DEALMACHER Podcast # 
12

Jascha Samadi, Founding Partner Greenfield – Vom SMS-Dating zum größten Kryptofonds Europas

April 28, 2026

Inhalt der Episode

Erster Weihnachtstag, 2020. Jascha Samadi wacht auf – und sieht, dass 1inch über Nacht seinen Token gelauncht hat. Der Token schoss durch die Decke. Das Investment hat den ersten Greenfield-Fonds mehrfach zurückgezahlt.

Jascha ist Co-Founder und Founding Partner bei Greenfield, dem größten Kryptofonds Europas – gegründet 2018, gestartet mit einem siebenstelligen Fonds, heute eine der wenigen europäischen Adressen, die Krypto-VC auf institutionellem Niveau betreiben.

Diese Episode ist die Krypto-VC-Masterclass: Token vs. Equity, warum der Exit im Krypto-Venture jeden Tag neu beginnt, wie Dezentralisierung die Machtfrage in Gründerteams verändert – und wie Greenfield sein eigenes Fundraising gemeistert hat.

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DEALMACHER entsteht in Partnerschaft mit PXR – der Kanzlei hinter vielen der größten Tech Deals in DACH. Intro zum Gründer Peter Möllmann über Iskender.

Dieser Podcast wird produziert von TLDR Studios.

Über den DEALMACHER Podcast

Der Podcast über den Fluss von Kapital – wer es bekommt, bewegt und vermehrt.  



CEO-Advisor und Venture-Capital-Investor Iskender Dirik trifft die Menschen hinter den großen Deals im deutschsprachigen Raum – die Dealmacher.  



Zu Gast sind Investoren aus Venture Capital und Private Equity, Gründer, CEOs und Aufsichtsräte – und die Berater an ihrer Seite. Alle saßen am Tisch, als es um viel Kapital ging.  



Es geht um Fundraising, M&A, Exits und die Strukturierung komplexer Transaktionen. Und um das, was vor der Pressemitteilung passiert.  



Für alle, die selbst Deals machen und wissen wollen, wie andere Dealmacher entscheiden.

Transkript der Episode

Iskender Dirik: Ich bin Iskender Dirik, CEO-Berater und Investor. DEALMACHER ist für Gründer, Investoren und Entscheider, die verstehen wollen, wie die großen Deals wirklich funktionieren – Fundraising, M&A, Private Equity – und die Menschen dahinter. Jascha, was war der unseriöseste Deal, den du je gesehen hast?

Jascha Samadi: Das ist eine gute Frage und adressiert wahrscheinlich auch direkt das Stereotyp, unter der die Industrie so ein bisschen leidet. Ich glaube gar nicht, dass wir viel unseriös gesehen habe. Ich meine natürlich, klar, wenn du ganz zurück gehst, auch so in der Zeit vor Greenfield, habe ich selber irgendwann mal in ICOs investiert, also indische Coin Offerings, das waren Ja, so Fundraising-Methoden in der ganz frühen Zeit, 2015, 2016, wo du eigentlich nur Ethereum in ein Smart Contract geschickt hast und dann hast du Tokens von irgendeinem sehr spekulativen. Produkt oder Projekt bekommen. Ob das jetzt unseriös ist, weiß ich nicht. Ich denke, die meisten Leute, die damals investiert haben, wussten, worauf sie sich einlassen. Das hat in einigen Fällen gut funktioniert. Alles kurzfristig in vielen Fällen nicht wirklich. Mit Greenfield haben wir natürlich schon viel gesehen, aber ich glaube so Wir haben wahrscheinlich für den normalen VC gesehen, wir haben abenteuerliche Strukturen gesehen und auch gemacht. Wirklich unseriöses haben wir jetzt, glaube ich, nicht wirklich viel gesehen. Wir haben zum Beispiel mal einen sogenannten Dow-Race investiert. Was ist das? Das ist eine Finanzierungsrunde, die ja in Asien sehr dezentralen, basisdemokratischen Entscheidungsstruktur stattgefunden hat, also wo sich das Günther-Team sehr früh entschieden hat zu dezentralisieren, also auch nicht nur in der sondern eben auch in der Art und Weise, wie große richtungsweisenden Entscheidungen in Ihrem Projekt stattgefunden haben, eben indem Sie die Tokenholder fragen, mit abzustimmen. Dann haben wir die Runde damals verhandelt mit den Gründern und es war denen total wichtig, das als Proposal quasi in die Community reinzugeben und dann eben auch von der Community beschließen zu lassen. Und das ist ja wahrscheinlich eine sehr ungewöhnliche Struktur auch für uns gewesen, aber eine, die so mit am abenteuerlichsten war aber aber sicherlich nicht unseriös weil es geht dem tatsächlich in dem fall ging es darum das ganze zu öffnen und und in der community eben auch basisdemokratisch dann zu entscheiden. Aber klar, ich meine natürlich, der Space leidet oftmals darunter, dass einige wenige schwarze Schafe so die großen Narrative treiben und deswegen freue ich mich heute hier zu sein, um so ein bisschen das Licht in eine andere Richtung zu drücken vielleicht.

Iskender Dirik: Und dann Zuhörern zu erklären, wie funktionieren Krypto-Deals eigentlich? Was unterscheidet sie von VC-Deals? Das unterscheidet Sie vielleicht nicht von VC-Deals. Magst du zwei Sätze zu dir sagen? Klar.

Jascha Samadi: Ja, Jascha, einer der Gründer und Partner bei Greenfield. in 2018 gestartet wir machen im grunde klassisches soweit es klassisch möglich ist vc geschäft mit dem focus auf krypto block Wir werden sicherlich heute nochmal tiefer darauf eingehen, was das bedeutet, an welcher Stelle das klassisch ist wie VC und an welcher Stelle das vielleicht dann sehr anders ist. Ich habe, wie du selber gesagt hast, ganz, ganz früh mal angefangen, auch hier in Hamburg, aus der Uni heraus, so ganz klassisch mit einer Gründung. Die Firma ist damals UPD, finanziert von Neuhaus Partners da waren ja auch schon kollegen hier bei dir im podcast der Paul Jozefak und der Thomas Preuss die uns damals begleitet unterstützt haben wir haben dann sehr früh gemerkt dass er SMS, Dating, eigentlich nicht wirklich funktioniert, hatten aber glücklicherweise noch genug Kapital und Runway und haben dann den Shift gemacht. Das iPhone kam dann, das war so für uns der große Katalyst, also wir sprechen über die Phase 2008, 2009 und haben dann mit Apprupt, das ist dann nachher die Firma gewesen, die es auch geworden ist, im Grunde eine Plattform gebaut für App-Entwickler und später mit vielen Brands, mit denen wir gearbeitet haben und im Grunde denen geholfen haben, ihre Marketing-Aktivitäten auf mobilen Endgeräten, also Smartphones. iOS und Android war das damals, ja, effektiv und erfolgreich umzusetzen. Die Firma wird dann auch verkauft, den Browser, den man so vielleicht noch aus den frühen Anfängen. Und darüber bin ich dann tatsächlich in den Kryptobereich gerutscht. Ich war zwischen 2013 und 2016 bei Opera und die haben sich sehr früh damals mit der Frage, beschäftigt, was ist eigentlich die Rolle eines Browsers in dieser neuen dezentralen Internet-Architektur, die sich dann aufgetan hat mit Ethereum. Und das hat mich total inspiriert. Ich bin dann am Ende meines Earnouts da auch ausgeschieden und von da an dann eigentlich Vollzeit, also jetzt die letzten zehn Jahre fast in der Branche. geblieben.

Iskender Dirik: Du hast Greenfield gegründet, zusammen mit unserem gemeinsamen Freund Sebastian Blum. Ich habe Basti gefragt, was Das kann ich ja schon fragen. Frag ihn mal, wie der Name entstanden ist.

Jascha Samadi: Das ist eine gute Frage und ich sage immer, da gibt es es gibt die offizielle Version und es gibt die inoffizielle Version. Die offizielle Version ist das, wenn du dir anguckst, was also fernab der spekulation und irgendwie der volatilität die man am screen verfolgen kann eigentlich macht über diese vielen vielen ja auch sehr technisch komplexen Blockchain-Protokolle. Ist verändert oder stellt oder dreht eigentlich die Internet-Architektur, also die Art und Weise, wie wir Applikationen auf Infrastruktur Und auch welche Rolle der Nutzer hat innerhalb dieser Applikationsumgebung, dreht das Ganze eigentlich auf den Kopf und schreibt es in die App. einer gewissen Weise neu. Das heißt, wir haben den Namen damals sehr passend gefunden, weil es natürlich in gewisser Weise eine totale Greenfield Opportunity an der Stelle ist. diese Architektur neu zu schreiben von Null und Applikationen und auch die Infrastruktur dahinter komplett neu zu designen. Das ist die offizielle Geschichte. Die offizielle ist im Grunde auch wenig spektakulär. Ich bin, als ich bei Opera rausgegangen bin, hatte ich zwei Themenfelder, die mich besonders interessiert haben. Das eine war ganz klar Krypto, was es dann nachher auch geworden ist. Und das war, wenn ich mich erinnere, damals ein bisschen die Zeit, wo auch in Europa die Legalisierung von Cannabis begonnen hat und so die ersten Züge eben schon sichtbar waren. Und ich bin dann meistens immer so, wenn ich irgendwie Idee habe, die mich irgendwie interessiert, dass ich erstmal gehe und schaue, welche Domains dann noch frei waren und Greenfield, ich glaube, wir haben dann Greenfield.one und .vc und Capital. meine ich, die waren alle noch verfügbar und dann habe ich mir die erstmal gesichert, ohne zu wissen, was es nachher wird. Und das Interesse und die Opportunity war dann doch groß. größer, den Kryptoweg zu verfolgen. Und damit sind wir, glaube ich, heute auch ganz happy.

Iskender Dirik: Lieber Krypto als Cannabis. Richtig. heute was mitgebracht, das eine Geschichte über dich erzählt. Bitte noch nicht auflösen, aber erstmal kurz in die Kamera zeigen und erzählen oder erklären, was es ist für diejenigen, die es nicht sehen können.

Jascha Samadi: Das ist eine Ledger Hardware Wallet. Okay. Sprechen wir später drüber.

Iskender Dirik: Ich habe auch was mitgebracht, das ich mit dir verbinde. Das ist ein Lärmschutz Kopfhörer für Kleinkinder. Kommen wir später zu.

Jascha Samadi: Okay, bin ich gespannt. Jascha!

Iskender Dirik: Ich glaube, ich weiß, aber ich lasse mich überraschen. Schauen wir mal. Erklär uns mal, was ist am Investieren in Krypto anders als in der klassischen VC-Welt?

Jascha Samadi: Da gibt es unterschiedliche Betrachtungsweisen. Also das, was du, also wenn du jetzt, du kannst natürlich rein liquide Strategien, reine Trading Strategien. Du kannst irgendwie Market-Neutral-Strategien verfolgen, also im Grunde klassische Trading-Strategien, die du irgendwie auch an anderen Aktienmärkten verfolgen kannst. ... verfolgen kannst und das mal ausklammerst ... ... und dich auf das konzentrierst, was wir machen, ... was im Kern eigentlich ... ... sehr stark Venture getrieben ist, ... ... dann ... gibt es da viele Sachen, die sehr ähnlich sind, wie, ich sage mal, das, was der typische Venture Capital Investor macht und es gibt auch einige Sachen, die sehr, sehr, sehr unterschiedlich sind. Wenn wir mal mit denen anfangen, die ähnlich sind, dann ist im Kern unserer Strategie eigentlich die Beziehung und die Conviction in ein Gründerteam. auch bei Krypto nicht anders. Das heißt, wir treffen oftmals sehr früh auf Teams, die ein Problem erkannt haben und dieses Problem technologisch lösen möchten. dann die Blockchain und Krypto entdeckt haben als mögliche Lösung für dieses Problem. Das ist, glaube ich, schon mal einer der Kern. Punkte, die sehr ähnlich sind und sich ziemlich stark mit dem decken, was in klassischer Weise der VC macht. Ich würde mal sagen, der Due Diligence Prozess bei uns Hat auch viel Überschneidung. Natürlich gucken wir uns teilweise andere Sachen an. Wir achten teilweise auf unterschiedliche Aspekte. Einfach aufgrund der Tatsache, dass wir natürlich in einem anderen Technologiestack sind. investieren, als wenn du jetzt irgendwie E-Commerce ... ... oder sonstiges dir anguckst. Und im größten Teil, würde ich sagen, ist auch die ... Deal Execution mittlerweile, das war früher anders, aber mittlerweile, wenn ich mir Beteiligungsverträge angucke, vom Umfang her zumindest und auch von Investorenrechten. Ähnlich wie ein klassischer Beteiligungsvertrag in der GmbH. Die Zusammenarbeit nach dem Investment mit dem Gründer ist auch sehr ähnlich. versuchen natürlich irgendwie Sounding Board zu sein und Partner auf dieser Journey, die oftmals auch sehr viele Jahre dauert. Auch das ist sehr ähnlich. dann nach hinten raus aber oftmals sehr anders ist ist natürlich zum einen das instrument das wir erhalten also wir investieren oftmals in strukturen wo equity eine ganz kleine Rolle spielt, also wir sitzen in vielen oder überwiegenden Großteil der Fälle eben auch im Equity der Kernentity, aber der Value Capture nach hinten raus, eigentlich im Token stattfindet, das ein Instrument ist, das eben im Grunde dieser Branche ein Stück weit unique auch ist. Da werden wir sicherlich später auch nochmal tiefer drauf eingehen. was das dann bedeutet und das bedeutet vor allem für uns nach hinten raus dass das ich sag mal management der einzelnen portfolio position neben vielen anderen kleineren Dingen, das ist glaube ich so die Hauptsache, die sehr anders ist, weil wir am Ende des Tages unseren, auch als langfristiger Venture Investor, unseren Exit selber in der Hand haben. also wenn auf der reise alles so funktioniert wie geplant dann warten wir eben nicht bis die firma groß genug wird und microsoft oder sap kommt und die firma akquiriert und wir dann mit allen gesellschaft dann zusammen quasi die die firma verkaufen sondern wir halten diesen token der token ist liquide der ist im gegensatz zu einer aktie auch 24 7 liquide das heißt du musst eigentlich jeden tag neu aufwachen, auch samstags und sonntags, und die Position neu underwriten und überlegen, ob du das weiter hältst und ob du weiter Bullish bist oder was du machst. Und das ist etwas, Wir machen das jetzt seit 2018 in dem Konstrukt, in dem wir jetzt arbeiten, also mittlerweile auch schon acht Jahre. gelernt, aber das war am Anfang auch eines der Punkte, wo auch Sebastian hat da, genauso wie ich, wir haben immer auf der Venture-Seite gearbeitet, mit Firmen, in Firmen. Wir haben nie getradet, wir waren irgendwie nie Aktienhändler oder haben andere Strategien gefahren, die du vielleicht im Hedgefund siehst. Da haben wir wirklich viel lernen müssen und auch gelernt. und so diese beiden Sachen zusammenbringen, das ist, glaube ich, auch, wenn ich das jetzt aus der unternehmerischen Perspektive betrachte, so das total spannende ... an dem, was wir jetzt die letzten acht Jahre gemacht haben, dass du eigentlich merkst, ja, das hat schon sehr viel Überschneidungspunkte mit klassisch Venture, aber in gewisser Weise Gewisserweise schreibt sich das Spielbuch und das Playbook so ein bisschen neu, weil du eben eine Seite mit dazu nimmst, die es in dem klassischen Venture-Playbook bisher eigentlich nicht gegeben hat.

Iskender Dirik: Da würde ich gerne direkt reingehen und das auch für jeden verständlich machen, der sich bisher noch gar nicht mit Krypto und Tokens beschäftigt hat. Das heißt, du sagst, wenn ihr euch an einer Company beteiligt, gibt es eine Equity-Anteil, wie im klassischen Venture-Geschäft, das heißt Geld für Anteile. Dann gibt es aber noch die Komponente Token. Magst du vielleicht einmal sagen, was Token ist.

Jascha Samadi: Also im Grunde ist ein Token, wenn du Bitcoin kaufst oder Ethereum kaufst, dann Hast du letztendlich Exposure zu, und darüber kann man jetzt streiten, das kannst du philosophisch sehen, das kannst du ökonomisch sehen, das kannst du technisch sehen. gehen wir jetzt mal davon aus, wir beide sind uns einig, dass da irgendein Wert drin liegt. Dann kaufst du dir faktisch Exposure zu dem Wert, der dort innerhalb dieses Blockchain-Protokolls quasi entsteht und gehalten wird. Und das ist letztendlich der Token. Und das Ganze kannst du natürlich ... Bitcoin und auch Ethereum sind sogenannte Layer-1-Blockchains, also wirklich ganz unten unteren Ende des Stacks. Und das Ganze kannst du natürlich jetzt weiter hochgehen, indem du eben siehst, auf Bitcoin teilweise auch, aber vor allem eben die letzten Jahre auf Ethereum, Teams eben gestartet sind, weil Ethereum letztendlich eine General Purpose Smart Contract Chain ist. Das heißt, du kannst auf Ethereum obendrauf, musst du wie eine letztendlich wie eine dezentrale Entwicklerumgebung verstehen, auf der du Applikationen quasi deployen kannst. Und diese Applikationen haben eben auch die Möglichkeit, wieder einen Token zu launchen, weil, und das ist glaube ich so der große ... Die große Grundthese dahinter, dass eben der Wert, der in einem solchen quasi internetnativen protokoll entsteht am besten sich über den token reflektieren lässt weil equity dort nicht das angemessene Instrument ist, weil eben der Wert, der auf Ethereum quasi bewegt wird und auch dort dann letztendlich gecaptured wird, ist Internet Native. Das heißt, Ethereum hat kein Bankkonto, wo irgendwie kunden dann irgendwelche rechnung bezahlen und dann der wert dort dann irgendwie auf dem balance sheet der firma stattfindet nein das findet internet innerhalb dieser Protokolle statt und das quasi adäquateste Instrument dann teilzuhaben an diesem Wert ist eben der Token. So, das heißt aber trotzdem, nicht, dass wir, wenn wir in der Frühphase investieren, dass wir uns und oftmals, ich meine vor acht Jahren waren die überwiegenden Runden eben reine Turkenrunden. Und ich glaube, da hat die Branche sehr schnell auch gelernt und sich professionalisiert. Das war eigentlich, ich würde mal sagen, jetzt die letzten fünf, sechs Jahre so der Standardinstrument des quasi Equity. in der Company, weil am Ende die Gründer haben ja irgendwo trotzdem Angestellte, müssen Büromiete zahlen und irgendwie Gehälter zahlen. Das heißt, es gibt irgendwo eine klassische Firma. Und in der sitzen wir dann eben auch. Das ist so der Standard, dass du eben klassische Equity-Runden hast mit einem Token Warrant. Und das glaube ich, auch gut ist, gerade in der Füllphase gut ist, weil natürlich sich Dinge ändern können, Pläne ändern sich, es wird vielleicht nie ein Token geben, weil sie doch irgendwie in eine andere Richtung entwickelt haben und dafür ist dann die Equity Component eigentlich eine gute Downside Protection.

Iskender Dirik: Und die Upside liegt aber schon in den Tokens.

Jascha Samadi: Richtig. Also wenn ich dir, um ein Beispiel zu geben, gerade DeFi ist ja vielleicht auch so eines der Segmente, die so dem einen oder anderen begreifen. sein sollten, also Decentralized Finance. Also im Grunde so die logische Weiterentwicklung von Fintech-Produkten auf einem ganz neuen Stack. Und da gibt es letztendlich Lösungen, Plattformen und Protokolle, die du im Grunde wie einen Marktplatz verstehen kannst. Also dezentrale Kreditmarktplätze zum Beispiel, wo du über einen Smart Contract können du und ich zusammenkommen und du kannst einen Kredit vergeben und ich nehme den Kredit zu bestimmten Konditionen. Und das Ganze ist eben nicht über ... zentralen marktplatz vermittelt und gelöst sondern eben über den smart contract dadurch effizienter günstiger transparenter vor allem auch weil da eben nichts hinter verschlossenen Türen stattfindet und es ist alles öffentlich einsehbar auf der Blockchain. Und dann für diese Vermittlungsleistung, wie das auch in klassischen Fintech und anderen Branchen der Fall ist, nimmt der Marktplatz natürlich eine Fee. Und diese Fee landet jetzt nicht auf irgendeinem Bankkonto, sondern dadurch, dass das ja die Transaktion nativ im Internet-On-Chain stattfindet. berührt diese Transaktion des Fiat-Banking-Systems eigentlich gar nicht. Das ist effizienter dann eben zu sagen, das Protokoll, also der Marktplatz, capturet. den Phi-Value, den es generiert durch die Transaktion. eben auch on-chain und das Instrument dann dort quasi die Exposure zu haben, ist letztendlich idealerweise der Token.

Iskender Dirik: Du hast zwei Aspekte noch genannt, die ich sehr, sehr spannend finde. Das eine ist Decentralization. Jetzt hast du ja gesagt, ihr investiert, das ist schon genauso wie im normalen. VC-Business, ihr investiert in die Gründer. Ist es nicht so, dass sobald die Decentralizen, da die Macht sich verschiebt, von den Gründern weg? Und was bedeutet das für euch? Verliert er an der Stelle Kontrolle?

Jascha Samadi: Ja, das ist eine gute Frage. Und ich versuche das, weil das ist tatsächlich, also wenn man drei Schritte zurückgeht, ist das, was du gerade ansprichst, für mich ... einer der intellektuell am faszinierendsten Subthemen und Subkategorien unserer Branche, weil du musst dir Krypto verschwunden machen. nicht nur ein technologisches Experiment. Ja, wir machen Dinge, die wir vorher zentralisiert irgendwie über AWS und Interface gelöst haben. Jetzt auf einmal dezentral auf dieser neuen Umgebung, Ethereum, Solana, wie sie alle heißen.

Iskender Dirik: Und sorry, dass ich aber dezentral heiß für unsere Zuhörer. Mhm. Heißt unter anderem, dass dann die Tokenhalter abstimmen zum Teil, oder?

Jascha Samadi: Genau, das ist ein Layer der Dezentralität. Also wenn wir den untersten Layer ansprechen. ist die technologische Dezentralität. Das heißt, es gibt nicht einen zentralen AWS Google Cloud Server, sondern Ethereum hat über eine Million Values. Datanodes, also sehr dezentral. Das heißt, das ist im Grunde auf der Hypothese basiert, dass wenn du zwei Drittel des Netzwerkes hast, die quasi offline gehen oder mehr, kannst du trotzdem noch weiterhin den service am leben halten das heißt das ist die technologische dezentralität und die ist vor allem auch dafür wichtig dass du das große Leistungsversprechen eben erfüllen kannst, nämlich Ownership. Also das Asset, das du hältst, den Bitcoin oder den ETH, den kann dir im Zweifel niemand nehmen. Es sei denn, jemand bricht bei dir ein und wendet physische Gefalt an. Und das ist eben nur dann möglich, wenn du gleichzeitig eine Offenheit der Plattform hast, die nicht von einer Entität oder einem oder einem server abhängt und auf der anderen seite für jeden verifizierbar ist weil das ganze funktioniert nur wenn also zwischen die und mir funktioniert eben, also wenn wir quasi PayPal nicht dazwischen haben wollen und PayPal garantiert mir, dass das Geld, das du mir schickst, auch wirklich bei dir ist und umgekehrt. dann funktioniert das nur, wenn wir das auf einer Plattform machen, die keine Blackbox ist. Und die muss offen einsehbar sein für jeden. Das heißt, du musst technisch die Möglichkeit haben, ob du es wirklich nutzt, das ist eine andere Frage, verifizieren zu können, was ich bei mir habe und umgekehrt genauso. Und das heißt, um mal zurück zu deiner Frage zu kommen, das ist die Ebene der technischen Dezentralität. Da drüber gibt es dann, weil man sich natürlich die Frage stellt, ja gut, Vielen Dank. Es geht also darum zu verhindern, dass du Einfluss von einer Partei, einer Entität hast, die dieses Leistungsversprechen der Blockchain quasi obsolet macht, nämlich Ownership. Dann reicht es nicht, wenn wir die technische Ebene dezentralisieren, sondern wir müssen auch die Ja, im Grunde so die soziale Ebene dezentralisiert, die Frage. wer trifft eigentlich wann welche Entscheidung, weil wenn du das Ganze technisch dezentralisierst und trotzdem eine Person hast, die alles entscheidet, dann ist mein Asset ja nicht von Fremdeinwirkung geschützt. Genau so wenig wie deins. Das heißt, was du dann siehst, ist eigentlich, und das ist aus meiner Sicht so die zweite total spannende Intelligenz. sehr stimulierende Frage, wie, und da gibt es, um dem vielleicht vorwegzugreifen, da gibt es noch kein Playbook. Da gibt es unheimlich viele Ansätze, viele unterschiedliche Modelle, die probiert wurden, aber es hat sich noch nicht so das eine, der goldene Weg irgendwie hervorgetan. den du jetzt, den du irgendwie quasi blind einfach runter exekutieren kannst. Das heißt, und das ist aus meiner Sicht eben eine der total spannenden Gründe, Auch in großen Research-Feldern, wie schaffst du diese Entscheidungsstrukturen und funktioniert das überhaupt? Auch da gibt es große Zweifler, die sagen, nein, nein, das funktioniert nicht, weil es sich ein Stück weit ja auch mit dem Ethos der Frühphase beißt. ja, move fast and break things. Also wir müssen, wenn wir irgendwie was gründen, müssen wir in der Lage sein, agil zu bleiben und irgendwie beim Mittagessen irgendwelche großen Entscheidungen zu treffen. Weil wenn wir es nicht tun, macht es jemand anders. Wenn wir jetzt aber in der Phase schon zu unseren ... ... ja, 35.000 Tokenholder gehen müssen, ... die im Zweifel vielleicht auch ... ... einfach nur spekulative Interessen haben ... ... und jetzt muss ich die fragen ... ... und von denen eine Mehrheit haben, ... um irgendwie folgende Partnership ... ... oder folgendes Feature zu implementieren, ... ... dann beißt sich das und ... ... und da hat sich im Grunde so ein bisschen ... Ja, eigentlich so ein Mittelweg hervorgetan, wo viele Teams in der Frühphase richtigerweise das noch zentral, also technisch dezentralisiert haben. Aber die soziale Ebene der sozusagen Entscheidungsprozesse noch sehr eng und sehr nah halten, weil du ansonsten, und das ist glaube ich eben auch das eine der die in unserem in unserem space ähnlich ist wie in jedem anderen technologie getriebenen für phrasen bereich du musst agil bleiben und und das setzt voraus dass du die hast schnell entscheidung auch große entscheidung schnell zu treffen und deswegen ist was die meisten teams eben versuchen ist das quasi sukzessive zu machen also erst erstmal etwas zu bauen, das funktioniert, das genutzt wird, wo auch Nutzer vielleicht bereit sind zu zahlen. Wenn du dann später an dem Punkt bist, das heißt das Ganze nicht mehr ganz so fragil ist, das dann auch in den Entscheidungsprozessen zu öffnen.

Iskender Dirik: Eine Frage bekomme ich von Gründern konstant: Welchen Anwalt für VC und M&A? Meine Antwort seit über zehn Jahren: Peter Möllmann, PXR. Erfahrungen, High-Stakes-Transaktionen, Steuer-Know-how, echte Tech-DNA – kaum jemand vereint das so! Was Michael Schrezenmaier über ihn sagt?

Michael Schrezenmaier: Der Peter ist der Rundeste, im Sinne von nicht körperlich, sondern war bei McKinsey, der Steuerberater und der Anwalt. Der kann alles. Und ich persönlich mag ihn. Es gibt eine Menge andere Superanwälte, aber zumindest aus vielen Angel-Zeiten und auch sehr kollegial mal auch per WhatsApp kurz mal geholfen, ohne … also ist schon sehr gut.

Kann ich bestätigen. Ja, du kennst ja auch gut, oder? Ja, der ist einfach sehr gut. Der ist es schon rund. Also da kommt immer zurück: Das würde ich so machen. Okay, dann weißt du eigentlich, dann musst du das so machen.

Iskender Dirik: Wenn ihr ein Intro zu Peter wollt, meldet euch bei mir. Ende der Werbung. Jetzt ist es ja im Early Stage VC Bereich schon eine Kunst für sich, einen Equity Wert zu bestimmen. Wie ist denn das mit den Tokens? Wie viele Tokens bekommt man denn da?

Jascha Samadi: Auch das ist, ach du sprichst die richtigen Fragen an, also auch das ist eine große Frage, die sich ja auch über letzten jahre glaube ich immer wieder verändert du hast natürlich zum einen relative bewertungs benchmarks nur weil sich ist tendenziell so ist, wenn irgendwie Bitcoin bei über 100.000 ist oder Ethereum bei über 4 oder 3, dass du da ... dann natürlich auch ... ... tendenziell höhere Bewertungen am Markt siehst ... ... und umgekehrt genauso. Das heißt, ein Stück weit ist das zyklisch. In der Regel hast du aber ... Bewertungskorrelation zu deinem, zu dem Equity auf dem Token, die festgelegt ist. Und die ist natürlich verhandelbar, so kannst du sagen eben. pro prozent equity in der company bekommst du ein halbes prozent des token supplies der token supply ist oftmals auch fixt also auch das ist etwas das ein bisschen anders funktioniert, als in der klassischen Equity-Welt, dass du manchmal eben den Token-Anteil nicht dilutef hast. Du hast am Ende auch ... Gehe weniger, in der Regel weniger Ownership auf dem Token als auf der Equity-Seite. Auch das ist etwas, das wir ja sehr früh eigentlich haben lernen müssen, dass du klassisch VC ... funktioniert ja nach Ownership-Maximierung und wir wollen irgendwie immer unsere Poratas halten und im Zweifel vielleicht noch mehr nachkaufen. Das ist bei Tokens ein bisschen anders, gerade wenn das ganze dezentral sein soll, dann beißt sich die Katze deinen Schwanz, wenn es da einen gibt, der 30 Prozent an dem gesamten Netzwerk hält. Und deswegen sind Die Dynamiken ein bisschen anders und Bewertungen finden sich ähnlich, aber wie, glaube ich, auch in anderen Bereichen. und natürlich dir anguckst, was ist der Markt um dich herum, wie ist der gerade bewertet, wie viel Kapital braucht die Firma auch, um den nächsten Schritt zu gehen. Genau und dann wird oftmals natürlich an der Stelle auch verhandelt.

Iskender Dirik: Thema Dynamiken, wenn sich so ein Token gut entwickelt, dann kann es doch schon sein, dass so eine Company eine größere Treasury aufbaut, einen größeren Wert als euer gesamter Fonds.

Jascha Samadi: Ja, das ist schon häufiger passiert.

Iskender Dirik: Verändert das was im Machtverhältnis oder seht ihr das eher positiv? Also wir sehen es natürlich positiv.

Jascha Samadi: In dem Fall, das würde bedeuten, wenn das Protokoll, die Treasury ... 30, 40 Prozent des gesamten Token Supplies, wenn das einen gewissen Wert erreicht hat, dass wir dann natürlich davon auch partizipieren, weil eben unsere Position entsprechend im Wert auch gestiegen ist. Ist es aber auch nicht so, dass dann ... im Zweifel, also vor allem in einem reiferen Stadium, die Gründer dann machen können, was sie wollen. Weil, wie ich eben schon gesagt habe, in vielen Fällen öffnen sie dann die Entscheidungsprozesse auch. Das heißt, über große Treasury-Entscheidungen trifft im Zweifel dann eben auch die Community oder zumindest Mitsprachen. recht so gleichzeitig ist es aber auch nicht so dass die treasury dann nur eingesetzt wird für irgendwelche spending sondern die wird eben auch eingesetzt um in der das eigene Ökosystem zu investieren. Es gibt gerade im DeFi-Bereich viel so auch Incentive-Programme, wo eigentlich die Treasury eingesetzt wird. ... wird als Marketinginstrument oder Anreiz. Also im Gegensatz zum klassischen Weg, ... ... dass du jetzt irgendwie eine Finanzierung hast ... und erhältst 30 Prozent davon. Marketingbudget, also quasi effektiv gibst du Ownership an deiner Company ab, um einen Teil mit dem, was du dafür bekommst, in Marketing zu stecken, um Nutzer anzusprechen. ist so das gängige Playbook eigentlich im Kryptobereich, dass du das quasi umgehst und die Ownership am Protokoll direkt dem Nutzer gibst. Also wenn du jetzt im Liefer, nehmen wir das Blending-Beispiel wieder von vorhin, also den Kreditmarktplatz, hast du oftmals so die letzten Jahre ... sogenannte Airdrops gesehen. Das heißt, das Team hat irgendwann einen Snapshot gemacht und dann in der Retrospektive sich angeguckt, welche Nutzer, also welche Wallets haben eben in welchem Umfang quasi unser Produkt genutzt und dann ein Teil der Treasury, je nach sozusagen Umfang der Nutzung. auf die einzelnen Nutzer verteilt, um das eben auch zu honorieren, zu inzentivieren. Aber gleichzeitig auch den Nutzer, das ist zumindest der Grundgedanke dahinter. dann nicht immer funktioniert in der Praxis, den Nutzer auch zum Inhaber, Mitinhaber zu machen. Also da gibt es eben auch andere Modelle und Lösungen in der Hinsicht.

Iskender Dirik: dass eure oder Companies in eurem Bereich on-chain sind, heißt ja auch maximale Transparenz. Das heißt, du könntest da theoretisch mit einem Gründer in einem Meeting sitzen und er verkauft gerade seine Tokens. Was heißt das für so einen DD-Prozess und fallen da manchmal schon komische Sachen auf, wenn man dann reinschaut?

Jascha Samadi: Naja, ja, also kurze Antwort ist ja. Ich glaube, das ist ein großer Vorteil, um ehrlich zu sein, den wir da haben. Und es kommt drauf an, in welcher Phase du bist. Und viele der Sachen, die wir machen oder gemacht haben, sind pre-launched. Das heißt, du sitzt zu einem Tisch mit jemandem wie jetzt hier und da ist noch ... nichts da, was du dann gucken kannst. Das heißt, da hast du dieses Instrument eigentlich nicht, sondern du hast es dann erst später, wenn die der das Protokoll gelauncht ist. Und meistens ist es ja, was die Token-Allokation betrifft, auch so, dass du dann mit dem Launch niemand seine gesamte Allokation einmachst. sondern du hast in der Regel so Lock-up und Investing-Perioden auch für Investoren von irgendwie so zwei, drei Jahren. einem Cliff von einem halben bis ein Jahr, das heißt im ersten Jahr kann eigentlich niemand verkaufen. So, gerade bei den reiferen Projekten und wir haben bei uns intern natürlich auch das entsprechende Tooling aufgebaut, wo wir große Tokenbewegungen auch tracken und es gibt dann ein Alert bei uns. oder bei dem jeweiligen Dealverantwortlichen uns sowas natürlich auch anschauen und dann auch fragen. Oder wir gucken uns an, wer aus dem Cap-Table zum Beispiel eine größere Position zu Coinbase bewegt. Dann kannst du davon ausgehen, dass da möglicherweise der Plan besteht, eben zu verkaufen. Was auch nicht immer schlimm ist. Das ist ja total legitim. Also das ist ja in Ordnung. In der Due Diligence hilft uns das, also bei den Sachen, die eben schon live und gelauncht und on-chain sind. Tatsächlich insofern, dass wir, glaube ich, die Möglichkeit haben, auch in einem ersten Call mit einem Team viel mehr educated reinzugehen, indem du eben Großteil deiner vor dem ersten Call machen kannst und dir eben von dem, was dort die Nutzer machen, total viel über das Produkt lernst und dann eigentlich reingehst und diesen ganzen Pitch skippst und sagst, ich weiß eigentlich, was ihr macht. Ich weiß auch, wie gut oder wie schlecht es funktioniert und fünf oder sechs oder sieben ganz konkrete Fragen mitgebracht hast zu dem jeweiligen Protokoll.

Iskender Dirik: habt ihr da auch AI-LLMs im Einsatz, die ihr dann

Jascha Samadi: Ja.

Iskender Dirik: Transaktionen reinschauen lassen.

Jascha Samadi: Ja, schon. Wobei da muss man sagen, in der Theorie absolut. Und das wird auch kommen. Ich glaube, wir sind jetzt noch nicht da. das alles 100% wirklich funktioniert, weil oftmals auch, wenn du dir jetzt ein Protokoll anguckst, ist das und wir haben ja ein Engineering-Team bei uns, die da einen fantastischen Job machen, ist es eigentlich erstmal eine große Herausforderung zu gucken, also wie ist diese, das ist dann ein Sammelsurium, so eine Applikation aus unterschiedlichen Smart Contracts. Du musst da erstmal durchsteigen, welche Komponente hat eigentlich welche Funktion, was bedeutet das und deswegen ist das noch nicht so ganz frictionless, dass du das eben, aber der Weg ist da klar, aber noch würde ich sagen, funktioniert das noch nicht einwandfrei.

Iskender Dirik: Nochmal zu der Liquidität von Tokens. Das heißt ja eigentlich auch, dass Secondaries sozusagen einfacher gehen in eurer Welt für einen Gründer als in der klassischen VC-Welt.

Jascha Samadi: Ja, und ich glaube, das ist, also wenn ich jetzt meine, aus meiner Beobachtung jetzt, und hat sich meine Sichtweise, glaube ich, auch ein Stück weit verändert. Aber ich komme selber aus, ja, wenn du guckst, wir haben ja selber mal Venture geraced in der alten Company. Und da war irgendwie so das Mantra klar. Ich meine, mittlerweile ist, glaube ich, grundsätzlich ein anderer Umgang mit Secondaries von Gründern. Aber was ich gemerkt habe, ist, dass ... Bei den Gründern, die das dann auch machen und nutzen, dass das auch unheimlich viel Druck aus dem, also negativen Druck aus dem Kessel nimmt. Und gleichzeitig natürlich machen die das in einer Art und Weise. wo es transparent ist für jeden und wir wissen, dass es auch transparent ist für jeden. Und deswegen glaube ich sehr gewissenhaft, wenn es dann stattfindet. Und auf der anderen Seite ist das aus meiner Sicht auch total, total legitim. Also warum denn nicht? Wir haben uns in der Struktur der Finanzierungsrunde darauf geeinigt, dass es irgendwie x Jahre an Lockup und Vesting irgendwie gibt und wenn die dann angefangen haben zu laufen, dann ist das ja auch legitim. Natürlich kommt es immer darauf an, in welchem Ausmaß und auch ehrlicherweise ist da manchmal die Community schneller als wir selber darin sowas zu erkennen und zu flaggen und dann gibt es irgendwelche Tweets und da wird dann geschrieben ist irgendwie die wallet xyz und wer ist das und wer bewegt es und aber ich glaube das ist also wie gesagt mit dem caveat das ist natürlich auf den Umfang ankommt, nicht unbedingt immer nur, was das negativ ist oder negativ behaftet.

Iskender Dirik: Ich würde gerne gleich auf drei Beispiele aus eurem Portfolio eingehen, um das Ganze so ein bisschen anfassbarer zu machen. Aber noch eine Sache vorab, die ich total spannend finde, die du eben erwähnt hast, nämlich dass der 24-7-Charakter eures Businesses Im klassischen VC-Business passiert es selten, dass du über das Thema Exits sprichst, leider. Und bei euch ist eigentlich jeden Tag die Chance eines Exits da, weil die Token liquide sind. Was heißt das für den Day-to-Day so eines Fonds und auch für euch?

Jascha Samadi: Ja, das heißt im Zweifel, dass du eigentlich, also die Organisation als solche, eigentlich nie schläft. Was man natürlich auch sagen muss, wir traden jetzt nicht täglich und wir versuchen auch nie, den Markt perfekt zu timen, dass wir jetzt irgendwie ... sitzen und irgendwelche Analysen, Chartanalysen machen und irgendwie rein und raus, Position auf, zu, auf. Also das ist es nicht. Das ist schon alles sehr langfristig. Das ist im Grunde wie so eine ... ja, Long-Only-Buy-and-Hold-Strategie. Wir nehmen auch kein Leverage. Wir würden auch nie Short-Positionen eingehen. Also ... ... in der Hinsicht ist es sehr ... Ich sage mal, direktional venture-aligned, dass wir eigentlich nur auf die Upside gehen und sehr langfristig. aber trotzdem dazu dass du natürlich opportunitäten hast am markt und was meine ich und die duh wahrnehmen kannst aber nicht musste und was meine damit dass du wir gemerkt haben dass es sinn macht auch trotz der tatsache dass wir nicht täglich traden oder versuchen den markt zu teilen wachsam zu sein und gewisse Tools, Prozesse, Frameworks zu entwickeln, um den Markt auch 24-7 zu beobachten, weil es gibt genug Beispiele jetzt auch in der Vergangenheit, wo du ja, in den letzten zwei Jahren ja vor allem auch, Krypto sehr viel stärker auch eigentlich sich mit Makro und der klassischen Finanzierung welt verbunden hat das heißt gewisse kapitalströme in aktienmärkten haben auch auswirkungen und korrelieren mit dem was mit crypto passiert das war so in der phase ja 2017 18 und davor eigentlich nicht so stark der fall das heißt es gibt es gab und gibt fälle wo in der welt irgendwas passiert ist was eine auswirkung auf liquidität hat und damit dann eine negative auswirkung auf den preis ohne dass fundamental in dem mit dem jeweiligen Produkt, Protokoll, Projekt. dem Kapital, was das Team noch hat. der Langfristigkeit, in der die Nutzer das Produkt nutzen, irgendwas passiert ist. Und das heißt, wir haben gelernt, dass es Sinn macht, das zu beobachten, weil du eben dann solche Möglichkeiten nutzen kannst, um zum Beispiel nachzukaufen, was auch nicht typisch ist für den V10. Also wenn wir sagen, wir sind weiterhin ... Bullish, haben hohe Conviction und haben jetzt die Möglichkeit, zwei Jahre später, ich denke mir jetzt irgendwas aus, aber zwei Jahre nach unserem Investment aufgrund irgendeiner Externalität. Ähm. Ja, zu einem 10 Prozent Premium der damaligen Runde einzukaufen, dann ist das eine fantastische Opportunity. Und da haben wir gemerkt, dass sich das lohnt, wachsam zu sein und solche ... um solche Swings dann irgendwie auch mitzunehmen. Wurdest du schon mal wach gemacht? Heißt, wurdest du schon mal aus dem Schlaf geholt? Aufgrund einer Bewegung? Nein, also ... Das glaube ich noch nicht, nein. Weil so ad hoc ist es dann ehrlicherweise auch nicht, dass wir jetzt irgendwie Sonntagmorgen um halb vier ... im Halbschlaf dann irgendwelche Investmententscheidungen treffen. Was wir schon machen, ist, dass wir ... ... Frameworks oder einfach Preis ... Niveaus definieren, auf denen wir dann nachkaufen würden. Aber das sind keine Entscheidungen, die wir dann irgendwie morgens um drei oder sowas treffen würden, sondern das sind dann schon strukturiertere Entscheidungen, aber ad hoc, also das schon. Ja.

Iskender Dirik: Jascha, ich habe in euer Portfolio geschaut und würde gerne drei Portfolio Companies rauspicken, anhand derer du uns vielleicht so ein paar Dynamiken mal ganz handfest erklärst. könntest. Und einer ist ganz aktuell, gerade die letzten Tage passiert, vor ein paar Tagen, richtig? Polymarket hat Brahma übernommen. Jetzt ist das die Gelegenheit, dass du uns einmal erklärst, was ist Brahma, was ist Polymarket und was hat das eigentlich mit der Wall Street zu tun?

Jascha Samadi: Nee, das ist, ja, wie du sagst, das ist ein sehr aktuelles oder präsentes Beispiel. Also ich fange mal vielleicht mit Polymarket an. einer der beiden großen amerikanischen Prediction Market Plattformen, also zu deutsch Prognosemärkte, würden wir wahrscheinlich sagen. Und was du da machen kannst, ist, du kannst, also die Prediction-Märkte, die Idee dahinter, die existiert auch schon wesentlich länger. als es irgendwie Krypto oder Blockchain gibt. Es geht nämlich um Wisdom of the Crowd, also Schwarmintelligenz. Letztendlich die Grundannahme, dass wenn du zu irgendeiner komplizierten Frage draußen 100 random fußgänger befragt dass der durchschnittswert der antworten immer näher an dem eigentlichen Ergebnis oder der Wahrheit liegt, als wenn du drei Experten fragst. Und was auf Prediction-Märkten passiert ist, kannst du glaube ich aus zwei Sichtweisen betrachten. Für die einen ist das irgendwie Spekulationen, Online-Wetten. Und für die anderen ist es ... Ein interessantes Vehikel und ein interessantes, großes Experiment. Wissen über unterschiedliche ... Themen, das in den Köpfen der Menschen herrscht, an das Tageslicht zu bringen. Und das heißt, es funktioniert im Grunde so, dass du hingehst und also ich glaube so richtig Mainstream bekannt ist das Ganze im letzten US-Wahlkampf geworden, wo da natürlich so einer der größten Märkte dann der war, wird Trump oder Harris gewinnen und es dann auch während des Wahlkampfs tatsächlich der wirkliche Durchbruch, glaube ich, auch der war medial, dass dann Polymarket die quasi die Prognosen dieses Marktes dann auch in großen Mainstream-Medien geschafft hat, also NBC und CNN, die dann, glaube ich, darauf referenziert. haben und am ende auch tatsächlich das ergebnis sehr nahe getroffen hat das heißt du und ich können dorthin gehen wenn wir wissen spezielles wissen zu irgendeinem bereich zu einem thema Das fängt bei Sport an, hört bei Geopolitik auf und dazwischen findest du ein Sammelsurium an Themen, auch aus der Forschung. können dann dort quasi einen finanziellen Einsatz geben. Also du wettest ein Stück weit schon auf das Wissen, das du hast. Du wüsstest besser als der Durchschnittsbürger da draußen, wer jetzt in der nächsten Präsidentschaftswahl in den USA oder in Deutschland bei einer Wahl ist. gewinnt dann kannst du dort teilnehmen und und wenn dann das ergebnis da ist dann wird der markt aufgelöst und dann dass der einsatz entsprechend verteilt und das ist die Grundfunktion dahinter. Das Thema hat in den USA mittlerweile eigentlich einen Umfang, einen Ausmaß angenommen, dass man so vor ein paar Jahren nicht gedacht hätte. Polymarket ist im Gegensatz zu Kalshi, das ist so der zweite große Wettbewerber, komplett on-chain. Das heißt, das findet eben ... auf der Blockchain statt, mit all den sozusagen Sekundäreffekten, die das mit sich bringt, was eben die Aggregation von Liquidität ansehen wird. betrifft was die transparenz betrifft die glaube ich dabei ganz wichtig ist ja dass du als teilnehmer die gewissheit hast nicht jeder wird das nachvollziehen, aber zumindest die Möglichkeit hast, nachzuvollziehen, wie, was, wo, wer gewettet wird und wie sozusagen der Markt dann aufgelöst wurde. Und Polymarket jetzt speziell hat vor kurzem oder im letzten Jahr war das eine größere Finanzierungsrunde gemacht von zwei Milliarden. Ich glaube, die Bewertung war neun Milliarden. von der Mutter oder der Parent Company der New York Stock Exchange. Also ein interessantes Beispiel auch da zu sehen, dass ja letztendlich die Wall Street oder auch klassische, traditionelle Finanzbranchen sozusagen sich dem Thema annehmen. Und Brahma auf der anderen Seite war bei uns aus dem Portfolio. 2023 die sieht runde gemacht berliner team alessandro ganz interessant eigentlich gestartet mit der idee die fall transaktionen zu vereinfachen, die Komplexität rauszunehmen, gerade für DeFi-Heavy-User, dem sogenannten DeFi-Console gebaut, wo du im Grunde gewisse Transaktionen ... also auch über mehrere Protokolle hinweg automatisieren konntest, Alerting und solche Sachen. Und genau, die sind jetzt vor kurzem, wird die Firma ... man Polymarket verkauft, auch da glaube ich so ein bisschen das Signal zu sehen, dass ja diese traditionelle Finanzbranche eigentlich DeFi als Opportunity erkennt. mit Brahma ein sehr, sehr DeFi-natives Team jetzt Teil der Polymarket-Organisation geworden, das sich dort künftig um alle On-Chain-Themen kümmert. Also auch da das Onboarding sicherlich stärker verbessern wird. Auch alles, was du im Grunde um die Smart-Accounts herum bei Polymarket machen kannst. unterschiedliche, wahrscheinlich weitere komplexere On-Chain-Transaktionen, die du um diese Prediction-Märkte herumsehen wirst. Da wird viel passieren. Ein interessanter Datenpunkt, so auch in dem Gesamttrend, den wir jetzt seit einer Weile beobachten, dass so ein bisschen diese sehr native DeFi-Welt mit der klassischen Finanzwelt ein Stück weit verschwimmt und zusammengeht.

Iskender Dirik: äh, Vielen Dank. Hattet ihr in dem Fall auch einen attraktiven Equity

Jascha Samadi: -Exit? Das war tatsächlich mal, genau, gut, dass du es ansprichst, das war tatsächlich, also ... Wir haben da keinen Token gehalten und es war eine klassische M&A Transaktion und weil genau. Brahma hat keinen Topen gehabt.

Iskender Dirik: Dann ganz kurz zu einer zweiten Company. Ich habe gelesen, ihr habt da eine Portfolio-Company, die macht mehr als 50 Millionen. Profit. Wer ist das? Wie geht das?

Jascha Samadi: Du spielst wahrscheinlich auf die Firma Gattaca drauf an, die weniger, also bekannt sind für den Titan Builder. Titan wie Titan. Genau, wie Titan. Was ist Titan Builder? Titan Builder ist ein Ja, sogenannter Ethereum Block Builder. Was macht ein Block Builder? Das ist also eine sehr interessante, also das Thema ist sehr technisch. Und Blockbuilding findet im Grunde ja so sehr tief am unteren Ende des Ethereum-Stacks statt. 20 in die Firma investiert und sind mit denen dann eigentlich so diese Reise durch die, ich sage mal Ethereum Transaction Supply Chain gegangen. also was ist die Transaction Supply Chain? Du musst dir vorstellen, zwischen dem Klick, den du in deiner Wallet machst, eine Transaktion on-chain auszuführen, bis dann diese Transaktion tatsächlich in einem Block auf der Ethereum-Blockchain für immer und ewig festgeschrieben ist. durchläuft sie eine Supply Chain. Da gibt es unterschiedliche Gates und Stakeholder und Akteure, die sozusagen deine Transaktion berühren und von einer Seite in die andere geben. Und der Blockbuilder ist in dieser Supply Chain ein ganz wichtiger Akteur, nämlich der ist der Gatekeeper, der Der sitzt quasi fast am Ende dieser Kette und pickt sich aus unterschiedlichen Transaktionsquellen. Das kann der sogenannte Public-Man-Pool sein, also der große Pool, in dem alle Transaktionen öffentlich sind. Das kann sozusagen Proprietäre sein. Transaktionsquellen sein und baut dann den aus all dem, was er bekommt, baut er dann den profitabelsten Block zusammen, weil du musst dir vorstellen, die Blocks haben gewisse Größenlimits. Du kannst da also nicht beliebig viel reinstopfen und es ist so ein bisschen wie Tetris am Ende des Tages. Also du musst schon sehen, dass du den Platz den du hast, auch ideal irgendwie zusammenstückelst, um ihn auch eben möglichst effizient zu nutzen. Und wenn er das getan hat und besonders gut macht, weil es mehrere Blockbilder, die natürlich, das ist ein offenes Ökosystem, es gibt jetzt niemanden, der das exklusive Recht hat, das zu tun. Sehr kompetitiv und dann hast du eben diese Akteure, die den Block dann an den sogenannten Proposer übergeben. Der Proposer ist der, in dem nächsten Block ausgewählte Validator, der den Blog sozusagen ins Netzwerk dann geben darf. Und der nimmt sich natürlich den Blog von dem Bilder, der den meisten Profit hat, weil die ökonomisch inzentiviert sind. Und wenn du da kompetitiv sehr gut drin bist, was eben Titan bei dem der Fall ist ... dann ist das eine sehr, sehr profitable Unternehmung und das ist ein Team, auch kein großes Team, ungefähr 20 Leute in London, die das seit einigen jahren sehr gut machen auch finanziell wirklich die firma sich sehr gut entwickelt hat die haben jetzt videos auch gesagt auch das sind keine intern aber das ist alles für jeden On-Chain einsehbar, wenn du weißt, wo du gucken musst. Die haben jetzt in diesem Jahr so in den ersten zehn Wochen etwas über 50 Millionen Dollar Bilder. Also mit dieser Blockbuilding-Aktivität. Das ist jetzt kein Token-Value, sondern das ist wirklich aus operativer Tätigkeit. echter Umsatz. Korrekt. Das ist aber Umsatz, der natürlich auch On-Chain generiert wird. Also du hast, weil die Aktivität letztendlich On-Chain stattfindet, findet und die Werteflüsse dann eben auch on-chain sind. Aber das ist eine normale in Anführungsstrichen Firma. Und mit ganz normalen Angestellten, die im Grunde einen sehr, sehr hoch performanten Infrastruktur-Stack entwickelt haben und das damit sehr gut machen.

Iskender Dirik: Was passiert mit diesem Profit? Kriegt man den da raus? Holt man den raus? Lässt man den da drin? Zahlt man da Dividenden mit aus oder am Ende?

Jascha Samadi: Ja, also ich meine, am Ende ist es immer noch ein Wachstumsmarkt. Ich glaube, wenn du dir, und auch immer noch eine Firma, die sehr viel Wachstum auch noch vor sich hat. glaube ich, und wir da nicht investiert sind, um jetzt im Jahr fünf oder sechs Dividenden zu bekommen, sondern im Grunde der Großteil und da glaube ich in der Phase sind Und sie ist die Firma auch noch, dass der Großteil da ins Wachstum reinvestiert werden sollte, weil die Opportunity einfach sehr groß ist. Und wenn du überlegst, die machen das auf heutiger Transaktion. der Ethereum-Blockchain ist natürlich unsere Grundhypothese oder Arbeitshypothese hinter vielem von dem, was wir machen. Wenn du dir das Transaktionsvolumen heute anguckst und das Transaktionsvolumen in zehn Jahren anguckst, dass natürlich auf Ethereum und auch anderen Blockchains noch unfassbar viel Wachstum vor uns liegt. und damit so eine Firma wie Gattaca eigentlich sehr gut positioniert ist, diese Welle eben voll mitzunehmen.

Iskender Dirik: Lass uns noch zum dritten Beispiel, weil das glaube ich ein gutes für ein Token-Liquidity-Event ist. Die Company 1inch. Ganz kurz, was macht die und wie habt ihr da von den Tokens profitieren können?

Jascha Samadi: Ja, 1inch ist, ich will nicht sagen, das Gegenbeispiel von dem, was wir gerade besprochen haben, aber es ist vor allem eines der ersten Investments aus unserem allerersten Fund. gewesen. 1inch ist, oder das Produkt, mit dem die bekannt geworden sind, ist ein sogenannter DEX Aggregator. Also was bedeutet das? DEX steht für, also ein Aggregator für Decentralized Exchanges. Also wir haben ja vorhin kurz über dezentrale Landing-Marktplätze oder Kreditmarktplätze gesprochen. Und Dex ist im Grunde ein Marktplatz, wo du und ich nicht Assets verleihen oder leihen können, sondern wir quasi mit Assets. handeln können also du kannst hinkommen kannst sagen ich möchte irgendwie ja 2000 usd also stablecoin gegen ein Ethereum, swappen und wenn ich bereit bin, das zu tun, dann können wir beide dort auf dieser Plattform, also ich simplifiziere es mal jetzt vereinfacht gesagt, eben diesen Trade ausführen. Und was wir dann gesehen haben, also wenn du jetzt mal zurückgehst in der Zeit. ist der klassische, herkömmliche Weg gewesen, das zu tun, eben zentrale Marktplätze, also Coinbase, Binance, Kraken und so weiter. Und irgendwann hat man dann gesagt, 2017 glaube ich kam kam 2016 17 kam die ersten taxes rauf und man sagt das eigentlich ist ja quatsch weil wir bauen hier erst die letztendlich auf einer dezentralen infrastruktur basieren die wo das große wertversprechen ist dass wenn du das erste teils bei dir in deiner wallet kann dir das eigentlich niemand nehmen es sei denn da wird jemand physische gewalt Also diese Kontrolle und Souveränität ist ja das, was dieses Ökosystem ausmacht. Und jetzt sind wir aber für den Handel. wieder auf Achillesfersen sozusagen angewiesen, nämlich wieder zentrale Markets. Das heißt, wenn du jetzt dein Ethereum handeln möchtest, musst du es wieder bei Coinbase einzahlen. Dort hast du nicht mehr die Kontrolle darüber, wenn, was jetzt unwahrscheinlich ist, aber wenn Coinbase, solche Verleits gegeben, wenn Coinbase nicht mehr ist, dann kriegst du ... vielleicht deine Assets nicht wieder. Und ist dann auf die Idee gekommen, dann lasst uns doch diese Technologie und die Blockchain ... als solche nutzen, um den Handel zu ermöglichen. Und dann kamen eben die sogenannten DEXs. Und ein DEX ist letztendlich ein Smart Contract, der die und mir eben ermöglicht, letztendlich erstes miteinander zu swappen ohne dass wir einen zentralen mittelmann dazu brauchen und ohne dass ich dich kennen oder dir vertrauen muss weil der smart contract im grunde Ich weiß, ich kann mir das anschauen, ich kann das verifizieren und ich weiß, der tut genau das, was er tun soll, nämlich ich lege meine 2000 USDC rein, du legst dein Ether rein und erst dann, wenn du das getan hast, verliere ich die Kontrolle über mein Asset. Wir swappen. Du kommst nie wieder an dein Asset ran ... ... und ich komme an mein Asset ran. Also relativ simpel. Und weil diese Idee so einleuchtend ... war gab es dann sehr früh relativ viele dieser dex das was eigentlich für assets handel nicht gut ist weil das bedeutet fragmentierte liquidität was für den nutzer nicht ideal ist Also wenn du, ja, du hast X an Liquidität auf einem Asset im Gesamtmarkt und die Liquidität teilt sich jetzt über 25 unterschiedliche Dexes. dann ist das eigentlich für den Nutzer nicht gut, weil du bei vor allem größeren Trades natürlich eine höhere Slippage hast, mehr zahlst, als wenn das alles auf einmal klatscht. Das ist ja eigentlich eine sehr geniale Idee damals, eine sehr einfache, aber geniale Idee von den beiden Gründern Serge und Anton, die das auf einem Hackathon vorgestellt haben, 2018 meine ich, nämlich ein Aggregator sozusagen. Okay, dann legen wir doch den Interface oben drüber. Und jetzt kannst du ... ... deinen Trade, den du machen möchtest, ... ... machst du bei uns und wir haben im Hintergrund ... ... ein Smart Order Routing ... ... und verteilen diesen einen Trade ... ... in dem idealen Verhältnis ... die ideale Anzahl an unterschiedlichen Textes. Was man dabei verstehen muss, ist, dass einer der großen, großen Neuerungen und für uns als VC-Investor unfassbar wichtigen neben den anderen, ich sag mal, Kernkriterien und Propositions der Blog. ist die Tatsache, dass es composable ist. Also alles, was auf Ethereum und anderen Blockchains gebaut und gelauncht wird, ist composable. Das heißt, du musst dir das vorstellen wie Lego. Also auf Ethereum ist alles EVM-kompatibel, also Ethereum Virtual Machine. Das heißt, es ist alles auf demselben Standard gebaut und wenn du ein Developer-Team hinter dem Decks bist und ich möchte auf deinem Decks irgendwas bauen, muss ich dich nicht fragen. weil es ist ein offener Standard, es ist Open Source und ich kann quasi ein eigenes Interface auf deinen Decks legen und mit deinem Protokoll dann über dieses Interface kommunizieren und interagieren, ohne dass du irgendeine API öffnen musst oder sowas. Für uns als Venture-Investor ist das unheimlich wichtiges Kriterium, weil das dazu geführt hat, dass du eine offene Spielwiese hast, die natürlich eine große Welle an Experimenten hervorgerufen hat, weil jeder konnte jetzt mit jedem irgendwie mal unterschiedliche Sachen probieren und bauen, ohne dass da eben große Barrieren bestanden haben. eben eines dieser, ich sage mal, Experimente, die aus dieser Composable-Struktur eben hervorgegangen sind und das Produkt an der Stelle für den Nutzer auch wählen. wesentlich besser, weil du natürlich den Trade in der idealen Verteilung über diese verschiedenen Marktplätze verteilt hast und wir haben da den Wir waren tatsächlich der erste Check in der allerersten Runde. Wir haben ja damals aus dem ersten Fond, der war ja vergleichsweise klein, also siebenstellig, niedrig siebenstellig. Also, ja, Check-Sizes so 100, 200, 250.000 gemacht. Waren also nie Lead-Investor, weil wir eben die Größe dafür noch nicht hatten. waren bei 1inch tatsächlich, aber der erste Check haben dann eben auch mit denen gemeinsam weitere Investoren angesprochen, geholfen, die Runde voll zu machen. Und es war eine interessante Dynamik. weil das war für uns auch so der erste Token, die im ersten Fund, der auch dann den Token gelauncht hat, das werde ich nicht vergessen, das war 25.2. also das erste weihnachtstag 2020 als sie das gemacht haben in der nacht von heiligabend auf den den ersten weihnachtstag und Der war für uns auch eine große Überraschung, weil auch das muss man verstehen, zumindest in der Phase haben die Teams den Kreis derjenigen, die von einem Token-Launch und der Token-Launch ging, zusammen mit einem Airdrop einher. sehr klein gehalten. Also die haben oftmals ... ... selbst dem Lead-Investor ... ... das nicht gesagt. Geschweige denn allen Investoren auf dem Cap-Table. Warum? Weil wenn du ... ... im Vorfeld weißt, ... ... in vier Wochen ... ... launch dieses oder jenes Protokoll, ... ... macht einen Airdrop, ... ... dann kannst du den Airdrop gamen. Ja, also zurück zu dem Beispiel wieder mit dem Landing- oder Kreditmarktplatz. Wenn du und ich jetzt wüssten, der Marktplatz, auf dem wir das gerade machen, die machen in vier Monaten einen Airdrop, dann können wir natürlich unheimlich viel ... ... Wash-Volumen generieren. Was ist Wash-Volumen? Naja, indem wir einfach irgendwie Trades hin und her traden. Und, oder ... eine Position in dem Landing-Pool eröffnen, um einfach viel Volumen zu generieren. Mittlerweile sind die Verteilungsmechanismen komplizierter, aber damals war das noch relativ simpel, um dann an dem Airdrop maximal stark zu partizipieren, weil der natürlich den Umfang der Nutzung mit einbezieht. Das heißt, wir sind dann am ersten Weihnachtstag 2020 morgens wach geworden. und haben gesehen, Airdrop war da, Token ist gelauncht. Token, das sieht man auch an dem Chart, ist dann relativ schnell sehr stark auch durch die Decke gegangen. Das hat natürlich eine unfassbar positive Performance auf den Fund gehabt. Wir waren natürlich wie alle anderen Investoren auch gelockt. Das heißt, es hat eine Weile gedauert, bis wir ... verkaufen konnten und dann auch erst, ja, nicht irgendwie, bei weitem nicht alles auf einmal. Token gingen dann, glaube ich, hoch bis auf 7 Dollar, weil wir nicht ganz den Peak getroffen, aber da schon, glaube ich, einen guten Zeitpunkt auch erwischt und auch einen Teil der Position dann auch verkauft. Was wäre das für ein Return für euch dann?

Iskender Dirik: Da es ja nicht vollziehbar ist. Bitte? Da es ja eh nachvollziehbar ist.

Jascha Samadi: Das wäre nachvollziehbar, wenn du unsere Wallet kennen würdest. Nein, das war sehr gut. Ich glaube, das Investment hat den Fund doch auch mehrmals zurückgezahlt.

Iskender Dirik: Okay, wir müssen mal in die Gründerperspektive ein bisschen wechseln. Was sind so die häufigsten Fehler, die du bei Gründern im Kryptobereich siehst, die vermeidbar wären?

Jascha Samadi: Das ist eine gute Frage. Ich glaube, viele der Fehler sind sehr ähnlich. Die sind jetzt nicht kryptospezifisch, falschen Leute eingestellt. Ja. ja, im Team vielleicht nicht die richtigen Kompetenzen zusammengeholt, vielleicht auch die falschen Leute auf dem Cap-Table geholt. Ich glaube, eine Sache, die für unseren sehr speziell ist dann und das schon manchmal den gründern wirklich zu schaffen macht es einfach diese volatilität und dass du natürlich ja was dass ich vorhin kurz gesprochen habe, dass du Externalitäten hast, die dann auf deinen Preis drücken. Und der Preis, ja, ich meine, du kennst es ja auch in der Phase, du gehst da durch irgendwie das Tal der Tränen und das ist alles sehr, ja, jede Gründung, das ist alles sehr schwierig, mühsam, anstrengend, painful. Ähm. Und wenn du dann noch on top dazu ... und das ist dann dieser Tokenpreis, emotional zumindest oftmals, so einen 24-7-Feedback-Loop aus dem Markt hast. dann kann das schon sehr, sehr auf das Sentiment schlagen. Wenn du vor allem irgendwann, und das ist auch einfach nur menschlich, nicht mehr in der Lage bist, das eine von dem anderen zu trennen. Also dein komplettes Excitement für das, was du an Fortschritt auf der Produktseite vielleicht machst. überschattet ist von dem, wie der Markt jetzt gerade das in den Tokenpreis sozusagen transferiert oder reflektiert. Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass das ein Fehler ist, wenn du das machst, weil es einfach nur menschlich ist, diese Emotionen zuzulassen. Aber das ist schon etwas, dass wir sehen. Gerade in jetzt einer Phase wie so den letzten zwei, drei Jahren, die natürlich nicht mehr nur Up-Only ist, sondern ja, nicht nur Krypto, sondern alles ja sehr oftmals sehr schwierig vorangeht, ist das schon etwas, das einigen Gründen sehr zu schaffen macht.

Iskender Dirik: Wie baust du in einer Branche, in der Hype und Misstrauen gerne auch herrschen, Fundraising-Fonds auf? Als Gründer. Als Gründer. Zu deinem Fundraising kommen wir gleich noch.

Jascha Samadi: Also, ich meine, das Gute ist ja, Die Transparenz ist ja in der Hinsicht Brutal gut und brutal schlecht. Weil du Dadurch, dass du per Definition, also du im Sinne von dein Produkt, nackt bist, ist, glaube ich, der einfachste. leichteste Hebel, einfach ein Produkt zu bauen, das funktioniert. Und den Markt, den Investoren. die Möglichkeit gibt, zu sehen, was passiert da. Und das haben wir eigentlich gemerkt, ist so der, vor allem der nachhaltigste Weg, FOMO zu generieren an der Stelle. Was hast du uns da mitgebracht, Jascha? Das ist, ich habe ja vorhin schon gesagt, das ist nett. Das ist einmal die Kamera halten. Das ist ein Ledger. Steht auch drauf. Ledger Nano S. Du hast ja neulich den Jan Sessenhausen, glaube ich, von Cusp, der sein erstes iPhone, glaube ich, mit hatte. Und das ist tatsächlich mein, also der hat jetzt irgendwann bald zehnjähriges Jubiläum, da ist nichts mehr drauf, insofern ist das jetzt auch nicht wild, aber das ist mein erster. meine erste Hardware Wallet. Und die habe ich natürlich ... ... nicht weggeschmissen, sondern behalten. Und ich finde ... du jetzt also das iphone vielleicht sagt das ist so das gerät das sowie kein anderes für mich für ich sage mal, intellektuelle Souveränität steht, also die Freiheit des eigenen Gedankens und den irgendwie auch von überall zu jeder Zeit in die Welt kundzutun. dann finde ich, steht dieses Gerät wie kein anderes für finanzielle Souveränität, weil du hiermit etwas machen kannst und nicht nur hier, sondern eben auch mit allen anderen. Hardware Wallets, dass uns das Internet eigentlich nie erlaubt hat, dass du digitale Vermögenswerte theoretisch die in der Hosentasche mitschleppen kannst. Ob man das jetzt machen sollte, ist eine andere Frage. die Souveränität, die damit einhergeht, ohne da jetzt philosophisch werden zu wollen, die, glaube ich, die repräsentiert dieses Gerät wie kein anderes und deswegen habe ich das mitgebracht.

Iskender Dirik: Was ist da drauf?

Jascha Samadi: Da ist jetzt gar nichts. Wohnt sich nicht, dir den zu spitzen? Nein, nein, nein. Ich wäre nur ein emotionaler Verlust. Da ist jetzt gar nichts mehr drauf. Also das habe ich ausgemistet und natürlich irgendwann auch auf die neueren Versionen umgesattelt sozusagen. Aber behalten habe ich es trotzdem, weil das irgendwie ein schönes Andenken ist.

Iskender Dirik: Du bist damals mit deinem SMS-Dating-Service UPD gescheitert. Werde zu der Zeit an dich geglaubt und werde dich am härtesten unterschätzt.

Jascha Samadi: Also, natürlich an uns geglaubt, haben ganz klar, ganz klar unser damaliger Investor, also wir haben ja die erste Runde, den du ja auch sehr gut kennst. und ich, als wir gestartet sind, von Neuhaus Partners geraced, der Paul Jozefak, der da an uns geglaubt hat. den du ja, glaube ich, auch hier gehabt hast. Später hat das Investment dann Thomas Preuss übernommen und dann auch da eine sehr intensive Zusammenarbeit gehabt. Ob sie jetzt immer an uns geglaubt haben, weiß ich nicht, das musst du sie vielleicht fragen. Und mit Sicherheit gab es auch Zeiten und Phasen, wo sie mal nicht an uns geglaubt haben. Aber der Support, vor allem von Thomas nach hinten raus, war gefühlt immer da. Der ist im Monat da. Der ist immer noch da, ja doch.

Iskender Dirik: Da glauben wir auch als LP auch an euch.

Jascha Samadi: Genau, wir dürfen uns glücklich schätzen, dass Thomas uns auch weiterhin unterstützt und LP bei Greenfield ist.

Iskender Dirik: Was hätten deine Freunde in der Schulzeit gedacht, was mal aus dir wird?

Jascha Samadi: Ich glaube, ich habe, gut, kommt drauf an wann, zu welcher Phase der Schulzeit. Ich glaube, ich habe in meinem Abi-Buch stehen, dass ich Feuerwehrmann wäre. Im Abi? Nee, nicht im Abi. In dem wir haben so ein Buch am Ende der Grundschule gehabt, da stand gleich mal Feuerwehrmann drin. Aber ja gut, das ist dann, wie du sagst, der Einstieg in die Berufswelt über das SMS-Dating kam. Ich glaube, daran hätte dann wahrscheinlich niemand gedacht.

Iskender Dirik: Wann hast du das letzte Mal so richtig gezweifelt?

Jascha Samadi: An mir, an uns, an ähm Also an Unsere Branche habe ich eigentlich, seitdem ich das begriffen habe, was da passiert, habe ich eigentlich nie gezweifelt. Ich habe daran gezweifelt, dass wir vielleicht überschätzen. Vielen Dank. Oder falsch einschätzen, wie lange das dauern wird, bis alle um uns herum verstehen, was da passiert. Aber an der Branche und dem Schritt da ... in die Richtung zu gehen, habe ich eigentlich nie, also nachdem ich das irgendwie begriffen habe, lange darüber nachgedacht habe, auch viel so jetzt also 2016 17 berliner ökosystem auf meetups gegangen bin das war so vieles von dem hat mich an die frühzeit von mobile erinnerten also gerade diese vibe den du hattest 28 29 auf irgendwelchen android meetups wurde unserem raum stand ist mit ganz vielen intelligenten menschen Und die Präsentationen auch noch sehr technisch waren. Und keiner so wirklich wusste, wohin es geht. Also niemand jetzt irgendwie hätte sehen können, dass wir 15 Jahre später Uber, Instagram ... und so weiter haben. Aber irgendwie alle neugierig waren und dass diese selben, ich sag mal, so denselben Vibe habe ich in den frühen, also 16, 17 bei den Meetups so in Berlin, die ich besucht hatte, gesehen. Da war es auch alles noch sehr technisch. Keiner wusste wirklich, ja, dass wir heute mal Stablecoins und Prediction-Märkte und das war alles noch nicht wirklich antizipierbar, aber du standest da in einem Raum mit vielen, ... viel mehr schlaueren Leuten als du und ... ... die alle irgendwie ihre Zeit damit verbracht haben ... ... und das war ein ähnlicher Indikator wie irgendwie ... ... ja so acht Jahre vorher bei Mobile.

Iskender Dirik: Was hat dich am meisten geprägt im Leben?

Jascha Samadi: Was hat mich am meisten geprägt? Gut, sicherlich, klar, meine Eltern, familiäre Umfeld, Freunde, beruflich glaube ich. Ja, also ich glaube, wenn du zurückguckst jetzt die letzten 15, 16, 20 Jahre, wahrscheinlich so die, ich weiß nicht, ob es eine Erkenntnis ist, ob es unterbewusst oder bewusst ist, aber so, dass du gewisse, also langfristige, wirklich lang über, also da meine ich jetzt nicht drei Jahre, sondern wirklich über zehn Jahre Zusammenarbeit mit Leuten, dass das compounded irgendwie die Erkenntnis, weil wenn du guckst, und ich glaube, das spiegelt sich bei Greenfield heute in vielen vielen Personen, wie der ja angefangen hat mit Basti, der damals, also wir haben ja dann die Serie bei Apprupt. Nachdem es dann nicht mehr SMS-Dating war, unsere Serie A mit T-Venture geraced. Basti hat damals das US-Geschäft mit T-Venture gemacht, worüber wir uns kennengelernt haben. Das ist auch jetzt 16 Jahre her. Dann haben wir bei Greenfield ist dann später Andrzej mit dazu gekommen. ein ehemaliger Co-Founder und CTO bei Apprupt, zusammen mit zwei Kollegen aus seinem Team, Christian Braun und Jürgen. die auch bei Apprupt schon im Engineering-Team bei uns waren. Dann haben wir Christian Zimmermann überzeugen können. bei Apprupt dazu zu stoßen, der lange Jahre bei FGS und Rittstig hießen sie, glaube ich, viel, viel erfolgreich M&A. anderem dann später auch crypto gemacht hat also wir waren sein erster erster mandant er hat damals auch uns quasi beraten in dem verkauf von Apprupt an Also auch da gibt es wieder viele lange Zusammenhänge. Marie, die heute bei uns VP People ist, also Culture und HR macht, war auch bei Apprupt. HR-Verantwortliche Dennis Unruth, der heute VP Finance bei Greenfield ist, war erster Finance-Mitarbeiter bei YouTube, also bei YouTube, bei UPD. Also ich glaube, das ist so eine der Dinge, die ich glaube ich sehr früh, ob bewusst oder unbewusst, irgendwie gemerkt habe, dass das einfach total viel Spaß macht auf der einen Seite, aber im Output auch einfach compounded.

Iskender Dirik: Thema Spaß. Lass uns mal als letztes über Fundraising sprechen für Greenfield.

Jascha Samadi: Ich weiß nicht, was ich da quasi nennen soll.

Iskender Dirik: Ja. Fangen wir erstmal an mit Mit Krypto als Anlageklasse oder auch als Thema. So richtig cool ist das ja nicht mehr. Oder?

Jascha Samadi: Naja, ich glaube man, also ob das jetzt cool ist oder nicht, weiß ich gar nicht. Ich glaube man sollte Grundsätzlich nicht Anlageentscheidungen danach treffen. Ob man das jetzt cool findet oder nicht, sondern ich glaube, man sollte sie danach treffen, ob man versteht, wo und wieso das in den eigenen ... Asset nix reinpasst und das ist glaube ich so das ausschlaggebende natürlich hat wenn du darauf hinaus willst, gibt es natürlich immer Halbphasen. Und in der Halbphase ist es sicherlich einfacher, ein Produkt zu vermarkten, auch einen Investmentfonds. Aber ich glaube, cool ist ... Ich weiß nicht, ob Krypto überhaupt schon mal jemals cool war. Ich glaube, das ist ...

Iskender Dirik: Sagen wir, angesagt. Angesagt war es. Jetzt ist es ja schon schwer genug als GP ... traditionellen LPs zu erklären, wie das Venture-Geschäft funktioniert, wenn sie nicht schon sehr erfahren da drin sind. Wie ist denn das, denen noch zu erklären, erklären zu müssen, wie Krypto funktioniert?

Jascha Samadi: Ja, das ist ... Das ist ein großer educational effort. Auch in vielen Bereichen auch irgendwie nachvollziehbar, weil es natürlich auch ... wir haben vorhin so ein bisschen über die unterschiedlichen Layer der Dezentralisierung gesprochen und da eben die Oberfläche angekratzt. Die technologische Dezentralisierung, die Die soziale Dezentralisierung, die Frage der Instrumente, das ist ein Token, also sicherlich auch da sehr viel Erklärungsbedarf. Insofern ist das einer der großen Punkte. Ich habe aber das große Glück, einen Co-Founder und Partner mit Basti zu haben. Nicht alles 100 Prozent so verteilt, aber über den überwiegenden Großteil des Fundraisings, der liegt bei ihm. Und ich habe mich historisch bei uns immer primär um die Investmentseite gekümmert. Bin aber natürlich trotzdem im Fundraising mit involviert und ja, und das ist eigentlich immer, also gerade für unser Thema. Ein großer Educational Effort, weil du natürlich, nicht jeder will alles verstehen. Es gibt auch LPs, die sagen, ich möchte euch als Team verstehen und verstehen, ob ich euch. ich vertraue und ich muss jetzt die Materie nicht verstehen. Und da spielen dann natürlich so Aspekte wie der Klebstoff, innerhalb des Teams, die Geschichten, wie das Team zustande gekommen ist, was man vorher schon gemacht hat, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist, dass da mal ein Bruch im Team ist. gibt hat es denn vorher schon gegeben nein noch nicht also aber das glaube ich da gibt es nicht so den einen die eine kategorie lp nach der du dich sondern jeder achtet auf unterschiedliche Sachen und denen musst du irgendwie gerecht werden.

Iskender Dirik: Spielt es euch wiederum in die Karten, dass es nicht so viele Kryptofonds gibt? draußen gibt und ein LP vielleicht sagt, okay, das Thema fehlt mir noch in meiner, in meinem Portfolio.

Jascha Samadi: Ja und nein. Also ich, ist Es wäre sicherlich hilfreicher, wenn es da draußen, also wir reden über Europa, in den USA gibt es natürlich viel, viel, viel mehr, auch viel, viel größere. es wäre sicherlich, also wir würden das sicherlich begrüßen, wenn es in Europa wesentlich mehr Fonds gibt, als es heute gibt, weil je mehr Leute draußen rumlaufen und auf seriöse Art und Weise das Thema promoten, desto mehr wäre da mit uns auch geholfen. Ich glaube in Europa ist es dann auch noch teilweise eine strukturelle challenge dass wir einfach manchmal langsamer sind damit neue themen die ein bisschen abenteuerlicher sind dann früh aufzugreifen, aber wir haben uns da der Herausforderung gestellt und ob da jetzt mehr oder weniger dabei sind, die das machen, war uns dann im ersten Schritt eigentlich erstmal egal.

Iskender Dirik: Wie schafft man es denn, trotz all dieser Herausforderungen, so große Oldschool-Konzerne wie ein Commerzbank-Konzern zum Beispiel davon zu überzeugen, in euch zu investieren?

Jascha Samadi: Ja, die haben in unserem, also 21 in unserem aktuellen Fund investiert. Ich glaube, auch da ist sicherlich das Verständnis da, dass sich hier möglicherweise, nichts ist set in stone, aber die Möglichkeit besteht, dass sich der Banking-Stack Ja. neu schreibt oder zumindest ein Stück weit verändert und von dem, was hier passiert, tangiert wird. Langfristig, also natürlich jetzt nicht übermorgen. Und ich glaube, das war wahrscheinlich dann strategisch die Erkenntnis, okay, wir wollen ja auch die Möglichkeit über einen, idealerweise über einen Early-Stage-Fund da eben auch. früh zu sehen, was passiert. Wenn gleich die Kollegen in dem Feld natürlich auch selber ein bisschen was gemacht haben. Aber ich glaube, das war so die, wahrscheinlich so eines der ausschlaggebenden Punkte.

Iskender Dirik: Du warst Gründer, bist VC geworden. Was würdest du einem ehemaligen Gründer empfehlen, der jetzt das erste Mal einen eigenen Fonds raisen möchte? Was hättest du gerne vorher gewusst?

Jascha Samadi: Dass es sich genauso anfühlt wie eine normale Gründung. Deswegen würde ich mir erlauben, dich in der Hinsicht zu korrigieren und zu sagen, ich war Gründer, ich bin Gründer. Weil es ehrlich gesagt ... in dem Segment zumindest, wenn du dir ein Thema aussuchst, das so neu und irgendwie anders ist als alles andere, dann ... ist das im Grunde in vieler Hinsicht ähnlich wie eine normale Gründung. Wir mussten uns um unsere Brand Gedanken machen. Wir mussten irgendwie erste Kunden finden. ... mussten Investoren finden, die an uns glauben, ... ... das richtige Team zusammenbringen, ... dem die richtige Kultur geben, ... ... also viele Sachen sind strukturell ähnlich. Und klar, wenn du dann erst mal reinläufst, auch da bist du am Anfang immer naiver oder naiv. weil du einfach unwissender bist über das, was auf dich zukommt. Und ich glaube, diese Naivität ist in vielen Fällen auch gut und gesund, weil who knows, wenn wir mit das Wissen, was wir heute hätten, mit dem Wissen vor acht Jahren gestartet werden, vielleicht wären wir dann gar nicht gestartet, weil wir gesagt hätten, boah, ist doch viel zu unwahrscheinlich oder statistisch und ach, das wird so steinig. Also ich glaube, so ein bisschen diese Naivität sich beizubehalten, die ist bei jeder Gründung wahrscheinlich gut und gesund. Und was das Fundraising angeht? Oh, da gibt es viel. Ich glaube, einfach zu starten. Also auch, was uns geholfen hat am Ende des Tages, auch klar hätten wir ... Wie gesagt, der erste Fund war sehr, sehr klein. Natürlich hätten wir uns ein größeres Fundvolumen auch im ersten Fund gewünscht, als es dann am Ende geworden ist. Ich glaube, einfach zu starten und loszulegen, egal wie groß, wenn es 5 Millionen sind es 50 Millionen, wenn es 50 sind, sind es 50. Weil damit kannst du ... Du kannst anfangen, Investments zu machen, auch wenn das jetzt nicht die Tickets sind, die du haben wolltest, in deiner idealen Wunschvorstellung, auch vielleicht so, wie wir das bei uns waren. Du kannst kein Lead-Investor sein. aber du kannst halt Track Record aufbauen. Du bist im Markt, du kannst zeigen, dass du Relationships zu Gründern aufbaust, zeigen, dass du auch mit kleinen Tickets relevant bist. Du baust ein Track Record auf, auch das ist ganz wichtig. Und ich glaube, so eines der Learnings für uns war einfach zu schnell. Und auch sich darauf einzustellen, dass Fundraising für ein Fund etwas total langfristiges ist. Also Geduld mitzunehmen. bringen auf der einen seite und auf der anderen seite noch das hat uns glaube ich geholfen bleibt bei dem was du den leuten erzählt also dass du ja wenn du heute als crypto fand start ist und dann, weil Krypto jetzt nicht mehr cool ist, wie du sagtest, der typische Tourist quasi, in dem Moment, wo es dann nicht mehr cool ist, eigentlich von deiner einer These und Strategie abweichst und auf irgendein anderes Thema springst.

Iskender Dirik: Ja, schon. Lass uns mit einer Schnellfeuerrunde rausgehen. Für all diejenigen, die jetzt vielleicht sogar zum ersten Mal so richtig Appetit auf das Thema bekommen und verstanden haben, dass es da nicht nur ums schnelle Geld geht, sondern darum, die unter anderem Finance-Infrastruktur der Zukunft aufzubauen. Was sind so Accounts? Menschen, Experten, denen man da draußen folgen kann, um mehr über Crypto DeFi zu erfahren?

Jascha Samadi: Also bei uns im Team sicherlich. Bei uns auf dem Blog findet sich sehr viel Research. Auch die einzelnen Investmentleads bei uns im Team, mein Kollege. Gleb, Dudka, Kollege Kloth, Kollege Felix, der den Research-Programm hat. Finden wir die alle unter greenfield.capital? Genau, greenfieldcapital.com. Genau, da findest du sicherlich als ersten Einstieg sehr viel und damit würde ich starten.

Iskender Dirik: Welche anderen Krypto- und DeFi-Fonds da draußen respektierst du?

Jascha Samadi: Da gibt es einige. Amsterdam, das Team von Maven 11. Wiesny? Maven 11. Genau. Dann hast du natürlich in den USA einige größere Funds, Electric Capital, die kennen wir auch sehr gut, die machen einen fantastischen Job. Ende des Tages natürlich a16z Crypto, denen hat glaube ich ein Stück weit auch die Branche einfach sehr viel zu verdanken, weil die als erster wirklich großer Fund auch viel für die Industrie einfach getan haben in den letzten Jahren.

Iskender Dirik: Wen sollte ich einladen, wenn ich nochmal einen DEALMACHER-Podcast zu einem Krypto-Deep-Dive machen sollte?

Jascha Samadi: Das ist Deutsch oder Englisch? Deutsch. Deutsch. Das ist eine gute Frage. Ich würde dir empfehlen, die Kollegen von Aretha. Arita. Genau. Das ist ein deutsches Team, die haben Ex-BlackRock, die haben ein Kryptoinvestment. Bank, Boutique, M&A, Advisory gegründet vor einigen Jahren. Haben auch einige der jetzt klassischen Krypto-M&A-Transaktionen der letzten zwei Jahre sehr erfolgreich begleitet. Machen aber auch token-spezifisch, krypto-spezifische Transaktionen. Die sind und sprechen Deutsch.

Iskender Dirik: Was ist die dümmste Aussage, die du regelmäßig über Krypto hörst? Ist tot. Oder uncool. Vielen Dank. Das ist richtig dumm. Gut, dann noch als letztes zu meinem Objekt, das ich mitgebracht habe. Du hast schon ein bisschen vermutet, was es sein könnte oder warum ich das mitgebracht habe. Was ist deine Vermutung? Also wir haben hier einen Schallschutz, Gehörschutz für Kleinkinder.

Jascha Samadi: Ich glaube, es hat was mit der Hochzeit zu tun.

Iskender Dirik: Richtig. Genau. Ich war auf ich, meine Frau und damals unser noch einziges Kind, Leila. Wir waren auf Jaschas Hochzeit auf Mallorca und das war der erste Flug für Leila.

Jascha Samadi: Ah.

Iskender Dirik: Und deswegen hatten wir ihr das hier gekauft. Und da war sie sieben Wochen alt. Viele fanden das sehr mutig von uns, mit dem ersten Kind sieben Wochen. Aber das war ... Für uns auf der einen Seite war es eine wunderschöne Hochzeit, war ein sehr schönes Erlebnis. Deswegen erinnert es mich immer sehr gerne an dich. Zweitens war es für uns auch so ein bisschen so eine so eine Wegweiser dafür, wie wir als Familie mit Reisen und kleinen Kindern umgehen. Es gibt da ja einige, die aus guten Gründen das erst mal ein paar Jahre nicht machen. Für uns war es so, jetzt haben wir das mit Leila gemacht, als sie sieben Wochen war. Es hat irgendwie geklappt, war nicht stressfrei, aber es war wegweisend für uns, weil das haben wir dann seitdem so gehandhabt, dass wir keine Angst auch vor Langstreckenflügen hatten. hatten mit den jetzt zwei Kleinen und haben sehr, sehr, sehr schöne Momente und Erfahrungen als Familie gesammelt, weil wir eben nicht Angst davor hatten. Und das war so ein bisschen die Generalprobe mit sieben Wochen.

Jascha Samadi: Schöne Anekdote.

Iskender Dirik: Danke für die Einladung. Jascha, vielen Dank. Danke dir. Wenn dir DEALMACHER gefällt, abonnier auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube. Und fünf Sterne helfen dabei, dass mehr Leute den Podcast finden, die ihn brauchen. Für Tech-Deals, VC-Runden und M&A-Transaktionen sprich mit Peter Möllmann und PXR. Er ist der Anwalt, den ich seit Jahrzehnten empfehle. Intro gern über mich, einfach melden. Alles andere – Fundraising, M&A-Beratung, Executive Branding – findest du bei mir auf id.vc. Bis zur nächsten Folge.

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Oct 27, 2026

Tim Stracke, Mitgründer Chrono24 – Mehr Vertrauen in Patek Philippe als in Notenbanken

Tim Stracke hat Chrono24 mit zwei Partnern gekauft, als die Seite noch ein Nebenprojekt war, und daraus den größten Marktplatz für Luxusuhren der Welt gemacht. Investiert sind unter anderem General Atlantic, das Family Office der LVMH-Familie Arnault und Cristiano Ronaldo. Patek Philippe und Rolex vertraut Tim mehr als vielen Notenbanken, weil sie Verknappung ernst nehmen.

Für den Kauf zahlte Tim ein Vielfaches seiner eigenen Schätzung. In späteren Finanzierungsrunden verschickte Chrono24 die Term Sheets selbst und gab die Bewertung vor, auch in der Runde über mehr als 100 Millionen Euro. Dazu: zwei Kündigungswellen, obwohl Chrono24 profitabel war, und warum eine einzige Welle die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Dann wird es nerdig, denn Tim und Iskender sind beide Uhrensammler. Tim erklärt, warum er glaubt, dass ein echter Kenner mit Uhren leichter den Markt schlägt als an der Börse. Er verrät, welche Marken Sammler laut Chrono24-Daten zuerst kaufen und welche zuletzt. Im Uhren-Shootout entscheidet er sich immer zwischen zwei Modellen, bis in jeder von drei Preisklassen ein Sieger übrig bleibt. Außerdem: welche Uhr Tim auf Chrono24 kaufte, bevor ihm Chrono24 gehörte.

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Oct 13, 2026

Filip Dames, Founding Partner Cherry Ventures – Europa muss jetzt abliefern!

Europa ist on fire, sagt Filip Dames. Aber nur, wenn hier in den nächsten 10 bis 20 Jahren die Firmen für AI, Energie, Defense und Space entstehen. Sonst zahlen wir Miete an die USA und China, um deren Firmen zu nutzen.

Filip hat Cherry Ventures 2012 mit Christian Meermann gegründet. Er erklärt, warum Deep Tech in Europa heute finanziert wird, was vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Ein Beispiel ist die Finanzierungsrunde von 450 Millionen für The Exploration Company. Wie tief er selbst einsteigt, zeigt Proxima Fusion: Vor dem Investment sprach er mit fast allen Fusion-Teams. Inzwischen programmiert er selbst.

Es geht außerdem um Cherrys Bewertungsdisziplin und die Ausnahmen, die sich gelohnt haben. Es geht darum, was AI in der Due Diligence verändert und was sie nicht ersetzt. Und darum, warum Filip LP-Fundraising Spaß macht, während die meisten GPs es hassen. Dazu: warum AI-Gründer nach San Francisco gehören statt nach New York, wann eine Runde wirklich preempted ist und warum Fonds ohne klares Produkt verschwinden.

Und Filip erzählt, warum er als Junge fast Opernsänger geworden wäre und warum es anders kam.

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Sep 29, 2026

Zoé Fabian-Frey, General Partner Noteus – 413 Mio. im ersten Fonds, Tink-Exit nach 6 Monaten

Tink war für Zoé Fabian-Frey und ihr Team, damals beim Pariser Investor Eurazeo, kaum zu erreichen. Den Zugang fanden sie über einen Angel-Investor. Dann stellten sie Tink eine Münchner Firma zum Zukauf vor und finanzierten den Kauf mit der eigenen Runde. Sechs Monate nach ihrem Einstieg ging Tink an Visa, nach einer Intro ihres Teams.
Damals war Zoé frustriert, weil sie gern nachinvestiert hätte. Heute ist sie froh: Nach 2021 kamen 2022 und 2023.

Inzwischen ist sie General Partner und Mitgründerin von Noteus Partners. Der erste Fonds schloss 2025 mit 413 Mio. Euro, deutlich über dem Ziel.
Bei Noteus bekommt jeder Deal einen zweiten Partner, der ihn nicht gemacht hat, oft den größten Skeptiker im Investment Committee. Der Grund: Verliebtheit in einen Deal lässt sich kaum abstellen.
Außerdem spricht Zoé über eine Frage, die sie nicht loslässt: ob es die Moats, nach denen sie selbst sucht, heute überhaupt noch gibt.

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