, sehr intelligente Investorin, die wirklich hart arbeitet für ihr Portfolio. Das muss man wirklich sagen. Ich finde es absolut beeindruckend, wie sie das macht. Das waren jetzt so ein paar Early-Picks. Late. Ich glaube, ich habe in einige der besten Late-Stage-Fonds investiert. WeY, der Fonds von dem Strömsprach, ist sicherlich einer davon. Ich finde, wer ein sehr gutes Produkt hat, um da nochmal drauf zurückzukommen, ist Andreessen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, also ich habe ein paar Zahlen mal von denen gesehen. Da gibt es natürlich ein paar sehr gute Fonds, gibt es auch ein paar weniger gute Fonds, aber aus Gründersicht haben die einen fantastischen Produkt, weil die einfach unheimlich viele Ressourcen hinter ihre Companies setzen können, um die mit aufzubauen und das compoundet natürlich auch über Zeit. Netzwerkeffekte, also wenn du in San Francisco mal bist, auch in WM wirst du Raisen, sind das oft nicht so diese total obvious Names, die man so vielleicht im Kopf hat und der Name Andresen fällt relativ häufig. Ob das jetzt als LP so der beste Fond ist, weiß ich gar nicht, ich würde es jetzt eher aus Gründersicht sagen.

Iskender Dirik: Wen würdest du als Gast für die nächste DEALMACHER-Folge nominieren? Ein deutschsprachiger Dealmacher deiner Wahl. Muss nicht aus der Text-Szene sein, kann. Wer findest du spannend?

Filip Dames: Wenn du mal wirklich mit einem guten Dealmaker sprechen würdest, dann würde ich den Hans Maretz einladen von Triton. Also jetzt ist er in Rente. aber immer noch unheimlich aktiv und unheimlich klug im Kopf ich würde wahrscheinlich den Ingo einladen von Auktus Münchner Fond oder den Florian Kognitone und ein guter Freund von mir, der dort auch Partner ist, auch ein sehr, sehr guter Fond,

Iskender Dirik: Private Equity, klein,

Filip Dames: machen einen sehr guten Job, über eine sehr lange Zeit, sehr konsistent, gut, ist ja auf Deutsch der Podcast, also ich habe keine...

Iskender Dirik: Amerikaner oder Engländer nennen. Den Dominik Stein von IQT hatte ich, der sitzt an einem Board mit Michael Jordan. Da habe ich gesagt, wenn du eine Intro zu Michael Jordan machen kannst, da würde ich eine Ausnahme machen. Da würde ich auch Englisch sprechen im Podcast. Gut.

Filip Dames: Also Englischsprache gibt es natürlich schon ein paar OGs, würde ich sagen. Muss mal gucken, ob man die nach Hamburg kriegt.

Iskender Dirik: Wenn du schon nach Hamburg gekommen bist, Filip.

Filip Dames: Aber ich gehe jetzt gleich Waffel essen mit meiner Schwester insofern.

Iskender Dirik: Die wohnt in Hamburg, ja? Ja, die wohnt in Hamburg. Sehr schön, dann müssen wir jetzt hier schnell zum Ende kommen. Komm, die Waffeln sollen nicht kalt werden. Dein Lieblingsrestaurant, wenn wir schon über Waffeln sprechen, und Lieblingscafé in Berlin.

Filip Dames: Okay, das ist jetzt kein Geheimtipp, aber ich würde sagen, ich gehe unheimlich gerne ins Grill, ich finde das immer, da war ich schon, weiß nicht wie oft und jedes Mal gut gegessen und ich mag den Stefan sehr, der das macht. Für einen kleinen Geheimtipp würde ich sagen, was sehr gut ist, ist das Jujus von den Ernstleuten. Das ist quasi das Offspring von dem ehemaligen Ernst Restaurant. Auch super für Brunch übrigens sonntags. Ich finde das Barra macht total gute Küche. Ich finde manchmal das Bostwitsch ist fun und nett und man isst gut. Ich bin gerne im Trio mittags. Das ist bei uns ums Eck vom Büro. Remi, die machen auch eine gute Küche, sind da im Haus vom Sukam Verlag, auch in Mitte, auch ums Eck vom Büro. Also ich finde Berlin, also kulinarisch gibt es da viele, viele Optionen. Ja, könnte ich auch noch weitermachen. Also die Liste könnte man noch verlängern.

Iskender Dirik: Kaffee.

Filip Dames: Kaffee. Der beste Kaffee ist bei mir zu Hause.

Iskender Dirik: Aus was für einer Maschine kommt der?

Filip Dames: aus einer Kees van der Westen Speedster.

Iskender Dirik: Ich wette, die sieht gut aus. Die sieht gut aus,

Filip Dames: aber die macht vor allem einen sauguten Kaffee.

Iskender Dirik: Da haben wir drüber gesprochen. Die Substanz muss stimmen und das Aussehen. Sehr gut. Ich weiß gar nicht, ob das öffentlich ist. Wenn nicht, müssen wir es rausschneiden. Was hat es eigentlich mit philipp.ai auf sich?

Filip Dames: Achso, das war mal so ein... Ich habe damals, als das... Antigua, die Domain, AI? Das ist auf jeden Fall ein Land. Anguila, Antigua? Das war so... 2015 also gegen die in den verkauf diese domains und ich habe mir dann einfach philipp.de geholt und dann habe ich mal an irgendeinem wochenende an einem regnerischen berlin tag die gewalt code Jetzt müssen wir noch dazu sagen,

Iskender Dirik: man kann da Filip Fragen stellen und kriegt Antworten.

Filip Dames: Es ist eine AI, man kann, genau, man kann,

Iskender Dirik: aber es sagt auch,

Filip Dames: es ist nicht all mein Wissen, sondern das ist das, was man im Internet findet. Ja, das würde natürlich das Modell schwenken, natürlich, aber nee, man, also das zieht dann quasi das, was man lesen kann, da rein in so einen Chat.

Iskender Dirik: Also wenn ihr Fragen an Filip habt,

Filip Dames: Filip.

Iskender Dirik: ai. Ne, finde ich gar nicht. Ich finde das cool. So, jetzt sind wir gleich durch. Aber ein Chapeau, das gehört zum Ritual hier neuerdings, dass du ein Chapeau verteilen darfst an jemanden da draußen, der Anerkennung verdient. Vielleicht mehr Anerkennung für sehr gute Arbeit. Wer wurde schon genannt? Zuletzt wurde Verena Pausder genannt.

Filip Dames: Das würde ich übrigens wiederholen. Ich habe das gehört mit Philipp. Ich würde auch sagen, Verena macht einen Job, den nicht viele machen würden und sie macht den unheimlich gut.

Iskender Dirik: Schön, da hat das Chapeau die richtige gefunden. Jetzt darfst du aber noch jemand anderen nominieren.

Filip Dames: Ich nominiere meinen Boxtrainer, der auch der Boxträger ist, auch von Anton von Moss, dem Gründer, und der eine total verrückte Nudel ist, Kubaner, und dem ich immer zu den unmöglichsten Zeiten boxe, je nachdem wann ich irgendwie Zeit habe und meistens ist es irgendwie früh morgens. Und der war glaube ich in den letzten vier Jahren nicht einmal unpünktlich. Jedes Mal, wenn ich da rauslaufe, bin ich so zwischen, ich schaff's gerade noch in die Dusche oder ich muss mich voll... übergeben. Und das ist so mein Workout-Mode mit dem. Da geht es dann richtig ab. Und eine Stunde denke ich an nichts anderes. Wie heißt der Kollege? Jesus. Jesus? Ja. Jesus Angel. Wow.

Iskender Dirik: Ja. Okay. Danach, glaube ich, gibt es einige Anfragen von Männern und Frauen.

Filip Dames: Ja, wenn er wissen will. Ich habe die Kontakte an.

Iskender Dirik: Stark. Letzte Frage. Deine Philosophie als Investor in einem Satz.

Filip Dames: Backgrade People. Vielen Dank. Gerne. Hat Spaß gemacht.

Iskender Dirik: Ich auch.

Filip Dames: Gutes Gespräch.

Iskender Dirik: Wenn dir DEALMACHER gefällt, abonnier auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube. Und fünf Sterne helfen dabei, dass mehr Leute den Podcast finden, die ihn brauchen. Für Tech-Deals, VC-Runden und M&A-Transaktionen sprich mit Peter Möllmann und PXR. Er ist der Anwalt, den ich seit 2015 empfehle. Intro gern über mich, einfach melden. Alles andere – Fundraising, M&A-Beratung, Executive Branding – findest du bei mir auf id.vc. Bis zur nächsten Folge.

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Oct 27, 2026

Tim Stracke, Mitgründer Chrono24 – Mehr Vertrauen in Patek Philippe als in Notenbanken

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Für den Kauf zahlte Tim ein Vielfaches seiner eigenen Schätzung. In späteren Finanzierungsrunden verschickte Chrono24 die Term Sheets selbst und gab die Bewertung vor, auch in der Runde über mehr als 100 Millionen Euro. Dazu: zwei Kündigungswellen, obwohl Chrono24 profitabel war, und warum eine einzige Welle die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Dann wird es nerdig, denn Tim und Iskender sind beide Uhrensammler. Tim erklärt, warum er glaubt, dass ein echter Kenner mit Uhren leichter den Markt schlägt als an der Börse. Er verrät, welche Marken Sammler laut Chrono24-Daten zuerst kaufen und welche zuletzt. Im Uhren-Shootout entscheidet er sich immer zwischen zwei Modellen, bis in jeder von drei Preisklassen ein Sieger übrig bleibt. Außerdem: welche Uhr Tim auf Chrono24 kaufte, bevor ihm Chrono24 gehörte.

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Sep 29, 2026

Zoé Fabian-Frey, General Partner Noteus – 413 Mio. im ersten Fonds, Tink-Exit nach 6 Monaten

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Außerdem spricht Zoé über eine Frage, die sie nicht loslässt: ob es die Moats, nach denen sie selbst sucht, heute überhaupt noch gibt.

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Philipp Möhring, Partner Tiny – Der aktivste Early-Stage VC Europas

„Wenn man gut Fundraising machen möchte, braucht man ein interessantes Produkt und man muss ein bisschen arrogant sein."

Philipp Möhring, Gründungs-GP von Tiny, ist der aktivste Frühphaseninvestor Europas. Ein paar hundert Investments pro Fonds, darunter die Unicorns Wayve, Synthesia und n8n.
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